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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16757
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Guten Tag, ich brauche Ihren Rat bezüglich Unterhaltspflicht.

Kundenfrage

Guten Tag,
ich brauche Ihren Rat bezüglich Unterhaltspflicht. - Mein Vater (76) hat sich letztes Jahr von meiner Mutter (74) getrennt. Hier ganz kurz die Vermögensverhältnisse: Meine Mutter blieb im eigenen Haus wohnen während mein Vater jetzt Miete (EUR 315,-- ohne Nebenkosten) zahlen muß. Vermögen hat jeder der beiden EUR 65.000,--. Sonstige Einkünfte sind: EUR 200,-- Mieteinnahmen, EUR 1200,-- Rente für meinen Vater, EUR 170,-- Rente für meine Mutter, EUR 435,-- landwirtschaftliche Rente, EUR 50,-- Pacht.
Kann meine Mutter Unterhalt einfordern? Und wenn ja, wieviel müßte mein Vater dann ungefähr bezahlen? Übrigens, eine Scheidung ist nicht geplant.

Vielen Dank XXXXX XXXXX Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen XXXXX XXXXX Becker
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Zunächst ist Ihrer Mutter dadurch, dass sie mietfrei im eigenen Haus wohnt ein bestimmtes Einkommen anzurechnen, dadurch, dass sie sich Miete erspart.



Das ist der sog. Wohnvorteil, der bis zur Scheidung mit der Miete für eine angemessene Wohnung veranschkagt wird.


Ich nehme hier immer 400 Euro


Es sind auch Zinsen aus dem Vermögen ale Einkommen zu berücksichtigen, die habe ich weggelassen, weil ja beide dieses Vermögen haben, es sich also aufhebt.


Wer bekommt denn die landwirttschaftliche Rente

Wer bekommt die Mieteinnahmen und wer die Pacht ?






Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Frau Schiessl,
vielen Dank für die schnelle Rückantwort. Bis jetzt war es so, das meine Mutter die eigene Rente (170,--), die Pacht, (50,--), die landwirtschaftliche Rente (435,--) und die Miete (200,--) bekam, also gesamt EUR 855,--. Dadurch dass unsere Mieter ausgezogen sind, fällt die Miete erstmal weg. An diesem Auszug hängt eine lange Geschichte. Wir (mein Vater und einer meiner Brüder) möchten das ehemals vermietete alte Haus nun mit Zentralheizung ausstatten. Das kann aber nur geschehen, wenn Erbschaftsverhältnisse geklärt sind. Nun lassen sich meine Mutter und mein anderer Bruder nur auf die Klärung der Erbschaft ein, wenn sie eine Zusage der Miete von EUR 200,-- plus der übrigen momentan geleisteten Zahlungen erhalten unabhängig davon ob das Haus vermietet ist oder nicht. Ich persönlich glaube aber, dass meiner Mutter 855,-- Euro ohnehin nicht zustehen würden. Und wir wollen nichts schriftlich zusagen. Die Zahlungen von 655,-- Euro laufen natürlich weiter. Und es würde auch wieder Miete überwiesen, wenn denn neu vermietet wäre. Allerdings eine schriftliche Zusage ist noch mal was ganz anderes. Darum die Frage an Sie: Wieviel Unterhalt müßte mein Vater tatsächlich zahlen?

MfG / Ute Becker
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender:

Auf Seiten des Vaters Einkommen:

1.200 Euro Rente


Auf Seiten der Mutter Einkommen:


Rente 170 Euro
Landw. Rente 435 Euro
Pacht 50 Euro
Wohnvorteil angemessener Wohnwert 400 Euro


Mithin 1055 Euro

Beide Einkommen addieren 2255 Euro


durch 2 teilen


1,127 Euro

davon Einkommnen der Mutter abziehen


ca 70 Euro Unterhalt



Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen

wenn ja bitte ich höflich um Mitteilung ob eine positive Bewertung erfolgen kann


Beides addiere
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


bitte teilen Sie mir mit, ob eine positive Bewertung erfolgen kann


danke
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

kann ich Ihnen noch wieterhelfen oder ist eine positive Bewertung möglich

danke
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich brauch noch eine kurze Antwort. Bedeutet dass, dass tatsächlich das gesamte Einkommen + der Wohnvorteil EUR 2255 genommen wird, dies durch zwei geteilt und rechtlich gesehen jeder die Hälfte bekommt? Für meine Mutter wären dass die laufenden Zahlungen EUR 655,- + EUR 400,-- Wohnvorteil + EUR 72,-- (momentaner Fehlbetrag) = EUR 1127,--.

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


ja.

Eines der Grundprinzipien beim Ehegattenunterhalt ist der Halbteilungsgrundsatz.

Nach diesem soll jeder Ehegatte an den ehelichen Lebensverhältnissen ( addiertes Einkommen ) hälftig teilhaben



Zu beachten ist auch der Selbstbehalt von 1050 Euro, der Ihrem Vater verbleiben muss.



Wenn Sie keine Fragen mehr haben bitte ich um positive Bewertung


danke
Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke für die nette Bewertung !!