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RA Ingo Driftmeyer
RA Ingo Driftmeyer, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 451
Erfahrung:  Als Rechtsanwalt tätig seit 2008.
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RA Ingo Driftmeyer ist jetzt online.

Hallo! Habe eine Frage zur Maklerprovision. Im Expose steht Maklerprovision 2 Monatskaltmi

Kundenfrage

Hallo! Habe eine Frage zur Maklerprovision. Im Expose steht Maklerprovision 2 Monatskaltmieten + 19 % Mehrwertsteuer. Die Kaltmiete betraegt 490 Euro. Als der Makler uns die Wohnung zeigte sagte er, das er Verwalter der Wohnung ist. Die Eigentuemer wohnen ueber 300 km entfernt. Jetzt gerade habe ich den unterschriebenen Mietsvertrag mit Maklerrechnung erhalten. Der Makler verlangt 2 Monatsmieten a 520 Euro inklusive Garage. Ist das Rechtens? Ausserdem hat er den Mietsvertrag auch als Vermieter unterschrieben. Ich will nicht gleich mit Streit die neue Wohnung beziehen, will aber auch nicht uebers Ohr gehauen werden. Ueber eine Antwort waere ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Gruessen,
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Ingo Driftmeyer hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes Ihre Frage wie folgt beantworten:

1. Hier besteht gar kein Provisionsanspruch für die Vermittlung der Wohnung.

Denn nach Ihren Angaben ist der Vermittler der Wohnung zugleich dessen Verwalter.

Für diesen Fall schließt § 2 Abs. 2 Nr. 2 WoVermRG (Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung) explizit aus, dass der Wohnungsverwalter sich durch eigene Vermittlung auf Kosten des Mieters bereichern kann.

Auch eine hiervon abweichende schriftliche Vereinbarung wäre unwirksam , § 2 Abs. 5 WoVermRG.

Grund hierfür ist die enge Verflechtung zwischen Vermieter und Verwalter. Der Verwalter wird quasi an Stelle des Vermieters tätig. Dieser aber könnte für einen Vertragsabschluss auch keine Provision verlangen, da es sich um ein Eigengeschäft handelt. Die provisionspflichtige Vermittlung setzt aber voraus, dass drei unabhängige Personen beteiligt sind (Vermieter, Mieter, Vermittler). Dies ist auf Grund der engen Verflechtung zwischen Vermieter und Verwalter nicht der Fall.

2. Auf die Frage der Höhe der Provision kommt es daher nicht mehr an.

Hier wäre aber das Zweifache der gesamten Monatsmiete anzusetzen, also inkl. des Anteils für die Garagen.

3. Sofern der Mietvertrag von beiden Parteien schon unterschrieben ist, können Sie also den Makler/Verwalter darauf hinweisen, dass nach der Gesetzeslage kein Provisionsanspruch besteht.

Das der Vertrag deshalb aufgelöst wird, ist nach geltendem Recht nicht möglich.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Falls Sie keine weiteren Nachfragen haben, bewerten Sie diese Antwort bitte.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt
RA Ingo Driftmeyer und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nur noch eine kurze Nachfrage: Spielt es eine Rolle, das der Makler/Verwalter gleichzeitig als Vermieter neben dem Wohnungseigentuemer den Mietvertrag unterschrieben hat?
Experte:  RA Ingo Driftmeyer hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

das bestärkt noch zusätzlich den Eindruck, dass hier eine so enge Verflechtung vorliegt, die zum Wegfall des Provisionsanspruches führt.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt