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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27406
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Habe im letzten Jahr ein Haus verkauft Baujahr 1995 (Fertighaus).

Diese Antwort wurde bewertet:

Habe im letzten Jahr ein Haus verkauft Baujahr 1995 (Fertighaus). Der Käufer hat den Kaufpreis erst drei Monate verspätet den Kaufpreis bezahlt. Ich war leider gutmütig und habe ihn renovieren und einziehen lassen. Nach großem Druck hat er mir erstmal 5000 Euro überwiesen an mich selbst. Nach Kaufpreisbelegung über den Notar habe ich ihm die Zinsen für die verspätete Kaufpreisbelegung wie im Notarvertrag vereinbart von den 5.000 Euro abgezogen, sowie einen Schadensersatz von ca. 2000 Euro für mein neues gemietetes Haus, in das ich 3 Monate zu früh eingezogen bin. Der Notar bestätigte mir es ist rechtens. Jetzt erhalte ich heute ein Anschreiben vom Rechtsanwalt des Käufers, daß er die 2000 Euro wieder haben wolle und noch plötzlich gäbe es im Bad unter den Fliesen, als sie ein neues Bad einbauen wollten einen Wasserschaden im Gebälk. Dies wurde von einem Gutachter (vom Käufer bestellter) begutachtet ( laut Aussage des Käufers, daß er das Bad im alten Zustand nicht benutzt hätte.) Das Gebälk wurde saniert und ein neues Bad eingebaut, nun will der Käufer von mir 11.000 Euro für das Beseitigen des Schadens und unterstellt mir, daß ich den Schaden verschwiegen hätte. Im Anwaltsschreiben steht drin, daß der Käufer bei Besichtigung nichts von Wasserschäden gesehen hätte. Ich habe über einen Makler verkauft, der hat alles fotografiert und es war alles ohne Schäden. Auch hatte ich einen Entrümpler mit 8 mann, der hat mich auch bestätigt, daß nirgend so was zu sehen war. Ich vermute bei Badrausriss wurde dies vom Käufer verursacht. Außerdem habe ich ja auch keinen Röntgenblick und kann unter Fliesen schauen. Wie soll ich reagieren, es ist noch keine Klage nur Anwaltsschreiben.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort
Frau Wilke
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Wenn Sie eine sogenannte Bestandsimmobilie verkauft haben, dann wurde diese unter Gewährleistungsausschluss verkauft.

Das bedeutet, Sie haften nur für Schadensersatz, wenn der Mangel bei Abschluss des Kaufvertrages vorhanden und Ihnen dieser Mangel auch bekannt war (§ 123 BGB).

Der Käufer muss Ihnen also nachweisen, dass einmal der Mangel schon bei Abschluss des Kaufvertrages vorhanden war, Sie davon wussten, es ihm aber arglistig verschwiegen haben.

Dies ist die einzige Möglichkeit für den Käufer zum Schadensersatz zu kommen.

Wenn Sie jedoch angeben, dass sich der Schaden Ihnen gegebüber nicht gezeigt hat und auch der Makler also Zeuge bestätigen kann, dass keinerlei Schäden sichtbar waren, so dürfte es dem Käufer nahezu unmöglich sein Ihnen eine Haftung nachzuweisen.

Sie sollten daher den Rechtsanwalt anschreiben und kurz und knapp erklären, dass Sie die Ansprüche zurückweisen und Ihnen bei Verkauf keinerlei Schaden im Bad bekannt war, was auch der Makler bestätigen kann.

Mit diesem Schreiben sollten Sie auf der rechtlich sicheren Seite stehen.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wie ist es mit den 5.000 Euro die vorab an mich gezahlt wurden. Die Zinsen von 3.000 Euro will er anerkennen, aber nicht die 2.000 Euro Schadensersatz, die ich ihm abgezogen habe. Er hat den Kaufpreis 3 Monate zu spät gezahlt und ich bin zu früh ausgezogen und mußte die Hypothek noch bestreiten und die neue Miete. Schadensersatz wurde im Notarvertrag festgelegt. Bin ich da im Recht?
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Wenn der Käufer mit der Kaufpreiszahlung in Verzug ist, so muss er den Verzugsschaden ersetzen.

Der Verzugsschaden besteht einmal in den zu zahlenden Verzugszinsen aber auch in den Mehraufwendungen die Sie aufgrund der verspäteten Zahlung hatten (Mietkosten, Hyothekenzinsen soweit sie über die Verzugszinsen hinausgehen, Anwaltskosten,...)

Ihnen steht daher auch der geltend gemachte Schadensersatz dem Grunde nach zu.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.