So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RA Stämmler.
RA Stämmler
RA Stämmler, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 915
Erfahrung:  2.Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
54218743
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RA Stämmler ist jetzt online.

Mein Stiefvater ist am 10.3.12 verstorben, es gibt eine hinterbliebene

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Stiefvater ist am 10.3.12 verstorben, es gibt eine hinterbliebene Ehegattin sowie einen Sohn und eine Enkeltochter. Ich spreche hier für meine Mama, die mit dieser Situation vollkommen überfordert ist.
Es gibt einen gesamtwert von ca. 20.000 Euro. Meiner Meinung sind 10.000 Euro der Teil meiner Mama und sie lebt noch also unantastbar.
10.000 Euro von meinen Stiefvater gehen zur 1/2 an meine mama und die andere Hälfte müssens ich die beiden anderen Erben teilen.
so war mein Wissenstand.

Nun ist mir gesagt worden, das wenn mein Stiefvater den Kaufvertrag für das Auto, wir haben es verkauft und 13.000 Euro dafür bekommen, auf seinen Namen geschrieben hat, ist das Geld (13.000Euro) zu gleichen Teilen auf die Erben aufzuteilen,
Meiner Meinung stimmt das nicht so... Können Sie mir das eine Anwort senden.
Dagmar Bogner
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

bevor ich eine Antwort geben kann, benötige ich leider noch einige Informationen.

1. Gab es ein Testament? Wenn ja: Was wurde geregelt?

2. Ist Ihre Mutter die hinterbliebene Ehgattin? Wenn ja. Lebten beide im gesetzlichen Güterstand?

3. Ist die Enkeltochter die Tochter des noch lebenden Sohnes, oder eines anderen Kindes des Erblassers?

4. Das Auto wurde vom Vater als Verkäufer verkauft, das Geld haben jedoch SIe bekommen? Wer war der Eigentümer des Fahrzeugs?

Bitte verzeihen Sie die vielen Fragen.


Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Hr. Stämmler

1. Nein es gab kein Testament, gesetzliche Erbfolge.

2. Ja meine mama ist die hinterblieben Ehegatting und die beiden lebten im gesetzlichen Güterstand (Zugewinngemeinschaft)

3. Die Enkeltochter ist die Tochter seiner verstorbenen Tocher.

4. Das Auto wurde auf den Namen des Vater gekauft und meine Mama hat es verkauft. Das Geld ist auf dem Konto meiner Mutter

LG
Bogner
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

sofern die Erbmasse des Erblassers 20.000 € beträgt, erbt Ihre Mutter insgesamt die Hälfte neben den anderen Erben, also 10.000 €. Dies ergibt sich zunächst aus § 1931 I BGB wonach der Ehegatte neben Erben der ersten Ordnung (Kinder, Enkelkinder) zu einem Viertel erbt. In Verbindung mit § 1371 BGB (Zugewinnausgleich des Ehegatten) erhält der überlebende Ehegatte ein weiteres Viertel zum gesetzlichen Erbteil. Hier also insgesamt die Hälfte.

Hinsichtlich des Fahrzeugs lege ich zunächst zugrunde, dass dieses bereits vor dem Todesfall verkauft wurde? In diesem Fall ist der Wert als Schenkung zu betrachten und verbeleibt allein bei Ihrer Mutter. Etwas anderes würde nur gelten, wenn Pflichtteilsansprüche auszugleichen wären. Dies ist aber hier aufgrund der gesetzlichen Erbfolge nicht der Fall.

Sollten Sie Nachfragen haben, weitere Erläuterungen wünschen oder sonstige Hilfe benötigen, stehe ich sehr gerne zur Verfügung.

Sofern Sie keine Nachfragen mehr haben und mit meiner Antwort zufrieden sind, würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Hr. Stämmler,
Sie sprechen aber nur von der Hälfte des Vermögens von meine Vater also 10,000 Euro den die andre Hälfte ist Eigentum meiner und diese lebt ja noch. Und das Auto wurde erst nach dem Tod meines Stiefvaters verkauft.

Bitte könnten Sie so freundlich sein und mir nochmal darauf antworten.
Vielleicht so das mein Bruder das auch versteht wenn ich ihm dies vorlege.
Bogner
Vielen Dank für die Konkretisierung. Gerne werde ich hierauf eingehen.

Sofern die 10.000 im EIgentum der Mutter stehen, verbleiben diese selbstverständlich auch alleine bei der Mutter.

Die Erbmasse besteht dann nur aus den 10.000 Euro des Ehemann. Hiervon erbt die Mutter insgesamt die Hälfte, also 5.000 €. Die Berechnung erfolgt dabei wie folgt:

Erbmasse 10.000 €

Erbteil Ehegatte (Mutter) = 1/4 aus 10.000 € (Ehegatte neben Kindern und Enkelkindern) + 1/4 € aus 10.000 (Zugewinnausgleich im Todesfall) = 5.000 €

Das Auto zählt grundsätzlich mit in die Erbmasse. Ein Verkauf hätte damit nicht ohne weiteres stattfinden dürfen. Etwas anderes gilt nur, wenn das Auto zum sog. Voraus gehört. Dieser ist in § 1932 BGB geregelt. Einschlägig ist hier § 1932 II BGB - Voraus neben Erben erster Ordnung. Danach gebühren dem überlebenden Ehegatten die zum Haushalt gehörenden Gegenstände, soweit er Sie zur Führung eines angemessenen Haushalts benötigt. Das Familienauto zählt grundsätzlich zum Voraus. Dies wird hier aber durch die Notwendigkeit einer angemessenen Lebensfürhung eingeschränkt. Sofern also die Mutter ein eigenes Auto hatte oder keines benötigt, fällt der PKW nicht zwingend in den Voraus. Das Geld ist dann leider der Erbmasse zuzurechnen. Hier ist aber immer eine Abwägung vorzunehmen ob der Gegenstand benötigt wird oder nicht.

Selbstverständlich stehe ich auch für weitere Nachfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
RA Stämmler und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Hr. Stämmler,
haben Sie vielen Dank XXXXX XXXXX damit kann ich etwas anfangen.

LG
Bogner
Sehr gerne.

Sofern Sie keine Nachfragen mehr haben, würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen