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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, bitte teilen Sie mir mit,

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte teilen Sie mir mit, was alles zur Erbmasse gehört. Mein Vater ist verstorben, er war in 2. Ehe verheiratet und ich bin der einzige leibliche Sohn.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Wild
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:


Mit Ermasse ist im rechtliche Sinne der Begriff Nachlass gemeint.

Nachlass ist die Gesamtheit des aktiven und passiven Vermögens eines Verstorbenen.

Zum Aktivnachlass zählen alle vermögensrechtlichen Positionen des Erblassers am Todestag, insbesondere:

Grundstücke / Eigentumswohnungen, wobei es für die Zuordnung zum Nachlass nur darauf ankommt, wer als Eigentümer im Grundbuch steht (wenn Ehegatten zum Beispiel das Familienhaus als ihr gemeinsames Eigentum ansehen, aber nur einer im Grundbuch steht, fällt die Immobilie nur in den Nachlass, wenn derjenige verstorben ist, der im Grundbuch eingetragen ist)
Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen (z.B. GmbH-Anteile); hier ist die Bewertung in aller Regel sehr kompliziert und langwierig
Bankguthaben / Geldanlagen / Aktien / Bausparverträge (inklusive der bis zum Todestag aufgelaufenen Zinsen und Tantieme); übrigens muss der Erbe gegenüber dem Pflichtteilsberechtigten auch Schwarzgeld angeben (verschweigt der Erbe dies, macht er sich wegen Betrug strafbar)
Bei Bankkonten muss man prüfen, auf wen das Konto lief. Prinzipiell fällt ein Bankkonto, Sparbuch etc. nur dann in den Nachlass, wenn es auf den Verstorbenen angelegt war. Bei Konten von Ehegatten, auf das beide Zugriff hatten (Und- bzw. Oder-Konto) fällt als Grundsatz nur die Hälfte des Guthabens zum Todestag in den Nachlass, die andere Hälfte gehört dem und verbleibt beim länger lebenden Ehegatten. Ausnahmen von diesem Grundsatz sind in besonderen Umständen aber möglich.
Bargeld, persönliche Habe (Uhren, Schmuck, Münz- oder Briefmarkensammlungen etc.), Wertgegenstände, Kfz u.s.w.
Forderungen des Erblassers (z.B. Darlehensrückforderungen), auch wenn sie gegen den Erben gerichtet waren
Geldwerte Persönlichkeitsrechte oder Immaterialgüterrechte (Vermarktung von Name, Bild, Urheberrechten etc.).
Steuerrückerstattungsansprüche.


Vom oben ermittelten Aktivnachlass sind alle Passiva (Verbindlichkeiten) abziehen, die am Todestag des Erblassers bereits bestanden haben.


Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage damit beantworten.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.


Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gehört auch ein Auto, dass auf den Erblasser zugelassen war, zur Erbmasse?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfragen, ich darf jedoch darum bitten, dass Sie erst dann eine Bewertung vornehmen, wenn Ihre Frage abschließend beantwortet wurde. Vielen Dank.

Wie in meiner Ausgangsantwort bereits angegeben gehören auch Fahrzeuge zum Nachlass. Wenn der Erblasser Eigentümer des Fahrzeuges war, ist dieses in die Erbmasse einzustellen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Selbstverständlich können Sie weitere Nachfragen stellen. Wenn Ihre Frage beantwortet wurde, bitte ich um eine positive Bewertung meiner Antwort.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier,ich bedanke mich für die prompte und zufriedenstellende Beantwortung meiner Frage. Gerne wieder.Mit freundlichen GrüßenRalf Wild ,
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Es freut mich sehr, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

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