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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16349
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine Mutter ist gerade mit

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Mutter ist gerade mit 86 Jahren verstorben. Jetzt melden sich so die Söhne nacheinander, welche sich zu Lebzeiten nicht kümmerten. Ein Sohn hat sich seit über 40 Jahren und ein zweiter Sohn sehr lange nicht gekümmert. Den letzteren Sohn hat sie vor 3 Jahren das letzte Mal gesehen. Ich bin der jüngste Sohn (50 Jahre) und ich habe mich in den letzten 18 Jahren sehr intensiv mit meiner Frau zusammen um meine Mutter gekümmert. Laut noch nicht veröffentlichten Testament bin ich zum Alleinerben eingesetzt.
Kann ich meinen Brüdern den Zutritt zu der Wohnung meiner Mutter verwehren?
Kann ich meinen Brüdern die Teilnahme an der Trauerfeier verwehren?
Ich bitte hier kurzfristig um Beistand.
Mit freundlichen Grüßen
Jüngster Sohn
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,



vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Zuerst einmal mein Beileid !


Als wahrscheinlicher Alleinerbe geht mit dem Tod Ihrer Mutter das gesamte Vermögen, inklusive aller Rechte und Pflichten auf Sie über.

Das geschieht im Augenblick des Todes, man nennt das Universalsukzession.

Das gilt unabhängig davon , ob das Testamwnr chon eröffnet ist oder nicht.


Daher sind Sie dann auch an der Wohnung Ihrer Mutter berechtigt und verpflichtet und haben das Hausrecht.


Sie können den Brüdern also den Zutritt verwehren.




Was die Trauerfeier anbelangt so würde ich hier überlegen:


Was hätte denn Ihre Mutter gewollt ?

Immerhin sind die beiden ihre Kinder und daran ändert auch nichts, dass sie sich jahrelang nicht gekümmert haben.


In rechtlicher Hinsicht gilt, dass die Beerdigung und die Trauerfeierlichkeiten Angelegenheiten der Totensorge sind



Hier kann der Verstorbene zu Lebzeiten jemanden bestimmen, der diese wahrnimmt.

Das kann auch stillschweigend geschehen.


Dabei ist aber stets dem Willen des Verstorbenen Rechnung zu tragen


Liegt keine Bestimmung vor, so sind die nächsten Verwandten berufen.


Das sind Sie und die Brüder als Kinder .


Sie können also den Brüdern,die mit Ihnen zusammen die Totensorge innehaben, den Zutritt zur Trauerfeier nicht verwehren






Bitte teilen Sie mir mit, ob Sie mit dieser Antwort zufrieden sind oder Rückfragen haben







Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Frau Schiessl,
vielen Dank für Ihre schnelle Beantwortung meiner Fragen. Es hat mich in meiner Entscheidung bestärkt.
Alles Gute und mit freundlichen Grüßen
(von Moderation entfernt)
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,



wenn ich Ihnen weiterhelfen konnte bitte ich sehr höflich um positive Bewertung

vielen Dank
Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Frau Schiessl,

ich habe Ihnen noch eine Antwortfrage gestellt. Haben Sie diese in Bezug auf die Form der Beisetzung meiner Mutter erhalten? Bitte um kurze Rückinfo, da ich Probleme bei der Versendung hatte.
Vielen Dank
Jünster Sohn
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

bitte Frage noch einmal stellen, ich habe nur das bekommen, was Sie hier lesen können

danke
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Frau Schiessl,
in Bezug auf die Beisetzung hat meine Mutter im Testament folgendes festgelegt:"Ferner ist es mein Wunsch, dass ich nach meinem Ableben im Grab der Unvergessenen auf dem Hauptfriedhof der Stadt Suhl beigesetzt werde. Diese Form der Beisetzung gibt es in Suhl nicht mehr, das Testament stammt vom April 2005. Es gibt zur Zeit 2 Formen der anonymen Beisetzung in Suhl. Erstere ist das anonyme Urnengemeinschaftsgrab (grüne Wiese), eine zweite Form ist das Urnengemeinschaftsgrab mit eigener Namensnennung an einer Stele (12 Urnen im Gemeinschaftsgrab mit jeweils einer Stele mit Namensnennung). Die 2. Form ist bedeutend teurer aber für mich die würdigere Form. Ist die zweite Form der Beisetzung mit dem Willen meiner Mutter im Testament zu vereinbaren? Es wird sich durch diese Form natürlich der Erbpflichtteil meiner enterbten Brüder schmälern.
Mit freundlichen Grüßen
jüngerer Sohn
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


das Grab der Unvergessenen ist die anonyme Beerdigung ?


Wenn es das nicht mehr gibt müssen Sie das nehmen, was dem Wunsch der Mutter am nächsten kommt.


Ich würde Ihnen empfehlen, das Urnengemeinschaftsgrab mit Namensnennung zu nehmen, denn das ist die würdigere Form und gibt Ihnen und den Angebörigen der Mutter einen Ort, den Sie aufsuchen
können, um zu trauern



Dass sich der Pflichtteil schmälert können die Brüder verschmerzen
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Frau Schiessl,
vielen Dank für die sehr kurzfristige Bearbeitung meiner weiteren Frage.
In einer Zeit der Trauer muss man sich mehr um solche Probleme kümmern als um sich selbst. Es ist schlimm, wenn man hier ständig die "lieben Brüder" im Nacken hat.
Vielen Dank
jüngerer Sohn
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter jüngerer Sohn ,


gerne geschehen und ich wünsche Ihnen alles Gute
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Frau Schiessl,
vielen Dank für Alles und wenn wir uns nicht mehr hören sollten,
Sie sind eine tolle Hilfe gewesen und ich werde mich gern an Sie erinnern.
Mit freundlichen Grüßen
(von Moderation entfernt)
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


das ist sehr lieb , dass Sie das schreiben.

Ihnen alles Gute
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau Schiessl,


es ist bereits einige Zeit vergangen und ich hoffe sehr, dass Sie meine Frage auch erhalten. Bisher ist alles ruhig verlaufen und meine Brüder haben sich zurückgehalten. Am 31.08.12 ist nun auch die Urnenbeisetzung meiner Mutter.


Nun meine letzte Frage. Muss ich einen Erbschein rechtlich beantragen oder muss ich nicht unbedingt, obwohl noch 2 Pflichtteilerben da sind?


Ich besitze eine Generalvollmacht z.B. zur Kündigung ihrer Wohnung und


Auflösung des Kontos nach Abschluss des Nachlasses.


Mit freundlichen Grüßen


Michael Göhre

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


ein Erbschein dient der Legitimation Ihrer Erbestellung gegenüber Banken etc.


Wenn ein solcher von den Banken verlangt wird, müssen Sie ihn beantragen.



Rechtlich dazu verpflichtet sind Sie aber nicht


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Schiessl
RA
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau Schiessl,


vielen Dank für die wie gewohnt schnelle Antwort. Ein Bekannter sagte mir, dass ich einen Erbschein beantragen muss, sonst muss ich Steuern auf das Erbe bezahlen. Die Wohnungseinrichtung wurde von mir einer Möbelbörse kostenlos überlassen und der Kontostand wird nach Abschluss bei ca. 2.500 € liegen. Ich habe zwar eine Kopie vom beim Nachlassgericht hinterlegten Testament aber es ist ja nicht offiziell eröffnet.


Also muss ich trotzdem keinen Erbschein beantragen. Bitte darauf kurz.


Mit freundlichen Grüßen


Michael Göhre

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


der Erbschein hat mit Steuern nichts zu tun, sondern dient nur als Nachweis.

Was Ihr Bekannter da meint ist leider Unsinn.

Ihr Freibetrag nach dem ErbSTG liegt bei 400.000 Euro, egal ob Erbschein oder nicht

Da der Erbschein nicht umsonst ist , sollte er nur beantragt werden, wenn das nötig ist.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Frau Schiessl,


 


vielen, vielen Dank für Ihre Antworten. Machen Sie weiter so und für Sie persönlich alles Gute, Gesundheit und Erfolg.


 


Mit freundlichen Grüßen


Michael Göhre

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank und ich darf die netten Wünsche zurück geben

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