So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Claudia Schiessl.
Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17042
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo, ich habe von einer Inkassofirma (EOS DID) Post bekommen,

Beantwortete Frage:

Hallo,
ich habe von einer Inkassofirma (EOS DID) Post bekommen, ich soll 2005 etwas bei Otto in der Höhe von 143,00€ bestellt, aber nicht bezahlt haben. Anscheinend wurde mir 2007 ein Vollstreckungsbescheid zugestellt, diesen hat das Inkassobüro mit der Forderung von inzwischen 477 € mitgeschickt. Das Unverständliche ist für mich hier, dass ich noch niemals etwas bei Otto bestellt habe. Und auch, dass weder das Geschlecht noch mein Name auf dem Antrag stimmt. Habe bereits bei Otto angerufen, die haben anscheinend keine Unterlagen mehr und das Amtsgericht in Hamburg, das den Vollstreckungsbescheid ausgestellt hat, haben momentan keine Daten zur Einsicht, da diese archiviert sind.

Ich weiß nicht wie ich darauf reagieren soll, ich habe schonmal mit dem Inkassobüro zu tun gehabt und habe damals 600€ bezahlt, weil ich dachte meine Mutter hätte damals etwas auf meinen Namen bestellt gehabt. Ich weiß nicht wieviele Forderungen da vielleicht noch kommen, die ich mir nicht erklären kann.
Vielleicht können Sie mir weiterhelfen.

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Leider ist es so, dass das Mahngericht einen Mahnbescheid nicth auf dessen Richtigkeit überprüft, auch nicht den auf seiner Grundlage ergehenden Vollstreckungsbescheid.

Dieser Vollstreckungsbescheid ist einem Urteil gleichzusetzen, die darin enthaltene Forderung kann auch zwangsweise per Gerichtsvollzieher durchgesetzt werden.


Gegen den Mahnbescheid kann man binnen 14 Tagen Widerspruch, gegen den Vollstrekungsbescheid binnen 14 Tagen Einspruch einlegen


Versäumt man diese Fristen so ist die Forderung rechtskräftig festgestellt.



Sie können also leider gegen die Hauptforderung nichts mehr unternehmen, diese ist aufgrund der verstrichenen Fristen rechtsgültig und nicht mehr abänderbar.

Das gilt leider auch, wenn der Inhalt falsch ist.



Wogegen Sie sich wehren können ist ein Teil der Zinsen.

Wird nämlich kein Vollsreckungsversuch unternommen verjähren diese binnen 3 Jahren.


Es sind also die Zinsen für die Jahre bis einschließlich 2008 verjährt.


Es können nur noch die Zinsen ab 2009 geltend gemahct werden.


Diese und den restlichen Betrag müssen und sollten Sie bezahlen, um noch eine weitere ERhöhung der Forderung zu vermeiden.



Wenn die Mutter die Sachen auf Ihren Namen bestellt hat haben Sie gegen die Mutter driekt einen Anspruch, dass sie Ihnen das as Sie bezahlt haben erstzt





Bitte teilen Sie mir mit, ob Sie noch Nachfragen haben oder ob Sie mit der Antwort zufrieden sind

danke








Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Aber ich habe dort niemals etwas bestellt, ich verstehe nicht, wie es zu so einer Forderung kommen kann. Im Internet wird in einigen Foren geraten, die Firma wegen Betruges und Täuschung anzuzeigen.
Es kann doch nicht sein, dass ich jetzt damit leben muss, dass vielleicht 2 mal im Jahr solch eine Forderung kommt, für etwas was ich nicht gemacht habe.
Ich möchte das nicht bezahlen und suche nun Mittel und Wege, wie ich dies ermöglichen kann.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


es ist leider so, dass wenn man die beiden Fristen verstreichen lässt, nämlich die Widerspruchsfrist und die Einspruchsfrist die Forderung , egal auf welche Weise sie zustande gekommen ist als rechtskräftig festgestellt gilt.

Man hat ja die beiden Fristen, um seine Einwendungen vorzubringen und wenn diese verstreichen kann man leider nichts mehr machen.



Sie werden es leider bezahlen müssen, sonst kann man bei Ihnen pfänden und das ist ärgerlich und teuer


Bis auf die Zinsen gibt es keinen Ausweg.


Auch Strafanzeigen sind nicht erfolgversprechend, da Sie dazu den Sachverhalt genau kennen müssen


Zudem wird man Ihnen dann vorhalten, dass Sie ja hätten Einspruch einlegen können




Ich bedauere sehr, aber ich kann Ihnen nur die Rechtslage erläutern, die nicht zu Ihren Gunsten ausfällt




Bitte teilen Sie mir mit, ob Sie mit meiner Antwort zufrieden sind, danke
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Bewertung


vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich habe weder eine Mahnung noch einen Vollstreckungsbescheid erhalten.

Ich verstehe nicht, wie es dafür keinen Ausweg geben kann. Ich habe nichts bestellt und trotzdem fordert man von mir eine 4 fache Summe von dem Grundbetrag. Niemand kann mir sagen, was damals bestellt worden sein soll und ich soll es jetzt einfach bezahlen..
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


Mahn und Vollstreckungsbescheid müssen an Sie förmlich zugestellt worden sein.

Das kann auf verschiedene Arten erfolgt sein

Auch wenn Sie keine Kenntnis von einer Zustellung hatten, ist eine Zustellung rechtlich möglich.


Schauen Sie sich den Vollstreckungsbescheid einmal an, wie denn die Zustellung damals erfolgte



Es bleibt dabei, dass wenn die Zustellung an Sie ordnungsgemäß erfolgt ist, Sie leider die Forderung zu bezahlen haben

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Bitte Rückfragen immer gleich hier stellen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dort steht nur, dass der Bescheid 2007 zugestellt wurde, aber zu dieser Zeit hat meine Familie nicht mehr unter der auf dem Mahnbescheid geschriebenen Adresse gewohnt.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


aha, da klärt sich das Mißverständnis schon auf.


Man hätte hier einen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand stellen und zugleich Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid beim Mahngericht einlegen können ( Gericht von dem der Vollstreckungsbescheid stammt)

Das ist aber leider nach dem Ablauf eines Jahres vom Ende der versäumten Frist nicht mehr möglich



Es ist zu lange her, Sie können nichts mehr machen


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gut, wie ich sehe gibt es keinen Ausweg.
Ich dachte, dass es unmöglich wahr sein kann, dass ich für soetwas haften muss und dass es eine Lösung für so ein Problem geben muss.

Vielen Dank.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es tut mir irrsinnig leid, aber da kann man nicht mehr tun


Ich bitte trotz der Hiobsbotschaft höflich um positive Bewertung meiner Antwort, denn für die Rechtslage kann ich leider nichts


Vielen Dank XXXXX XXXXX Verständnis


Claudia Schiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.