So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RABildt.
RABildt
RABildt, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 74
Erfahrung:  Erste und zweite juristische Staatsprüfung
69131740
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RABildt ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, kam heute vom Arzt, der mir

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, kam heute vom Arzt, der mir nach langer Krankheit (seit 03 - 2012), es war eine komplizierte Wirbelfraktur. Ich rief meinen Arbeitgeber an, um ihm mitzuteilen, dass ich ab 23.07.2012 auf ausdrückliche Zustimmung zum Arbeitsversuch wieder an meinen Arbeitsplatz zurückkehre. Mir wurde vom Heimleiter mitgeteilt, dass ich sowieso die Kündigung zum 30.09.2012 morgen im Briefkasten hätte. Dabei habe ich immer zeitnah alle Bescheinigungen vorgelegt sowie auch telefonisch Bescheid gegeben. Sogar habe ich eine Kopie des Befundes vom MRI / MRT von einem speziellen Röntgeninstitut vorgelegt, was ich natürlich nicht muss. Ich wollte aber, dass man mir glaubt.
Dazu kommt noch, dass man mich bis Ende der Kündigungsfrist vom Dienst unter Weiterzahlung der Bezüge freistellt. Da stimmt etwas nicht. Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen. Der einzige Vorwand vom AG besteht darin, dass ich vielleicht die Arbeit nicht schaffen könnte, was völliger Quatsch ist. Ich weiss, dass in letzter Zeit viele Mitarbeiter seit Übernahme der neuen Chefs Okt. 2011 gekündigt wurden. Einige erfahrene MA gingen von sich aus, weil die Führungsebene doch eine sehr eigenartige Politik hat. Sehr freue ich mich auf eine Antwort, denn das kann alles nicht sein. Soll ich juristisch vorgehen. Soll ich eine Abfindung fordern oder soll ich gar nichts machen?
Mit freundlichen Grüssen, Anita Gurk
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RABildt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragenstellerin,

eine Kündigung wegen krankheitsbedingter Fehlzeiten und der Besorgnis, dass weitere Fehlzeiten aufgrund von Krankheit anfallen ist grundsätzlich möglich. Der Arbeitgeber kann jedoch seinen kranken Arbeitnehmer nicht ohne Weiteres kündigen. Die Kündigung ist nur unter den Voraussetzungen des § 1 Abs. 2 KSchG als personenbedingte Kündigung sozial gerechtfertigt, wenn eine lang anhaltende Erkrankung und damit Arbeitsunfähigkeit auf nicht absehbare Zeit vorliegt. In Ihrem Fall bestand eine Arbeitsunfähigkeit zwar für fünf Monate, dabei jedoch ist zu berücksichtigen, dass es sich um einen - wenn auch komplizierten Bruch - handelt. Wenn aus medizinischer Sicht nicht mit Folgeschäden gerechnet werden, die auch in Zukunft längere Fehlzeiten mit sich bringen, wäre diese Kündigung sozial nicht gerechtfertigt. Sie müssten jedoch auch trotz der Freistellung durch Ihren Arbeitgeber Ihre Arbeitsleistung anbieten.

Sie könnten aus diesem Grunde eine Kündigungsschutzklage erheben. Die Frist dazu ist nach § 4 KSchG drei Wochen. Wenn das Gericht feststellt, dass die Kündigung sozial unwirksam ist, kann es nach § 9 Abs. 1 KSchG den Arbeitgeber auch zur Zahlung einer angemessenen Abfindung zu verurteilen.

Sie können versuchen auch innerhalb der Klagefrist mit dem Arbeitgeber über eine Abfindung zu verhandeln, die sich an den Vorgaben des § 10 KSchG richten sollte. Ist dies aussichtslos sollten Sie ernsthaft über die Einreichung einer Kündigungsschutzklage denken.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit dieser ersten Einschätzung weiterhelfen und würde mich über eine positive Bewertung freuen. Gerne würde ich auch eine Vertretung gegenüber Ihrem Arbeitgeber übernehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Dominik Bildt
Rechtsanwalt

RABildt und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt, was ich unbedingt noch anfügen muss, ist, dass ich in der Schweiz lebe und arbeite. Ich weiss nun nicht, ob hier anderes Recht gilt. Gern würde ich Sie als meinen Vertreter in diesen Angelegenheiten annehmen. Freundliche Grüsse, Anita Gurk
Experte:  RABildt hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragenstellerin,

wenn Sie in der Schweiz arbeiten und leben wäre Schweizer Recht anwendbar. Wie die Rechtslage in der Schweiz ist, kann ich Ihnen leider nicht mitteilen, da ich nur in Deutschland und Frankreich juristisch ausgebildet bin. Sie sollten deshalb einen Kollegen in der Schweiz aufsuchen.

Mit freundlichen Grüßen

Dominik Bildt
Rechtsanwalt

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz