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RABildt
RABildt, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 74
Erfahrung:  Erste und zweite juristische Staatsprüfung
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RABildt ist jetzt online.

Guten Tag, mein Mann hat diese Nacht unter Alkoholeinfluß zwei

Kundenfrage

Guten Tag, mein Mann hat diese Nacht unter Alkoholeinfluß zwei parkende Autos beschädigt. Unser Auto sieht entsprechend schlimm aus. Mein Mann war 36 Jahre bei der Berufsfeuerwehr (seit 2 Jahren pensioniert) und hat sich in der Richtung nie etwas zu schulden kommen lassen, im Gegenteil , er ist ein Sicherheitsfanatikerer.
Er wollte etwas in das Auto legen um dann mit der Strassenbahn nach Hause zu fahren, so auch die Aussagen der Freunde von der Feier. Ab da muß er wohl ein ziemliches Blackout gehabt haben und hat sich ans Lenkrad gesetzt, und erst etwas am Auto gemerkt - es ließ sich nicht mehr lenken - als der Crash schon passiert war. Damit sein Auto die befahrene Strasse nicht blockiert, hat er es ca. 100 m weiter in einer Seitenstrasse geparkt.(Das ist wohl Automatismus - Berufsfeuerwehr) Anwohner hatten allerdings schon die Polizei benachrichtigt, die wiederum den Rett.Wagen, weil mein Mann beim Aussteigen gestürzt ist. Im Krankenhaus wurde ihm ein Atemalkohol von 1 nachgewiesen - was ja auch nicht zu übersehen war ! Das hieße, er hätte fast 2 Promille gehabt ? Nun haben wir gehört, daß´ihm wohl auch noch "Fahrerflucht" zu Last gelegt werden soll. Meine Fragen sind ... sollen wir uns einen Anwalt nehmen, was kann strafrechtlich auf uns zukommen und kann die Polizei von Fahrerflucht ausgehen, wenn beim Eintreffen mein Mann im Auto saß ? Er selbst weiß nicht mehr sehr viel von dem ganzen. Für Ihre Antworten danke XXXXX XXXXX voraus.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RABildt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragenstellerin,

Ihr Mann sollte einen Rechtsanwalt zu Rate ziehen. In Betracht kommt hier Straftaten nach § 316 StGB (Trunkenheitsfahrt) und nach § 142 StGB ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort. Fraglich ist, ob die Trunkenheitsfahrt Ihrem Mann nachgewiesen werden kann. Der Tatnachweis ist bei der Feststellung durch die Atemalkoholkonzentration umstritten. Aus diesem Grund wird durch die Polizei bei dem Verdacht einer Trunkenheitsfahrt regelmäßig eine Blutprobe entnommen um die Blutalkoholkonzentration festzustellen.

Auch steht hier der Vorsatz für ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort in Frage, da Ihr Mann nach Ihren Angaben, den Wagen in einer Seitenstraße parken wollte um den Verkehr nicht weiter zu gefährden. Es kommt im Endeffekt darauf an, ob Ihr Mann die Feststellung an der Unfallbeteiligung ermöglichen wollte. Ist dies der Fall, besteht keine Strafbarkeit wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

Ich rate Ihrem Mann dringend, keine Aussage bei der Polizei zu machen, als Beschuldigte einer Straftat hat er das Recht zum Tatgeschehen zu schweigen. Ihr Mann muss weiterhin noch nicht einmal der Vorladung der Polizei zur Beschuldigtenvernehmung Folge leisten. Insofern sollte Ihr Mann insbesondere in Hinblick auf die schwierige Beweislage einen Rechtsanwalt einschalten. Auch wenn er unbestraft ist, kann im Falle einer Verurteilung eine hier zu erwartenden Geldstrafe hoch ausfallen. Dazu kommt, dass Ihrem Mann die Fahrerlaubnis entzogen werden kann (§§ 69, 69a StGB). Dass bedeutet, dass er die Berechtigung für das Fahrzeug führen für die in 69a StGB genannte verlieren würde. Auch kommt die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Begutachtung in Betracht.


Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Konkretisierung weiterhelfen und würde mich über eine positive Bewertung und Akzeptierung Ihrer Antwort freuen. Für weitere Nachfragen sowie eine Vertretung Ihres Mannes stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dominik Bildt
Rechtsanwalt

RABildt, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 74
Erfahrung: Erste und zweite juristische Staatsprüfung
RABildt und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

guten Tag Herr Bildt, aufgrund dessen, daß mein Strafbefehl noch nicht eingegangen ist, habe ich doch noch einige Fragen. Im Internet lese ich sehr oft, daß eine solche Trunkenheitsfahrt mit Folgen (geparkte Autos beschädigt) nach dem § 315c STGB verhandelt wird. Sie schrieben in der ersten Antwort ... nach § 316 STGB. Eine Fahrerflucht wurde lt. Polizei ausgeschlossen !

Welche Strafen nach einer dieser beiden Paragraphen könnten für mich infrage kommen ?

Ein Blutbild und die dafür notwendigen Leberwerte habe ich machen lassen und das Ergebnis ist absolut negativ, was ja wohl darauf hinweist, dass keine Schädigungen an der Leber vorliegen.

Dieses Ergebnis wollte ich u.a. unserem Anwalt zukommen lassen. Außerdem habe ich nach einem Beratungsgespräch bei der pima-mpu einen Verkehrspsychologen aufgesucht.

Ich weiß nicht, ob ich mir diese sehr hohen Kosten auch ersparen kann. Sie merken, es sind doch 2 oder drei Fragen geworden und ich würde mich freuen, wenn Sie mir diese evtl. beantworten könnten.

Experte:  RABildt hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

hier kommt keine Strafbarkeit nach § 315c StGB soindern nur § 316 StGB in Betracht, kein Vorsatz für eine Beschädigung des parkenden Autos vorlag. Für eine weitere Vertretung stehe ich Ihnen mit meinen Kontakdaten neben meinen Fotos zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dominik Bildet
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Guten Tag, nachdem mein Anwalt Akteneinsicht nehmen konnte, steht fest, daß ein Zeuge Fotos gemacht hat, wie ich am Unfallort "irritiert und alkoholisiert " um mein Auto gegangen bin, dann ca. 1 km gefahren und wieder am Unfallort zurückgekommen bin. Lt. Akteneinsicht ist es Unfallflucht. Ich habe - was ich auch nicht mehr in Erinnerung habe wegen meines Blackout - im Krankenhaus der Polizei gesagt, daß ich getrunken habe, daß ich gefahren bin und auf keinen Fall Unfallflucht begehen wollte, sondern zurückgefahren wäre. Dass ich überhaupt im Krankenhaus etwas dazu gesagt habe, weiß ich auch nicht mehr. Können Sie mir sagen, was jetzt auf mich zukommt ? Mein Anwalt spricht von ca. 24 Monaten Führersch.-Sperre, doppelter Regress der Kfz-Haftpflicht und ca. drei Monatsgehältern. Er hat noch keine Stellungnahme gegenüber der Staatsanwaltschaft abgegeben. Das soll wohl in der kommenden Woche geschehen. Danke für Ihre Mühe.

Experte:  RABildt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

es kann durchaus sein, dass Ihnen der Führerschein entzogen wird. Denn gemäß §§ 69, 69a StGB ist eine Sperre möglich, wenn eine Straftat im Straßenverkehr begangen wird. Ein Entzug des Fahrerlaubnis ist bis zu fünf Jahre möglich. In Ihrem Fall denke ich, dass zwei Jahre zu viel wären. Auch eine Geldstrafe von drei Monatsgehältern wäre meiner Einschätzung zu hart. Dies würde 180 Tagessätzen entsprächen. Ein konkretes Strafmaß ist allerdings im Gesetz nicht vorgesehen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen eine Einschätzung geben und würde mich über eine positive Bewertung freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dominik Bildt
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Herr Rechtsanwalt Bildt, danke für Ihre Antwort. Aber eine Sperre des Führerscheins ist klar und die Geldstrafe auch. Aber was ist mit der Unfallflucht, die ich bei der Befragung der Polizei verneint habe, da ich schließlich zurückgekehrt sei ? Und mit welchem Regresss kann die Haftpflichtvers. mich beanspruchen ? 5000 oder 7.500 Euro ? Danke !


 

Experte:  RABildt hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

da Sie sich vom Unfallort entfernt haben, indem Sie einen Kilometer gefahren sind, ist damit auch ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort gegeben. Ein strafbefreiender Rücktritt dürfte auch nicht möglich sein, da die Tat wegen der erfolgten Entfernung bereits vollendet war.

Auch mit einem Regress der Haftpflichtversicherung müssten Sie rechnen, da Sie unter Alkoholeinfluss gefahren sind. Die Versicherung kann dann Regress in der Höhe verlangen, in welcher Sie den Schaden einer anderen Person beglichen hat. Ob dies 5.000 € oder 7.500 € sind kann ich Ihnen nicht mitteilen, da mir keine Information zu dem Schaden vorliegen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Antwort akzeptieren oder eine positive Bewertung abgeben.

Mit freundlichen Grüßen

Dominik Bildt
Rechtsanwalt

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