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RAScheibe
RAScheibe, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 11
Erfahrung:  2. Staatsexamen
65956510
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RAScheibe ist jetzt online.

Hallo! Mein Sohn, 17 Jare alt wurde heute nacht mit seinem

Kundenfrage

Hallo! Mein Sohn, 17 Jare alt wurde heute nacht mit seinem Roller unter Alkohleinfluss
0,78 Promille von der Polzei erwischt. (das erste Mal, dass er überhaupt polizeilich
aufgefallen ist) Z.zt. macht er seinen Führerschein und ist damit fast fertig.
Was kommt jetzt auf uns zu als Eltern und auf meinen Sohn zu?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RAScheibe hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank XXXXX XXXXX Nutzung von justanswer.
Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Ich gehe zunächst von der Annahme aus, dass Ihr Sohn den Moped Führerschein hat und gerade dabei ist den PKW Führerschein zu machen.

Zunächst einmal ist wichtig zu unterscheiden, wie der Wert 0,78 Promille festgestellt wurde (Atemalkohol oder Blutuntersuchung).

Handelt es sich bei 0,78 Promille um die Blutalkoholkonzentration, dXXXXX XXXXXegt relative Fahruntüchtigkeit vor, wenn zusätzlich Ausfallerscheinungen festgestellt wurden (z.B Schlangenlinien beim Fahren).
Der Tatbestand des § 316 StGb wäre damit einschlägig und es droht ein Ermittlungsverfahren durch Polizei/Staatsanwaltschaft). Da Ihr Sohn noch Jugendlicher im Sinne des Gesetzes ist, kommt ein in diesen Fällen üblicher Strafbefehl nicht in Betracht. Sofern der Staatsanwalt das Verfahren nicht vorher einstellt (da Ihr Sohn keine Vorstrafen hat), kann es zu einer Hauptverhandlung vor dem Jugendrichter kommen.
Der Jugendrichter hat dann verschiedene Möglichkeiten der Ahndung.
Daneben droht bei einer Verurteilung auch noch die Entziehung der Fahrerlaubnis sowie eine Sperre zur Neuerteilung.

Für den Fall dass bei Ihrem Sohn keine Ausfallerscheinungen festgestellt wurden, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit die mit einer Geldbuße, Punkten in Flensburg sowie einem möglichen Fahrverbot geahndet werden kann. Zudem kann die Probezeit, in der sich Ihr Sohn wahrscheinlich noch befindet, verlängert werden. Auch eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) ist möglich, sofern die Führerscheinstelle Zweifel an der Tauglichkeit zum Führen eines Kraftfahrzeuges hat.

Abhängig davon, ob Ihr Sohn bereits eine Aussage bei der Polizei gemacht hat oder nicht, folgt wahrscheinlich noch eine Anhörung als Beschuldigter bei dem die Eltern das Recht haben dabei zu sein.

Ich rate in solchen Fällen allgemein davon ab, eine vorschnelle Aussage bei der Polizei zumachen. Sie sollten vielmehr, falls Sie bzw. Ihr Sohn unsicher sind, einer Rechtsanwalt vor Ort aufsuchen und diesen mit der Akteneinsicht beauftragen. Erst wenn der Akteninhalt bekannt ist, kann über eine mögliche Einlassung nachgedacht werden.

Ich hoffe, Ihnen für eine erste rechtliche Orientierung behilflich gewesen zu sein.

Ich weise darauf hin, dass das beabsichtigte oder unbeabsichtigte Zurückhalten relevanter Informationen die rechtliche Beurteilung radikal verändern kann. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung und basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhaltes kann dadurch nicht ersetzt werden.

Bitte bewerten Sie meine Antwort, wenn Sie zufrieden sind. Nur durch eine positive Bewertung wird meine Arbeit vergütet. Sollten Sie nicht mit meiner Antwort zufrieden sein, können Sie beliebig oft nachfragen, bis Sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Scheibe
Rechtsanwalt

Die eingestellte Antwort steht unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der positiven Bewertung. Die Erbringung unentgeltlicher Rechtsberatung ist in Deutschland nach zwingendem Recht nicht gestattet.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Zur Info, es wurde kein Bluttest vorgenommen und er hatte keine Ausfallerscheinugen.
Wäre es ratsam die Führerscheinprüfung die in einer Woche ansteht abzulegen,
oder erst das Verfahren abzuwarten?
Experte:  RAScheibe hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller

Ihr Sohn kann die Führerscheinprüfung ablegen. Damit Ihm bei einer möglichen Einstellung des Verfahrens bzw. der Ahndung als bloße Ordnungswidrigkeit keine Nachteile (in zeitlicher wie in rechtlicher Hinsicht entstehen) sollte er von seinem geplanten Erwerb des PKW Führerscheins nicht abrücken. Erst wenn er Nachricht von der Polizei, der Staatsanwaltschaft, dem Gericht oder der Führerscheinstelle kommt, sollte reagiert werden. Dies kann aber auch noch einige Wochen dauern.

Bitte machen Sie von Ihrem unbegrenzten Nachfragerecht Gebrauch, wenn Sie unzufrieden sind. Negative Bewertung können nicht gelöscht werden.
Eine Beurteilung per Ferndiagnose ist immer schwierig. Gerade im strafrechtlichen Bereich hängt die Beurteilung stark vom Einzelfall ab und lässt sich sehr schwer allgemeingültig voraussagen.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Scheibe
Rechtsanwalt
RAScheibe und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RAScheibe hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ergänzung:

Ihr Sohn hat bei diesem Alkoholwert und dem Fehlen von Ausfallerscheinungen eine Ordnungswidrigkeit begangen (§ 24a StVG). Für Fahranfänger gilt zudem zudem das absolute Alkoholverbot des § 24c StVG.

Die Ordnungswidrigkeit wird mit einer Geldbuße geahndet.