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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Andreas Scholz ist jetzt online.

guten Tag ich bin als externer Mitarbeiter bei einer grossen

Kundenfrage

guten Tag

ich bin als externer Mitarbeiter bei einer grossen Firma seit 27.12.2011 taetig. Die Stelle habe ich ueber eine Consulting Firma bekommen. Ich bin sehr gut bei meiner Arbeit und niemand hat sich jemals ueber mich beschwert. Am 01.06.2012 und waehrend ich normal gearbeitet habe, kam ein Arbeitskollege rein und gruesste mich soldatisch. Als Witz habe ich meine Hand gehoben (aehnlich wie ein Hitlergruss). Der Kollege guckte mich erstmal etwas komisch an, und ich erklaerte ihm, dass es nur Spass war. Darauf hat er auch gelacht und hat es auch so verstanden. Die Sache schien geklaert zu sein. Zudem muss ich sagen, dass ich als Deutscher nichts mit Faschismus am Hut habe und der groesste Beweis davon ist, dass mein Hauptwohnsitz in Griechenland ist und, dass ich mit meiner griechischen Frau 4 Kinder habe, die kaum Deutsch sprechen (soviel zu meiner Einstellung zum Faschismus).
Am 11.06.2012 und waehrend ich meine Familie in GR besuchte, bekam ich einen Anruf von der HR-Managerin der Firma, die mir mitteilen wollte, dass am 12.06 eine TelCo stattfinden wuerde mit einem anderen Manager, wegen des sogenannten "Hitlergrussvorfalls". Ich fiel von allen Wolken. Der Anruf hat statt gefunden und mir wurde mitgeteilt, dass ein Meeting deswegen schon war und, dass beschlossen wurde, dass ich nicht mehr da arbeiten kann. Dies mit sofortiger Wirkung!
Ich bin nicht rechtsradikal! Man hat mir noch nicht einmal die Chance gegeben bei diesem Meeting dabei zu sein. Es hat ein Arbeitskollege gegen mich ausgesagt, welcher gar nicht dabei war. Zudem war seine Aussage auch noch falsch ( ich haette eine heftige Auseinandersetzung und man muesste uns auseinanderreissen...um gottes willen!)
Ich will etwas gegen diese Verleumdung machen und weiss nicht was. Ich fuehle mich machtlos! Koennen Sie mir helfen
Mit Dank im Voraus
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Wegen der falschen Tatsachenbehauptungen sollten Sie Anzeige wegen Verleumdung erstatten.

Zudem haben Sie zivilrechtlich einen Unterlassungsanspruch gegen den Mitarbeiter, der derartige falsche Behautungen in die Welt setzt. Es kann in diesem Zusammenhang eine Unterlassungserklärung abgefordert werden.

Arbeitsrechtlich sollten Sie dem Arbeitgeber umgehend eine Gegendarstellung übermitteln und gegen eine etwaige Kündigung umgehen Klage vor dem Arbeitsgericht erheben.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
wie ich schon schilderte, handelt es sich nicht um ein normales Arbeitsverhaeltnis. Ich bin ein externer Mitarbeiter, d.h. ich bin selbstaendig taetig und stelle der Firma Rechnungen aus.
Welcher Arbeitskollege die "Sache" an das HR-Management weitergetragen hat, kann ich nur vermuten. Mir wird keine Auskunft darueber erteilt. Habe ich das Recht diesbezueglich genaue Auskunft zu bekommen und wie kann ich dies anstellen?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Andere.
brauche eine Antwort so schnell wie moeglich!
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

was in zivilrechtlicher und strafrechtlicher Hinsicht möglich ist, hat Ihnen der Kollege ja bereits geschildert.

Was Ihr Tätigkeitsverhältnis angeht, wäre Frage, ob Sie als externe Kraft in einem Dauerschuldverhältnis standen und etwa ein pauschale Vergütung nebst Provisionsanspruch beanspruchen durften oder aber jeweils für Einzelleistungen mandatiert worden sind. Nur im ersteren Falle wäre möglich, gegen eine Kündigung vorzugehen, denn ein wichtiger Grund wäre vom Vertragspartner im Streitfalle zu beweisen. Im letzteren Falle werden Sie schlechterdings keinen Einfluss darauf haben, ob der Geschäftspartner Sie weiterhin mit der Erbringung von Einzelleistungen beauftragt. Hier gilt die Vertragsfreiheit.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie haben mir immernoch nicht geantwortet, ob ich das Recht habe Auskunft darueber zu bekommen, wer die Sache an das HR-Management weitergetragen hat und was genau in dem besagten Meeting ueber mich berichtet wurde
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

einen klagbaren Auskunftsanspruch darauf, dass Ihnen Inhalte interner Besprechungen eines Geschäftspartners mitgeteilt werden, haben Sie nicht.

Mittelbar bestünden ein Pflicht hierzu seitens des Geschäfts-/Vertragspartners nur dann, wenn Sie tatsächlich vermögen eines wie auch immer gearteten Dauerschuldverhältnisses in Beziehung gestanden hätten. Dann nämlich müssen die Gründe für die Kündigung vom kündigenden Vertragspartner vorgetragen und auch bewiesen werden, was zwangsläufig heißt, dass der Vertragspartner sich über Informationen und deren Quelle vor Gericht im Rahmen der Beweisführen zu äußern hätte.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die HR-Managerin hat mir ins Gesicht gesagt, dass ich rechtsradikal bin. Was kann ich auf persoenliche Basis machen? Vom Arbeitsverhaeltnis ganz abgesehen!!!
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


auf persönlicher Basis könnten sie Strafantrag gegen die Dame wegen Beleidigung, § 185 StGB stellen. Die StA würde dann entscheiden, ob hier Ermittlungen zu erfolgen hätten.

Zivilrechtlich wäre, wie auch schon vom Kollegen Rösemeier erwogen, ein Unterlassungsanspruch denkbar, gerichtet darauf, künftig solche Einschätzungen über Ihre politische Ansichrichtung zu unterlassen.
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung: Rechtsanwalt
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