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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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Andreas Scholz ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben im Juli 2011 ein

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben im Juli 2011 ein Wochenendhaus gekauft. Der Verkäufer versicherte uns, daß alles neu wäre (Fenster, Putz, Türen etc). Es sah auch auf den ersten Blick so aus. Nach ca. 6 Wochen, war der Kellerraum (als Schlafraum genutzt) ganz schlimm an den Wänden und der Decke von Schimmel verfallen. Die Trockenlegungskosten betrugen 9.000,00 Euro. Nach Auskunft des Sachverständigen erfolgte keine korrekte Dämmung dieses Raumes. Wir vermuten, der Verkäufer hat nach Kauf alles nur oberflächlich aufgebessert, um den größtmöglichen Kaufpreis zu erhalten. Meine Frage, kann man im Nachhinein was tun, oder hätte man vorher alles genau überprüfen müssen, was ja eigentlich im Normalfall gar nicht möglich ist. Vielen Dank
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Verehrte Fragestellern,

Sie haben drei Möglichkeiten:

1. Wenn im Kaufvertrag die Mängelgewährleistung nicht ausgeschlossen war, machen Sie Ihre Gewährleisungsrechte geltend. Das machen Sie schriftlich, beschreiben Sie den Mangel und die Kosten die Sie hatten und fordern Sie zur Erstattung dieses Betrages auf.

2. Wenn im Kaufvertrag die Mängelgewährleistung ausgeschlossen war, haben Sie noch zwei Möglichkeiten:

a. Vom Kaufvertrag zurückzutreten wegen arglistiger Täuschung. Das setzte voraus, dass der Käufer Sie über verkehrswesentliche Eigenschaften des Grundstückes/des Hauses getäuscht hat, um Sie zum Vertragsschluss zu bringen. Sie wären beweispflichtig dafür, dass der Verkäufer über die mangelnde Dämmung, jedenfalls aber darüber informiert war, dass das Haus feucht gewesen ist und Ihnen das verschwiegen hatte. Wenn Sie anfechten wird der Vertrag rückabgewickelt, heißt, Sie geben das Grundstück zurück und erhalten den Kaufpreis wieder. Notarkosten und Mängelkosten können Sie dann ebenfalls geltend machen. Die Anfechtung sowie Rückforderung wäre schriftlich zu erklären.

b. Wenn Sie nachweisen können, dass der Verkäufer vom Sachmangel gewusst hat ist aber auch noch ein isolierter Schadensersatzanspruch möglich, denn die Haftung für Vorsatz kann der Verkäufer nicht ausschließen. Hier wäre wie unter Nr. 1 zu verfahren.

Die Anfechtung ist eigentlich ultima ratio. Zu empfehlen ist zunächst die Geltendmachung eines Schadensersatzanspruches.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Scholz,

 

Danke für Ihre Informationen.

Im Kaufvertrag steht:

"Der Verkäufer garantiert, dass der Kaufgegenstand sein frei verfügbares Eigentum ist und Dritte in Bezug auf den Kaufgegenstand gegen den Käufer keine Rechte geltend machen können. Im Übrigen übernimmt der Verkäufer für den kaufgegenstand kejne Gewährleistung. Der Kaufgagenstand bleibt bis zur vollständigen zahlung des Kaufpreises im Eigentum des Käufers.

 

Im Falle des Rücktrittes vom Vertrage sind die empfangenen Leistungen zurückzugewähren und die gezogenen Nutzungen herauszugeben. Ist die Rückgewähr oder die Herausgabe ausgeschlossen, der empfangene Gegenständ veräußert, belastet, umgestaltet, hat sich verschlechtert oder ist untergegangen, ist Wertersatz zu leisten. Jedoch bleibt die durch die bestimmungsgemäße Ingebrauchnahme entstan- dene Verschlechterung außer Betracht. Die gesetzlichen Bestimmungen über den Rücktritt bleiben unberührt."

 

Meine Frage:

Gewährleistungen sind demzufolge ausgeschlossen?

Welche Fristen gibt es für den Rücktritt vom Kaufvertrag wegen arglistischer Täuschung? ( Kaufvertrag 05.07.11 - Übernahme 16.07.)

Reicht als Nachweis eine Bestätigung von der Bautenschutz Firma, welche den Schaden behoben hat?

 

Vielen Dank,

 

mit freundlichem Gruß

 

 

Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Verehrte Fragestellerin,

die Gewährleistung ist ausgeschlossen.

zu beweisen wäre, dass ein Mangel vorgelegen hat und zwar schon bei Abschluss des Kaufvertrages, zu beweisen hätten Sie auch, dass der Verkäufer davon gewusst hat oder gewusst haben muss und es Ihnen nicht gesagt hat.

Die Anfechtungsfrist ist ein Jahr nach Täuschungshandlung, also hier Vertragsschluss bzw. nach Entdeckung der Täuschung, also hier des Mangels, § 124 BGB. In beiden Fällen lägen Sie noch in der Frist.

Die Anfechtung erfolgt durch schriftliche Erklärung ggü. dem Vertragspartner.

Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


bitte frage Sie nach, wenn weitere Frage im Zusammenhang bestehen. Wenn Ihre Frage beantwortet sein sollte, bitte ich Sie höflichst, den für die Beantwortung Ihrer Frage von Ihnen ausgelobten Betrag durch anklicken des Buttons "Akzeptieren" freizugeben, so dass dieser dann ausgezahlt werden kann. Vielen Dank und

freundliche Grüße

Scholz
Rechtsanwalt