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Mikael Varol
Mikael Varol, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 313
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Mikael Varol ist jetzt online.

Mein Mann wurde wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort

Kundenfrage

Mein Mann wurde wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort verurteilt.
8 Monate Führerscheinentzug + 1600,00 € Geldstrafe + Kosten des Verfahrens.
Die Frist zur Anfechtung des Urteils ist noch nicht abgelaufen. Der ihn vertretende Anwalt schlägt vor in Berufung zu gehen. Ich sehe aber ausser einer Honorarerhöhung für den Anwalt darin keinen Sinn, denn er hat während der Gerichtsverhandlung keine entlastenden Argumente zu Gunsten des Angeklagten der Richterin vermittelt. Ich habe deshalb kein Vertrauen mehr zu Ihm und befürchte nur noch mehr Kosten. Der Führerscheinentzug ist für
die Berufstätigkeit bedrohlich und den entstandene Sachschaden würde die Versicherung nicht regulieren. Wozu raten Sie?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:



Bei einem unerlaubten Entfernen vom Unfallort droht regelmäßig ein Fahrverbot. Allerdings ist hier nach der Rechtsprechung der Führerschein in der Regel erst ab einer Schadenssumme von 1.300 ,00 Euro in Gefahr. Je nachdem aus welchem Oberlandesgerichtsbezirk Sie kommen kann dies etwas nach unten, oder sogar nach oben variieren (in den OLG Bezirken München erst ab Schäden von ca. 2.500,00 Euro) . Sollte der entstandene Schaden unter 1.300,00 Euro liegen, könnte sich eine Berufung lohnen. Allerdings kann dies hier nicht abschließend beurteilt werden, ohne den gesamten Sachverhalt zu kennen, was erst nach Studium der Ermittlungsakte möglich ist (was aber auf dieser Plattform nicht möglich ist). Sie sollten einen Anwalt, der hauptsächlich Verkehrsrecht macht, bzw. einen Fachanwalt für Verkehrsrecht aufsuchen und Ihren Fall schildern. Dieser wird nach Einsicht in die Ermittlungsakte und den Entscheidungsgründen Ihnen sagen können, ob sich eine Berufung lohnt.



Ich hoffe, dass ich Ihnen in dieser Sache einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen konnte. Die Antwort dient einer ersten rechtlichen Einschätzung und kann daher eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen. Ich weise Sie zudem darauf hin, dass das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Ich möchte Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren, indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken. Denn nur dadurch erhält der Experte die Vergütung.


Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt

Mikael Varol, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 313
Erfahrung: Rechtsanwalt
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Der entstandene Fremdschaden beträgt 5842,90 € (Springbrunnen auf Gemeindegrundstück die Schadenhöhe konnte nicht eingeschätzt werden).Mein Mann
hatte auf dem Grundstück im Auftrag seiner Firma Reparaturarbeiten am daraufbefindlichen Gebäude ausgeführt. Beim Rückwärtsfahren mit dem Transporter
stieß er an den Brunnen. Er war geschockt und meinte es sei ein Schaden im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit gegenüber dem Auftraggeber entstanden. Da er kein Telefon dabei hatte führ er zu seiner Firma um den Chef zu informieren. Das er dadurch
Fahrerflucht beging war Ihm nicht bewußt. Auf dem Grundstück waren keine weiteren
Personen aufzufinden. Er wollte, dass der Schaden umgehend der Gemeindeverwaltung gemeldet wird und keinesfalls etwas vertuschen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Unvollständige Antwort.
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

das Verhalten Ihres Mannes wird regelmäßig als Fahrerflucht gewertet, weil das Gericht der Einlasung, ich wollte nur Hilfe holen, keinen Glauben schenken wird. Die Höhe des Schadens spriht ebenfalls dafür, dass es bei der erfolgten Verurteilung bleiben wird. Zwar ist grundsätzlich denkbar, dass das Berufungsgericht statt eines Entzuges des Fahrerlaubnis auch auf ein Fahrverbot erkennen kann. DieseMöglichkeit ist aber in der Praxis eher unwahrscheinlich.

Wenn Sie also gegen das Urteil Berufung einlegen, besteht die Möglichkeit, dass ein anderes Urteil gefällt wird, es ist aber eher wahrscheinlich, dass auch das Landgericht auf einen Führerscheinentzug erkennt.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie bitten, sofern kein weiterer Klärungsbedarf besteht, die Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Mit freundlichen Grüssen
RA Grass