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Mikael Varol
Mikael Varol, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 313
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Mikael Varol ist jetzt online.

Schäden nach Abriss, wer haftet und wie ?

Kundenfrage

Hallo, folgende Situation: Wir haben 2006 ein geteiltes Grundstück gekauft. Wir erwarben den Teil mit dem Haus und 3 Garagen, das andere Grundstück bestand aus 3 weiteren Garagen die an unsere angrenzten. Der neue Eigentümer des anderen Grundstückteils lies Ende 2007 die 3 Garagen auf seiner Grundstücksseite abreisen um neu zu bauen. Nun stellen wir fest das die dadurch zur Aussenwand gewordene Wand der Garage 3 sich nach aussenwölbt und sich vergrößernde Risse im Boden und an der Wand zeigen. Können wir ndafür den Nachbarn, seinen Architekten oder die ABrissfirma belangen? Oder bleiben wir auf den möglichen Kopsten sitzen ? Wie lange können wir da noch was geltend machen, wenn es überhaupt möglich wäre?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Ansprüche auf Schadensersatz verjähren innerhalb der 3-jährigen Frist des § 195 BGB. Die regelmäßige Verjährungsfrist beginnt, nach § 199 BGB soweit nicht ein anderer Verjährungsbeginn bestimmt ist, mit dem Schluss des Jahres, in dem

1.

der Anspruch entstanden ist und

2.

der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste.

Wenn also jetzt erst davon Kenntnis erlangt wurde, dass dieser Schaden an der Garage eingetreten ist, dann ist es grundsätzlich möglich Schadensersatz zu verlangen. Da aber bereits einige Jahre vergangen sind wäre hier die Frage, ob es dem Geschädigten nicht früher hätte auffallen müssen, so dass die Verjährung evtl. bejaht werden könnte. Es sollte nicht länger gewartet und Schadensersatzansprüche gestellt werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in dieser Sache einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen konnte. Die Antwort dient einer ersten rechtlichen Einschätzung und kann daher eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen. Ich weise Sie zudem darauf hin, dass das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

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Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

wie mache ich am besten diese Ansprüche geltend? über einen Anwalt oder erst mal direkt mit dem Nachbarn ?

Grüße und Dank.

Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Meines Erachtens ist es besser zunächst mit dem Nachbarn selbst zu sprechen, um ihn nicht vor den Kopf zu stoßen. Vielleicht sieht er es gleich ein und ist daran interessiert eine gemeinsame Lösung zu finden.

Wenn er sich aber uneinsichtig zeigen sollte, dann sollten Sie einen Anwalt einschalten.
Mikael Varol und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank,

ich werde es dann so machen.

Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich wünsche Ihnen alles Gute in dieser Angelegenheit und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Kurze Nachfrage:

Wie stellt man nun eigebntlicg fest, wem eigentlich idese Wand gehört oder ob es sich sogar nach der Teilung um eine Kommunwand handelt ?

W´äre eine Kommunwand im Baulasteverzeichniss ersichtlich?

Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dies ist eher eine Frage des Baurechts, so dass ich Ihnen einen Anwalt für Baurecht empfehlen würde. Sollte es sich aber um Baulast handeln, dann wäre dies im Baulastenverzeichnis eingetragen.

m rechtlichen Sinne handelt es sich bei einer Kommunwand um eine Grenzeinrichtung im Sinne von § 921 BGB. Dort heißt es:

"Werden zwei Grundstücke durch einen Zwischenraum, Rain, Winkel, einen Graben, eine Mauer, Hecke, Planke oder eine andere Einrichtung, die zum Vorteil beider Grundstücke dient, voneinander geschieden, so wird vermutet, dass die Eigentümer der Grundstücke zur Benutzung der Einrichtung gemeinschaftlich berechtigt seien, sofern nicht äußere Merkmale darauf hinweisen, dass die Einrichtung einem der Nachbarn allein gehört."

Sie müssten daher mit Hilfe des Baulasteverzeichnisses oder der alten Baupläne des Architekten versuchen herauszufinden, wessen Eigentum das ist.

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