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RA Stämmler
RA Stämmler, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 915
Erfahrung:  2.Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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RA Stämmler ist jetzt online.

Hallo, Ich habe mich gegen eine OWi gewehrt " angebliche Rotfahrt

Kundenfrage

Hallo, Ich habe mich gegen eine OWi gewehrt " angebliche Rotfahrt ohne Führerschein verlust" trotz anwalt muss ich zu Hauptverhandlung. Kann das so richtig sein?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

grundsätzlich muss der Betroffene zur Hauptverhandlung erscheinen. Dies ist der normale Verfahrensgang.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass Sie sich von dieser Anwesenheitspflicht befreien lassen. Ein ANspruch darauf besteht insbesondere dann, wenn Ihre Anwesenheit nicht notwendig ist. Dies ist meist der Fall, wenn kein Fahrverbot droht (Rotlichtverstoß unter 1 Sek.) oder Ihre Anwesenheit auch sonst nicht erforderlich ist.

Sofern Sie betsreiten, dass Sie der Fahrer sind, ist Ihre Anwesenheit regelmäßig notwendig. Der Tatrichter muss sich dann anhand des Tatfotos von Ihrer Schuld überzeugen. Etwas anderes kann natürlich gelten, wenn es kein Tatfoto gibt und keine Zeugen.

Eine Befreiung ist regelmäßig möglich, wenn Sie einräumen der Fahrer zu sein, ihr Anwalt bestens informiert ist und Sie auch sonst keine weiteren Angaben über die Angaben des Anwalt hinaus machen werden. Dies sollte so auch im Antrag auf Befreiung erwähnt werden.

Die Befreiung ist dann an sich verpflichtend zu gewähren. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass einige OWi Richter hiervon unbeeindruckt sind.

Sofern Sie weitere Fragen haben, stehe ich gerne zur Verfügung




Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen. Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren

Mit freundlichen Grüßen

André Stämmler
Rechtsanwalt
RA Stämmler und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich betreite nicht der Fahrer zu sein sondern das die Ampel aufrot wechselte und das ich den verstoß angeblich vorort zugegeben haben soll. Eine Aktenabschrift habe ich auch nicht erhalten nur Rechungen.
Experte:  RA Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)

Soweit Sie die Fahrereigenschaft einräumen und ein Fahrverbot nicht im Raum steht, sollte eine Befreiung von der Hauptverhandlung an sich unproblematisch möglich sein. Ihr Anwalt kann dann einen entsprechenden Antrag stellen.

Ob Sie den Verstoß zugegeben haben oder nicht ergibt sich aus Anhörungsprotokoll. Hierzu sollten Sie Akteneinsicht bei Ihrem Anwalt nehmen. Das dieser die Akte an Sie komplett weiterleitet ist an sich nicht üblich. Eine Besprechung der Verteidigungsstrategie und ein Durchsprechen der Akte in der Kanzlei hingegen schon.

Sofern Sie angehalten wurden und Ihnen der Verstoß eröffnet wurde, löst dies bereits eine Unterbrechung der Verjährung aus; unabhängig davon, ob Sie den Verstoß zugegeben haben. Eine erneute Unterbrechung durch nochmalige Anhörung (schriftlich) ist dann nicht möglich. Die erste Verjährungsfrist (3 Monate) läuft dann bereits. Dies ist insbesondere wichtig, da viele Behörden eine erneute Anhörung versenden und dann davon ausgehen nochmals 3 Monate Frist zu haben. Sofern der Bußgeldbescheid dann letztendlich nach Ablauf der ersten Frist erlassen wird, ist dieser verjährt. Dies sollte beachtet werden.

Sie sollten nochmals mit Ihrem Anwalt reden und mit diesem die Verteidigungsstrategie durchsprechen.