So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

stellungsbefahl an 26. 5 erhalten gibt es eine möglichkeit

Kundenfrage

stellungsbefahl an 26. 5 erhalten gibt es eine möglichkeit dagegen rechtsmittel einzulegen oder ein aufschub zu erhalten
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Ein Rechtsmittel gegen die Aufforderung zum Haftantritt gibt es nicht.

Wenn Sie der Aufforderung nachkommen, gelten Sie als Selbststeller. Dies hat für den weiteren Strafvollzug, aber auch für eine angestrebte vorzeitige Entlassung (Halbstrafe, Zweidrittelstrafe) erhebliche Vorteile.

Gibt es wichtige Gründe den Haftantritt auf einem späteren Zeitpunkt zu legen, kann Strafauschub beantragt werden.

Sie können einen Antrag aus Strafaufschub von bis zu 4 Monaten beim zuständigen Staatsanwaltschaft stellen.

Gemäß § 456 StPO kann auf Antrag des Verurteilten die Vollstreckung einer Haftstrafe aufgeschoben werden, sofern durch die sofortige Vollstreckung dem Verurteilten oder seiner Familie erhebliche, außerhalb des Strafzwecks liegende Nachteile erwachsen.

Damit Ihnen Haftaufschub gewährt wird müssen Nebenwirkungen der Strafe eintreten, die über das gewöhnliche Strafübel hinausgehen und bei späterer Strafvollstreckung vermeidbar oder wenigstens gemildert wären.

Im Übrigen können Sie die Einreichung eines Gnadengesuchs ins Auge ziehen. Zwar hätte auch ein Gnadengesuch keine aufschiebende Wirkung. Das Gericht kann jedoch bei Einreichung eines Gnadengesuches einen Aufschub der Vollstreckung der Haftstrafe bis zu einer Entscheidung über das Gnadengesuch anordnen. Außerdem könnte im Rahmen eines Gnadengesuchs auch ein Strafaufschub von mehr als 4 Monaten gewährt werden. Auch im Rahmen eines Gnadengesuchs müssen Sie die für Sie und Ihre Familie sprechenden Gründe ausführlich anführen, die für einen Strafaufschub sprechen.



Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie Nachfragen oder weiteren Klärungsbedarf?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wenn Sie dann keine Nachfrage mehr haben, darf ich noch höflichst an das Akzeptieren erinnern.

Vielen Dank.