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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Ein kleiner Junge von 1,5 Jahren wird höchstwahrscheinlich

Kundenfrage

Ein kleiner Junge von 1,5 Jahren wird höchstwahrscheinlich misshandelt. Mutter hat das alleinige Sorgerecht und seit ca 10 Monaten einen neuen Lebenspartner. Der Junge hat innerhalb 8 Monaten alleine sieben Knochenbrüche erlitten. Verschiedene Meldungen sind diesbezüglich beim Jugendamt eingegangen. Seit ca. 2 Wochen ist der Junge vorübergehend in einer Pflegefamilie. Vermutlich wird bald vor Gericht über das weitere Schicksal des Jungen entschieden. Es ist zu befürchten, dass die Mutter versuchen wird, mittels Rechtsanwalt eine Rückführung des Jungen zu erreichen. (Die Mutter ist wieder schwanger, im ca. 5. Monat). Alle Menschen die es gut mit dem Jungen meinen, möchten, dass er dauerhaft in einer Pflegefamilie verbleibt. Der leibliche Vater des Jungen sitzt noch bis ca. Okt.12 im Gefängnis wegen Drogen/Beschaffungskriminalität. Die Fragen: Kann der leibliche Vater oder die Oma einen Fachanwalt mit der Wahrnehmung der Interessen des kleinen Jungen beauftragen? Macht es Sinn, wenn der Vater das Sorgerecht für den Jungen beantragt um sich als Prozessbeteiligter ins Verfahren einzubringen?
Kann sonst ein Außenstehender einen Fachanwalt beauftragen? Anlässlich einer nichtöffentlichen Sitzung vor Gericht, hat der Verfahrensbeistand mit unqualifizierten Äußerungen dazu beigetragen, dass der Junge weitere Wochen Qualen erleiden mußte. Kann gegen den Verfahrensbeistand mittels Beschwerde oder Anzeige vorgegangen werden?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.



 

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:


1. Die Fragen: Kann der leibliche Vater oder die Oma einen Fachanwalt mit der Wahrnehmung der Interessen des kleinen Jungen beauftragen? Macht es Sinn, wenn der Vater das Sorgerecht für den Jungen beantragt um sich als Prozessbeteiligter ins Verfahren einzubringen?


Der Vater sollte hier in der Tat schnellstmöglich einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Wahrnehmung der rechtlichen Interessen beauftragen.

 

Der Vater soll sich hier auf jeden Fall schnellstmöglich vom zuständigen Familiengericht einen Antrag auf Erteilung des gemeinsamen Sorgerecht stellen.

 

Aufgrund der neueren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs kann der Vater nämlich einen solchen Antrag stellen grundsätzlich auch gegen den willen der Mutter.

 

Das gemeinsame Sorgerecht ist dann zu erteilen, wenn keine Gründe des Kindeswohls dagegen sprechen. Die Mutter hätte zwar theoretisch ein Widerspruchsrecht, dieses dürfte aber nach ihrer Schilderung nicht greifen (eher umgekehrt).

 

Bevor aber der Weg zum Gericht gegangen wird, sollte die Mutter letztmalig nachweisbar (per Einschreiben) unter Setzung einer angemessenen Frist ( mindestens sieben Tage) zur Zustimmung aufgefordert werden.

 

Sollte sie diese Zustimmung dann rechtswidrig verweigern oder die Frist ignorieren,müsste sie für den Fall, das sieht dann das gemeinsame Sorgerecht beantragen, die damit verbundenen Verfahrenskosten tragen.

 

Bei dieser Sachlage hätten sie durchaus realistische Erfolgsaussichten, hier sogar das alleinige Sorgerecht zu beantragen.

 

Dieses würde ich ihnen auch grundsätzlich empfehlen. Im Streitfall müssten sie natürlich die Vorwürfe gegenüber der Mutter auch nachweisen können, dieses wird aber voraussichtlich nicht allzu schwierig sein, da es ja auch ärztliche Attest und Ähnliches geht

 


2.Kann sonst ein Außenstehender einen Fachanwalt beauftragen?

 

Irgend eine Person könnte dieses grundsätzlich nicht machen. Dieses müssten schon die Eltern machen oder unter Umständen zum Beispiel das Jugendamt.

 

 

3.Anlässlich einer nichtöffentlichen Sitzung vor Gericht, hat der Verfahrensbeistand mit unqualifizierten Äußerungen dazu beigetragen, dass der Junge weitere Wochen Qualen erleiden mußte. Kann gegen den Verfahrensbeistand mittels Beschwerde oder Anzeige vorgegangen werden?

 

Hier könnte zunächst eine Auswechslung (falls noch nicht geschehen) des Verfahrensbeistandes beantragt werden.

 

Zusätzlich könnte Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht werden. Anhaltspunkte für eine nachweisbares strafbares Verhalten kann ich allerdings (noch) nicht erkennen.

 


Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste



Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt



 

Danjel Newerla und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Kann der Vater denn ohne weiters das Sorgerecht beantragen, obwohl er ja selbst zur Zeit noch im Gefängnis sitzt?
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,



vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:



Rein theoretisch wäre dieses dann möglich,jedoch wären die Erfolgsaussichten dementsprechend reduziert.



Ich hoffe Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag und alles Gute!


 


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


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