So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an S. Grass.
S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6165
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
52374836
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
S. Grass ist jetzt online.

Hallo,ich habe vor 2 Jahren mit jemandem (meinem damaligen

Kundenfrage

Hallo,

ich habe vor 2 Jahren mit jemandem (meinem damaligen Partner) zusammengelebt. Die kosten für unser Leben haben wir komplett geteilt aber ohne ein gemeinsames Konto zu haben. Z.B. habe ich die komplette Miete gezahlt, er dafür Telefon, Strom usw. Außerdem haben wir sämtliche Anschaffungen wie Möbel und Elektrogeräte je von irendeinem Konto gezahlt und dann unter uns immer ausgeglichen.
Jetzt 2 Jahre nach der Trennung fordert er immer noch Geld von mir. Er weißt darauf hin das er Kassenzettel für einige Geräte hat die jetzt ich besitze. Und dass ich die Küche einfach mitgenommen hätte.
Er droht mir jetzt mit dem Anwalt.
Muss ich mir da wirklich sorgen machen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

die Kaufbelege bedeuten erstens weder, dass der Besitzer der belege die Gegenstände bezahlt hat, noch, dass er Eigentum an den Gegenständen erworben hat.

Nach Ihrer Schilderung wurden dieverse Gegenstände während des Bestehens der Lebensgemeinschaft gemeinsam angeschafft. Die Grundregel der Hausratsaufteilung bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften lautet: jeder kann mitnehmen, was ihm gehört. Das sind vor allem die Gegenstände, die ein Partner in die gemeinsame Wohnung mitgebracht hat. Alles was während des Zusammenlebens gemeinsam angeschafft wurde, muss dagegen nach der Trennung geteilt werden. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Erstens die Teilung in Natur, also von 20 Tellern nimmt jeder 10.

Zweitens die Teilung nach wertmäßig gleichen Stücken, z.B. einer bekommt die Waschmaschine, der andere den Kühlschrank.
Drittens: ein Partner übernimmt den einen Haushaltsgegenstand und bezahlt dem anderen einen Ausgleichsbetrag. Als letzte Lösung bleibt die Möglichkeit des Verkaufs mit anschließender Aufteilung des Erlöses.

 

Wenn es also bei der Trennung zu einer gerechten Teilung der gemeinsam angeschafften Gegenstände kam, müssen Sie sich nicht sorgen.

 

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie bitten, sofern kein weiterer Klärungsbedarf besteht, die Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Mit freundlichen Grüssen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das weiß ich soweit aber muss ich diese Aufteilung irgendwie beweisen. Nun hat er ja Dinge von mir und ich von ihm. Er droht mir aber damit dass ich ihn noch Geld schulde weil ich ein Fahrrad und die Küche habe. Ja das habe ich, wurde aber unter uns so aufgeteilt. Das könnte ich aber ja nicht beweisen.
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

das Beweisproblem liegt auf beiden Seiten. Sie können nicht, sofern es keine schriftliche Vereinbarung oder Zeugen gibt, beweisen, dass Ihr Ex-Partner gleichwertige Gegenstände mitgenommen hat. Ihr Partner hingegen muss beweisen, um von Ihnen Geld fordern zu können, dass die Gegenstände, die Sie behalten haben, entweder im Eigentum Ihres Partners standen oder das eine gerechte Teilung der Gegenstände nicht erfolgt ist.

Es gilt die Grundregel, dass jeder seine Behauptung beweisen muss. Da Ihr Ex aber seine Behauptung, um Ansprüche gegen Sie zu begründen zuerst beweisen muss, sieht es für Sie nicht schlecht aus, da auch er Beweisschwierigkeiten haben wird.

Mit freundlichen Grüssen
RA Grass

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

besteht weiterer Klärungsbedarf ? Ansonsten darf ich um Akzeptierung und Bewertung der Antwort bitten.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz