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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16570
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Grundschule, Bayern, Übertrittszeugnis. Sind negative Beurteilungen

Kundenfrage

Grundschule, Bayern, Übertrittszeugnis.

Sind negative Beurteilungen wie "störte gelegentlich den Unterricht" oder "Hin und wieder suchte er bei Problemen die Schuld fälschlicherweise bei anderen" zulässig, auch wenn dazu kein Eintrag in der Schülerakte, also kein Hinweis oder Verweis o.ä. mit Unterschrift der Eltern vorhanden ist?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

sofern diese Beurteilungen nicht der Wahrheit entsprechen können diese ggf. den Straftatbestand der Verleumdung erfüllen. Darüber hinaus besteht ggf. ein zivilrechtlicher Unterlassungsanspruch.

Verwaltungsrechtlich bzw. schulrechtlich sollten diese keine Wirkung entfalten, da derartige Beurteilungen regelmäßig keine Außenwirkung entfalten und somit keinen angreifbaren Verwaltungsakt darstellen.

Um Eskalationen zu vermeiden sollten Sie nochmals das Gespräch mit den Lehrern bzw. mit dem Schulleiter suchen und hier auf die Reaktion Ihres Sohnes hinweisen.
Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen. Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren

Mit freundlichen Grüßen

André Stämmler
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr RA Stämmler,

ich bin eigentlich auf der Suche nach einer konkreten Stelle im bayerischen Schulrecht, die sich auf negative Zeugnisbeurteilungen bezieht. Auf die Schnelle bin ich weder in der GSO noch in der VSO noch im Bay EUG fündig geworden. Ein Kollege hat gemeint es gibt evtl. ein Urteil oder ein Amtsblatt zu diesem Thema.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Das Übertrittsgutachten hat im Bayerischen Schulrecht eine Sonderstellung und kann mit einem normalen Zeugnis nicht verglichen werden.


ES besteht nach einem Beschluss des Bayerischen Kultusministeriums aus mehreren Komponenten:



a) die schulische Leistung, wie sie in der Jahresfortgangsnote des vierten Schuljahrs zum Ausdruck
kommt,
(b) das Ergebnis aus einem regional einheitlichen Leistungstest in den Fächern Deutsch und Mathematik
und
(c) die Bewertung der Gesamtpersönlichkeit des Schülers in einem pädagogischen Gutachten





Diese pädagogische Bewertung ist das Problematische.


Alle drei Komponenten haben das gleiche Gewicht.



In dem pädagogischen Gutachten wird der Lehrer vor die Aufgabe gestellt,

(1) richtige Aussagen
über die Gesamtpersönlichkeit und



(2) sichere Aussagen über die zu erwartende Persönlichkeitsentwicklung
von Schülern seiner Klasse zu treffen




Danach soll die Gesamtpersönlichkeit durch folgende
sieben Teile erfasst werden:


körperliche Entwicklung;

Einfl üsse der Umwelt;

einzelne seelische
Fähigkeiten; Begabungen, Neigungen, Kenntnisse; Aufmerksamkeit und Arbeitsweise;

soziales
Verhalten; hervortretende Charakterzüge.


Diese Hinweise sind als Anregung gedacht und für den
Lehrer nicht bindend.


Für das konkrete diagnostische Vorgehen werden dem Lehrer vielfältige
Regeln nahe gelegt.


Negative Bewertungen werden oft verklausuliert dagestellt.( offen, redefreudig) und sind auch oft durch das Fehlane von positiven Bemerkungen.

Der Lehrer hat hier ein bestimmtes Ermessen.





Hier überlasse Ihnen weiterführende Literatur zu dieser Thematik:


Arbeitsgruppe Schulforschung. (1979). Alltagstheorien von Schülern und Lehrern über Schulversagen. In B. Schön
& K. Hurrelmann (Hrsg.), Schulalltag und Empirie (S. 255–264). Weinheim: Beltz.
Bender, H. (1985). Persönlichkeitstheorien von Grundschullehrern. Weinheim: Beltz.
Brandl, E. (1978). Die implizite Persönlichkeitstheorie im Übertrittsgutachten zur höheren Schule. Diplomarbeit,
Universität München.
Donat, H. (1965). Persönlichkeitsbeurteilung. München: Ehrenwirth.
Feigel, K., & Keitel, E. (1964). Bayerische Landesvolksschulordnung. München: Beck.
Festinger, L. (1964). Confl ict, decision, and dissonance. Stanford, CA: Stanford University Press.
Fischhoff , B. (1982). For those condemned to study the past: Heuristics and biases in hindsight. In D. Kahneman
& A. Tversky (Eds.), Judgment under uncertainty: Heuristics and biases (pp. 335–351). Cambridge, UK: Cambridge
University Press.
Gigerenzer, G. (1976). Sprachliche Begriffssysteme in der Personenbeurteilung. Vortrag auf der 18. Tagung experimentell
arbeitender Psychologen, Bochum





Urteile zu diesem Thema sind mir nicht bekannt.




Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte

Gerne können Sie nachfragen


Mit freundlichen Grüßen



Rechtsanwältin


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Gerne können Sie nachfragen.

















Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16570
Erfahrung: Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
Claudia Schiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.

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