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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7712
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
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RA Schröter ist jetzt online.

Frage zur Bedienbarkeit bzw. Abzahlung eines Kredits bei akut

Kundenfrage

Frage zur Bedienbarkeit bzw. Abzahlung eines Kredits bei akut reduziertem Einkommen
Sachlage:
Meine Mutter, 84 Jahre alt, hat vor ca. 4 Jahren auf ihren Namen einen Kredit bei ihrer Bank (Höhe ca.10.000 EUR, Deutsche Bank) aufgenommen, den sie mit einer monatlichen Rate von 171,20 EUR seitdem abbezahlt. Es steht noch eine zu tilgende Restsumme von ca.7000 EUR aus.
Seit dem 20.03.2012 ist meine Mutter verwitwet. Sie wird eine Witwenrente von ca. 450 EUR (berechnet als 60 % von der Rente meines verstorbenen Vaters) bekommen sowie eine Leibrente von 230 EUR. Ein weiteres Einkommen hat sie nicht. Sie besitzt einen Immobilienfond über ca. 4000 EUR, der geschlossen und damit nicht veräußerbaroder nutzbar ist.
Mit diesem Einkommen, das sich künftig nicht ändern wird, ist es eigentlich unmöglich die Kreditrate zu bedienen, zumal die Miete z.Zt. fast.800 EUR beträgt. Ein Umzug ist deshalb geplant.
Meine konkrete Frage: ist es rechtens, eine alten Dame von 80 Jahren einen Kredit zu gewähren, der durch den Tod meines Vaters so gar nicht mehr zu bedienen ist ohne größerre Not. Die Einkommensverhältnisse meines Vaters bzw. meiner Eltern lagen der Bank vor, beantragt wurde der Kredit nur von meiner Mutter. Schon bei Kreditbeginn war die Situation kritisch, jetzt ist sie desolat.
Kann man von der Bank Entgegenkommen bei einer Kreditablösung oder -verrechnung z.B. mit dem Immobilienfonds erwarten, weil sie einen Kredit unter diesen Umständen gewährte?
Ich wollte 2008 von meiner Bank einen Kredit über 4000 EUR bei einem Einkommen von damals 2900 EUR netto und einem Bausparvertrag über 340000 EUR sowie 2 Sparsummen vob 3000 EUR und 12000 EUR. Dieser wurde mir nicht gewährt, weil ich alleinerziehend bin und nicht genügend Einkommen habe.
Vor diesem Hintergrund bin ich mehr als fassungslos, dass meine alte Mutter einen so hohen Kredit überhaupt bekommen hat.
Die finanziell extrem eingeschränkte (Not-)Situation meiner Mutter ist bedrängend, ich würde gerne in ihrem Namen mit der Bank verhandeln.
Vielen Dank XXXXX XXXXX weitere Bearbeitung
Mit freundlichen Grüßen
Lulu Hoffmeister
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Ihre Mutter hat aus dem Darlehensvertrag eine Darlehenssumme erhalten, so dass Sie grds. auch zur Rückzahlung verpflichtet ist. Etwas anderes ist die Frage, ob Ihre Mutter die monatlichen Belastungen überhaupt leisten kann. Das Einkommen liegt hier im Rahmen des pfändungsfreien Betrages. D.h. selbst wenn die Bank aus einem Vollstreckungstitel die Rückzahlung des Darlehens im Rahmen einer Zwangsvollstreckung geltend macht, wird die Bank leer ausgehen, da kein pfändbares Einkommen vorliegt. Etwas anderes ergibt sich nur aus dem Immobilienfonds, wenn dieser verwertbar ist. Hier wäre aus meiner Sicht denkbar, dass Ihre Mutter diesen Fonds soweit möglich an Sie übertragt und Sie ihr dafür den Gegenwert zur Rückzahlung des Darlehens bereit stellen.

Warum die Bank bei derartigen Vermögens- und Einkommensverhältnissen einen solches Darlehen gewährt hat, ist sicherlich schwer verständlich. Möglicherweise lagen damals andere Sicherheiten/Einkommen vor. Jedenfalls berechtigt dies aber nicht die Rückzahlung zu verweigern. Ich empfehle daher unter Berücksichtigung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Bank einen Einmalbetrag zur Erledigung der Darlehensforderung im Gegenwert der Anteil des Immobilienfonds anzubieten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

RA Schröter und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich benötige keine weiteren Informationen und habe die Antwort soweit verstanden.
Eine notwendige Anmerkung zum Verständnis von mir:
der Vorschlag, den Immobilienfonds an mich zu übertragen und den Gegenwert meiner Mutter zu zahlen, ist nicht denkbar, da ich schlicht nicht über die finanziellen Mittel verfüge.
Soweit vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
L. Hoffmeister
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für die Rückmeldung. Möglicherweise besteht die Möglichkeit den Fonds an jemanden aus dem Familienumfeld zu übertragen, um die Mittel für einen Vergleich zu beschaffen.

Mit besten Grüßen

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