So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Sabrina Krumsch...
Sabrina Krumscheid
Sabrina Krumscheid, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 88
Erfahrung:  1. und 2. Staatsexamen, Diplom Juristin, zugelassene, selbstständige Rechtsanwältin
59099472
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Sabrina Krumscheid ist jetzt online.

Es geht um die Entschädigungszahlung anl. einer Kreuzfahrt

Beantwortete Frage:

Es geht um die Entschädigungszahlung anl. einer Kreuzfahrt mit der AIDA und Rückflug von Dubai nach Düsseldorf am 02.03.2012. (Eigentlicher Abflug ca. 09.00 Uhr)
Die Ankunft in Düsseldorf war am 03.03. um 23.45 Uhr in Düsseldorf. Flug mit der Air Berlin.
In Düsseldorf kam noch eine Übernachtung zustande, da die Bahnfahrtkarte für die Weiterfahrt nach Frankfurt am Main ungültig wurde. Eine Übernachtung wurde uns zugestanden, so daß wir unser Ticket am Air Berlin-Schalter für den 04.03. umschreiben lassen konnten.
Ein Entschädigungsschreiben habe ich an AIDA gerichtet nach der Frankfurter Tabelle.
Dieses Schreiben schickte sie an Air Berlin weiter.
Ein Entschädigungsschreiben gem der Verordnung ( EG) 261/2004 sandte ich an Air Berlin und forderte 600 € p.P. Entschädigung.
Eine Entschädigung gem. der Frankfurter Tabelle haben wir zwischenzeitlich erhalten.
Meine Frage nun: Muß Air Berlin uns noch die 600 € gem. der Verordnung EG 261/2004 bezahlen, da die Entfernung 5011 km betrug?
Für eine Rückantwort wäre ich Ihnen dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Gisela Falk
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Sabrina Krumscheid hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Fluggesellschaften müssen nach der Rechtsprechung des BGH und auch des EuGH dann eine Entschädigung zahlen, wenn sich die Ankunft eines Fluges um mindestens drei Stunden verspätet. Bei Langstreckenflügen können Fluggäste bis zu 600 € pro Person verlangen.

Wichtig ist dabei, dass die Verspätung oder der Ausfall eines Fluges nicht auf außergwöhnliche Umstände zurückzuführen ist, die auch für die Fluggesellschaft unvermeidbar ist (z.B. Vulkanasche).

Wenn sich Ihre Ankunft also um mehr als drei Stunden verspätet hat und dies nicht auf einen außergewöhnlichen Umstand zurückzuführen ist, rate ich Ihnen die 600 € pro Person gegen die Fluggesellschaft geltend zu machen.

Ich rate Ihnen dies auch mit der Dauer und den nicht vorliegenden außergewöhnlichen Umständen zu begründen, da dies auch die Argumentation der Gerichte ist.

Ich hoffe, dass Ihnen diese erste Einschätzung hilfreich ist
und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

S. Krumscheid
Rechtsanwältin
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es geht darum, reicht es für die Air Berlin, die Forderungen nach der Frankfurter Tabelle erfüllt zu haben oder habe ich noch das Recht nach der Verordnung EG 261/2004 auch noch eine Entschädigung in Höhe von 600 € einzufordern?
Experte:  Sabrina Krumscheid hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es kann sowohl die Frankfurter Tabelle "Mangel im Transport" herangezogen werden, als auch die EG-Richtlinie. Es ist natürlich so, dass Ansprüche immer leichter durchgesetzt werden können, wenn Sie auf mehrere Grundlagen gestützt werden können.

Hier ist die EG VO natürlich das durchaus kräftigere Argument, da auf Grund dessen bereits viele Urteile für den Fluggast und gegen die Fluggesellschaften gefallen sind.

Bei der Begründung rate ich allerdings davon ab ausschließlich zu sagen, dass Sie sich auf EG 261/2004 berufen, sondern dass Sie sich auf diese VO berufen und nähere Ausführungen zur Verzögerung machen (Stunden angeben) und das keine außergewöhnlichen Umständen vorlagen.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie haben meine obige Frage für mich nicht konkret beantwortet.
Kann Air Berlin sich darauf berufen nach der Frankfurter Tabelle bezahlt zu haben, die die AIDA ihnen zusandte?
0der kann ich noch die EG VO wirklich erhalten. Einen genauen Rückreisebericht hatte ich der Air Berlin schon mitgeteilt.
Ich bitte um klare Formulierung
Experte:  Sabrina Krumscheid hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie können nach der VO eine Entschädigung einfordern, wenn bisher die Fluggesellschaft keine Schäden ausgeglichen hat. Hat die Fluggesellschaft bereits den Schaden ausgeglichen z.B. anhand der Tabelle, dann wird sie sicherlich nicht weitere Forderungen ausgleichen. Wenn die obigen beschriebenen Voraussetzungen vorliegen, dann können Sie versuchen, diese noch geltend zu machen.

Zahlungen der Kreuzfahrtgesellschaft haben nichts mit den Schäden durch die Fluggesellschaft zu tun, es sei denn dass sich z.B. der Flug auf Grund der Kreuzfahrtgeschellschaft nicht verwirklichen konnte (zu spät in den Hafen eingelaufen), dann müssen alle Schäden mit der Kreuzfahrtgesellschaft abgewickelt werden.
Sabrina Krumscheid und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.