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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Danjel Newerla ist jetzt online.

Hallo, ich habe folgendes Problem: Ich mache mich selbständig

Kundenfrage

Hallo,
ich habe folgendes Problem:
Ich mache mich selbständig und habe zu diesem Zweck einen Consultant engagiert. Er hatte den Auftrag, mich zu beraten und vor allem den Businessplan zu erstellen (es geht um eine sehr umfangreiche Geschäftstätigkeit weltweit, im Rahmen einer mir gehörenden US-Corporation). Er erhielt von mir 15.000 € für seine Dienste. Statt mich zu unterstützen, wurde er immer cholerischer, beleidigte potentielle Investoren und schrieb mir aggressive e-mails, auch am Telefon wurde er immer ausfallender. Ich habe mich von ihm getrennt, da es menschlich unerträglich wurde und er null Leistung brachte. Ich möchte nun natürlich einen Großteil der 15.000 € zurück. Er hat es wohl nicht versteuert, da ich keine Rechnung erhielt und wir keinen Vertrag machten. Er sagte, das wäre für mich günstiger, auch die Überweisung der Gesamtsumme im Gegensatz zu einer monatlichen Bezahlung (und natürlich die MWSt., die er nicht abgeführt hat). Er war bei der Beratungsfirma Consenso in München unter Vertrag, hat diese Tätigkeit aber aufgegeben um sich, wie er sagte, fast ganz meinem Projekt zu widmen.
Wie ist da die rechtliche Lage?
mfG
Gruber
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:


Nach ihrer Schilderung ist ein Beratungsvertrag zustandegekommen.

 

Die erste " Hürde" für eine erfolgreiche Geltendmachung von Ansprüchen ist, dass das überhaupt nachweisen müssen

 

a. , dass ein Vertrag mit dieser Person zustandegekommen ist

b. , zu welchem genauen Inhalt der Vertrag zu Stande gekommen ist

 

Nach ihrer Schilderung haben sich hier nämlich unter Umständen Schadensersatzansprüche wegen Pflichtverletzung aus § 280 BGB.

 

Um aber solche Schadensersatzansprüchen überhaupt geltend machen zu können, müsste zunächst überhaupt der Pflichtenkreis näher definiert werden.

 

Nach ihrer Schilderung war unter anderem der Auftrag, einen Businessplan " nach den Regeln der Kunst" anzufertigen.

 

Mit anderen Worten schuldet also die Gegenseite einen Businessplan "mittlerer Art und Güte".

 

Normalerweise hätten sie nach ihrer Schilderung ein Zurückbehaltungsrecht aus § 273 BGB. Dieses können sie aber leider nicht mehr geltend machen, da sie bereits gezahlt haben.

 

Sie müssten hier letztendlich Gewährleistungsansprüche geltend machen.

 

Sofern der Businessplan als Hauptbestandteil noch nicht erbracht ist, haben sie durchaus realistische Chancen.

 

In diesem Fall könnten sie nämlich aufgrund des unmöglichen (meiner Einschätzung an strafbares Verhalten grenzendes Verhalten) vom Vertrag zurücktreten.

 

In diesem Fall könnten sie dann grundsätzlich gem. §§ 812 BGB,346 BGB die bereits geleisteten Zahlungen zurückfordern. Sie müssten sich dann aber das anrechnen lassen ( also hiervon abziehen lassen), was an objektiver brauchbarer Leistung bereits erbracht wurde von der Gegenseite.

 

Wegen der Beleidigung von Investoren könntenSie unter Umständen sogar Schadensersatz wegen entgangenem Gewinn gemäß geltend machen gem. § 252 BGB.

 

Meiner Einschätzung nach haben sie hier durchaus realistische Ansatzpunkte, so dass sie einen im Vertragsrecht erfahrenen Kollegen vor Ort mit der abschließenden Klärung der Sach- und Rechtslage und anschließend der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen gegenüber der Gegenseite beauftragen sollten.





Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt




Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Newerla,
danke für die Auskunft. Hier noch ergänzende Fragen:
--Wer trägt die Gesamtkosten des Verfahhrens im Falle:
a) des Gewinnes eines Prozesses
b) der Niederlage
--Es ging nicht nur um den Businessplan, auch um die Acquise von Startkapital, das großmundig versprochen wurde.
--Der Consultant hatte nach Bezahlung 5 Monate Zeit.
--Wie wäre die von Ihnen benannte 'esret Hürde' zu nehmen. Ich hatte einen Termin bei einer offiziellen Start-Up-Beratungsstelle, die auch KFW-Darlehen vermittelt, bei dieser war der Consultant tätig. Eigentlich ergibt sich daraus schon die Intention meiner Kontaktaufnahme.
--Soll ich nachträglich einen Vetrag von ihm verlangen?
Beste Grüße aus Starnberg,
S. Gruber
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 4 Jahren.


Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:

Wer trägt die Gesamtkosten des Verfahhrens im Falle:
a) des Gewinnes eines Prozesses

Die Gegenseite, vgl. § 91 ZPO


b) der Niederlage

Leide Sie, ebenfalls 91 ZPO


--Es ging nicht nur um den Businessplan, auch um die Acquise von Startkapital, das großmundig versprochen wurde.
--Der Consultant hatte nach Bezahlung 5 Monate Zeit.
--Wie wäre die von Ihnen benannte 'esret Hürde' zu nehmen. Ich hatte einen Termin bei einer offiziellen Start-Up-Beratungsstelle, die auch KFW-Darlehen vermittelt, bei dieser war der Consultant tätig. Eigentlich ergibt sich daraus schon die Intention meiner Kontaktaufnahme.
--Soll ich nachträglich einen Vetrag von ihm verlangen?

Wie bereits mitgeteilt müssen sie im Streitfall sowohl das vorliegen eines entsprechenden Vertrages, als auch den Inhalt (= Pflichtenkreis, ist wichtig für den Schadensersatzanspruch, siehe oben) nachweisen können.

Etwas Schriftliches wäre am besten. Sofern sie keinen schriftlichen Vertrag haben und einen mündlichen Vertrag haben, könnten sie theoretisch eine schriftliche Fixierung verlangen. Dieses ist ber in der Praxis kaum möglich, weil wenn ich Sie richtig verstanden habe viele Sachen hier gar nicht explizit ausgehandelt worden sind.

Sie sollten es aber darauf ankommen lassen und es einfach versuchen ( also einen schriftlichen Vertrag einzufordern meinte ich damit).

Selbst wenn dieses nicht möglich sein sollte und sie zumindest Zeugen haben, würde dieses auch schon sehr helfen.


Ich hoffe Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag und alles Gute!

Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren Sie noch kurz meine Antwort.

Sofern Sie noch Verständnisfragen haben dürfen Sie natürlich gerne nachfragen.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt



Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung: Rechtsanwalt und Diplom Jurist
Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Newerla,
--kurze Frage zum Bonusbutton auf Ihrer Seite: Würde das zu den 58€ dazukommen?
--Nachdem der Consultant ja offensichtlich 'schwarz' gearbeitet hat, ist es möglich, ihm das anzulasten, oder bin ich da mit ihm Boot, weil ich keinen Vertrag mit ausgewiesener MWSt verlangt habe?
Grüße,
S. Gruber
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 4 Jahren.

vielen Dank für den Nachtrag.

Zu dem Bonusbottun kann ich Ihnen mitteilen, dass dieses etwas rein Freiwilliges ist.

Es würde mich natürlich sehr freuen, einen Bonus brauchen sie aber nicht zahlen wenn sie nicht möchten. Der Bonus wäre dann zusätzlich, könnte aber in der Höhe frei bestimmt werden. Wie bereits gesagt ist es aber etwas völlig Freiwilliges.

Sie haben hier einen wichtigen Aspekt angesprochen. Nicht nur die Erbringung von Schwarzarbeit, sondern auch die Annahme von Schwarzarbeit ist grundsätzlich ein Vergehen nach dem Schwarzarbeitsgesetz.

Ich gehe nach ihrer Schilderung zunächst davon aus, dass sie natürlich selber davon ausgegangen sind, dass er es ordnungsgemäß versteuern wird.

Sofern sie zumindest Quittungen haben, wird man Ihnen voraussichtlich nicht viel anlasten können. Im schlimmsten Fall wird man aber von ihnen Rechnungen anfordern, so dass ich Ihnen dringend anraten würde, schnellstmöglich eine ordnungsgemäße Rechnung zu verlangen.

Hierbei sollten sie sich besser auf den gesetzlichen Anspruch hierauf ( § 666 BGB) berufen. Dieses ist insbesondere für ihre zukünftige Dokumentation wichtig.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt






Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
...ok, danke, das war ein wichtiger Punkt (§666 BGB).
Da finanziell evtl. Einiges auf mich zukommen wird, bitte ich Sie um Verständnis, dass ich den Bonusbutton nicht aktiviere, was nicht heißt, dass dies nicht verdient wäre,
danke und mit freundlichen Grüßen,
S. Gruber
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 4 Jahren.
vielen Dank für den netten Nachtrag.

Ich wünsche Ihnen dann bei ihrem weiteren Vorgehen viel Erfolg und alles Gute!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


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