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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 23096
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich war gestern beim Orthopäden wegen mittelschwerer chronischer

Kundenfrage

Ich war gestern beim Orthopäden wegen mittelschwerer chronischer Beschwerden/Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule. Kurzdiagnose nach Anfertigung eines Röntgenbildes: alterbedingte degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, die aber nicht sehr besorgniserregend seien. Neben Anwendungen beim Physiotherapeuten verschrieb mir der Arzt zur Schmerzmilderung das Medikament Diclo 50- 1 A Pharma, ein Antirheumatikum/Analgetikum. Daheim habe ich auf dem Beipackzettel gesehen, welch katastrophale Nebenwirkungen dieses Mittel hervorrufen kann. Nach kurzem Blick in die Arzneimittelverordnung kann ich als Laie bereits sagen, dass bei diesem Mittel die Risiken den Nutzen deutlich übersteigen. Ich zitiere aus dem Beipackzettel:"...Magen/Zwölffingerdarmgeschwüre(peptische Ulzera), Perforationen(Durchbrüche) oder Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten, insbesondere bei älterern Patienten. ..." Ich habe jetzt vor, mich noch heute beim Orthopäden zu beschweren und um ein homöopathisches Schmerzmittel zu bitten. Desweiteren möchte ich eine schriftliche Beschwerde an den Hersteller bzw. pharmazeutischen Unternehmer formulieren.
Meine Frage: halten Sie diese meine Vorgehensweise für richtig?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Die Neben- und Wechselwirkungen des Präparats sind in der Tat nicht zu unterschätzen, wie Sie hier noch einmal nachlesen können:

http://www.netdoktor.de/Medikamente/Diclo-25-50-1-A-Pharma-ma-100009947.html

Sollte eine umfassende Risikoaufklärung seitens des verschreibenden Arztes unterblieben sein, oder sollte die Risikoaufklärung nicht in gebotenem Maße erfolgt sein, so sollten Sie sich in der Tat bei dem Arzt massiv beschweren. Stellen Sie in Aussicht, dass Sie im Wiederholungsfall eine Beschwerde bei der Ärztekammer in Erwägung ziehen.

Im Übrigen bleibt es Ihnen natürlich unbenommen, eine schriftliche Beschwerde an den Hersteller zu richten. Der Hersteller wird sich allerdings auf den Umstand berufen, dass er mit den ausführlichen Warn- und Anwendungshinweisen seiner gesetzlichen Pflicht Genüge getan hat.

Leider stimmt dies auch, und der eigentliche Ansprechpartner ist hier nicht der Hersteller, der letztlich Umsatz generieren will. Zuständig für Ihre Kritik wären stattdessen die staatlichen Aufsichts- und Zulassungsstellen, die dieses Medikament ungeachtet seiner starken Nebenwirkungen für den deutschen Pharmamarkt zugelassen haben.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Fragen Sie gerne nach, soweit noch Klärungsbedarf besteht. Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Nach einmaliger Akzeptierung können Sie selbstverständlich jederzeit kostenfrei Folgefragen stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt