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Mikael Varol
Mikael Varol, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 313
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Mikael Varol ist jetzt online.

Eine Bekannte hat einen 13-jährigen Sohn, der massiv den Schulbesuch

Kundenfrage

Eine Bekannte hat einen 13-jährigen Sohn, der massiv den Schulbesuch verweigert. Das Ordnungsamt hat den jungen bereits mehrfach morgens der Schule zugeführt. Die kindesmutter unternimmt alles, um ihn zu unterstützen...weckt ihn, er steht auf, macht sich im Bad fertig und dann beginnt das Dilemma. Eine abschliessende Diagnostik der Kinder-und jugendpsychiatrie steht noch aus. Jetzt hat sie einen Anhörungsbogen und einen Bußgeldbescheid über 1000 Euro erhalten. Die Frau ist alleinerziehend, voll berufstätig und erhält vom Kindesvater keinen Unterhalt. Welche Möglichkeit hat sie, dagegen anzugehen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Bitte beachten Sie, dass die nachstehenden Ausführungen lediglich eine erste rechtliche Einschätzung auf Grundlage Ihrer Angaben darstellen.

Bei den von Ihnen geschilderten Fall handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Die Mutter hat nun zwei Wochen Zeit dazu Stellung zu nehmen. Sie sollten insbesondere auch schildern, dass bereits der schulpsychologische Dienst eingeschaltet ist und das Ergebnis aussteht. Die 1.000,00 € muss sie jetzt noch nicht bezahlen, sondern erst, wenn nach der Anhörung die Behörde der Ansicht ist, dass die Mutter doch bezahlen muss. In diesem Fall wird ein Bußgeldbescheid erlassen werden. Es handelt sich um eine Ordnungswidrigkeit, so dass die Mutter nach § 67 Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) dann gegen den Bußgeldbescheid innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung schriftlich oder zur Niederschrift bei der Verwaltungsbehörde, die den Bußgeldbescheid erlassen hat, Einspruch einlegen muss.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in dieser Sache einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen konnte. Ich weise Sie darauf hin, dass Ihre Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung beantwortet wurde und eine endgültige Einschätzung der Rechtslage nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich ist. Die Antwort dient einer ersten rechtlichen Einschätzung. Dies kann jedoch eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen. Ich weise Sie zudem darauf hin, dass das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ordnungswidrigkeit ist sicherlich korrekt, aber sie kann einen 13-jährigen sicherlich nicht an den Haaren ziehen, um ihn dazu zu bewegen, zur Schule zu gehen. Bin selbst Pädagoge und in diesem Fall ratlos. Kann ich davon ausgehen, dass die Mutter keinen Rechtsanwalt einschalten muss, um ihrer Pflicht des Widerspruches/Einspruches nachzugehen?
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Sie muss das Kind sicherlich nicht an den Haaren zur Schule zerren, aber ein Anfang wäre, wenn sie selbst den Jungen zur Schule bringt. Leichter gesagt als getan, jedoch muss sie zeigen, dass sie alles in ihrer Macht stehende tut.

Für den Einspruch muss die Mutter keinen Anwalt beauftragen. Es herrscht hierbei kein „Anwaltszwang" (so etwas gibt es lediglich unter bestimmten Voraussetzungen vor Gericht). Sie kann den Einspruch selbst einlegen und begründen. Hilfreich und sicherlich nicht verkehrt ist die Beauftragung eines Rechtsanwalts in ihrer Nähe, der auf solche Fälle spezialisiert ist.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt

Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

haben Sie noch Verständnisfragen? Andernfalls bitte ich Sie höflich mir mitzuteilen, was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.


Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt