So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Claudia Schiessl.
Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16450
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Claudia Schiessl ist jetzt online.

Meine Frau fuhr, mit einem offenen Cabrio, die Dorfstraße entlang

Kundenfrage

Meine Frau fuhr, mit einem offenen Cabrio, die Dorfstraße entlang (Tempo 30). Ein Bauer kommt aus seiner Auffahrt mit einem Nutzfahrzeug (nicht für den Straßenverkehr zugelassen) mit seinen Spießen für Heuballen. Mit diesen rammte er sie hinten im oberen Teil des Kotflügels auf der Fahrerseite. Einer dieser Spieße flog über den Kofferraum. Da das Cabrio hinten etwas höher ist als auf Fahrerhöhe hatte sie Glück, denn hätte er sie dort erwischt wäre sie jetzt tot. Die Airbags lösten aus, wobei die Unterarme Brandwunden davontrugen. Sie hielt das Lenkrad gerade um niemanden zu verletzen. Das Cabrio wurde aber so gedreht da sie neben der Auffahrt in den dort aufgestellten Steinhaufen fuhr, der durch die ausgelösten Airbags nicht zu sehen war. Sie kletterte aus dem dampfenden Wagen und setzte sich auf den Bürgersteig. Jemand rief einen Krankenwagen und die Polizei. Nachdem der Krankenwagen sie eingeladen hatte kam die Polizei und fragte, wie schnell sie gefahren sei. In ihrem Schock antwortete sie, daß sie es nicht genau wüßte aber höchstens 40 km/h.
Nun meine Frage:
Muß ich in diesem Fall mit 80% des Gesamtschadens zufrieden sein?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Wird ein Kraftfahrzeug im öffentlichen Strassenverkehr genutzt geht von ihm alleine aufgrund dieser Tatsache eine abstrakte Gefahr für alle anderen Verkehrsteilnehmer aus, auch wenn ein verkehrswidriges Verhalten gar nicht vorliegt.


Das ist die sog. Betriebsgefahr, die zu einer verschuldensunabhängigen Gefährdungshaftung führt.


Bei der Ermittlung der Haftungsquote ist die Betriebsgefahr zu berücksichtigen.


Die Betriebsgefahr richtet sich nach den konkreten Gefährdungsmomenten des Fahrzeugs.


Bei der Ermittlung sind die konkreten Werte und die Art seiner Verwendung wie Größe, Gewicht , Beweglichkeit und Geschwindigkeit zu berücksichtigen



In Ihrem Fall kann ich mir vorstellen, dass die Versicherung hier davon ausgegangen ist, dass das Cabrio eine größere Betriebsgefahr hat, als das nicht für den Strassenverkehr nicht zugelassene Nutzfahrzeug.


So erklärt sich die Quotelung 80 / 20


Dies ließe sich dadruch widerlegen, indem man ausführt, dass den Bauern ein besonders schweres Verschulden trifft, weil er besonders sorgfaltswidrig gehandelt hat.

Wenn man gegenüber der Versicherung entsprechend argumentiert und mit Klage droht lässt sich manchmal etwas bewegen




Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte

Gerne können Sie nachfragen



Mit freundlichen Grüßen



Claudia Schiessl
Rechtsanwältin


wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung

danke




Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen.

Ist noch etwas unklar

gerne


wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz