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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt, Ausgangssituation: Am

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt,
Ausgangssituation:
Am 18.01.2005 habe ich mit noch einem weiteren GF eine Limited mit 1000 Pfund Startkapital gegründet. Ins Deutsche Handelsregister wurde dies am 19.10.2005 eingetragen.
Durch Unstimmigkeiten zwischen mir und dem anderen GF habe ich zum 31.01.2006 die Geschäftsführertätigkeit wieder aufgegeben. Dies wurde am 16.02.2006 vom Englischen Handelsregister bestätigt (Companieshouse). Leider wurde die Eintragung in das Deutsche Handelsregister versäumt. Dies habe ich dann mit einer Rechtspflegerin vom Amtsgericht im Januar 2008 erzwungen.
Hauptproblem:
Insolvenzantrag der Fa. zum September 2007
Insolvenzverwalter hat die Zahlungsunfähigkeit zum 29.03.2007 festgestellt.
Verbotene Zahlungen Höhe ca. 60000€
Frage:
Bin ich in der Haftung obwohl ich kein Geschäftsführer mehr war?
Vielen Dank!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:


Dieses ist eine sehr komplexe Frage (beziehungsweise genauer gesagt ist der Sachverhalt, der dahinter steht sehr komplex), so dass ich ihnen bereits an dieser Stelle und insbesondere aufgrund des Umstandes, dass Sie hier bereits in Höhe von ungefähr 60.000 € in Anspruch genommen werden, dringend raten möchte, einen im Gesellschaftsrecht und Insolvenzrecht erfahrenen Kollegen vor Ort mit abschließenden Klärung der Sach- und Rechtslage und anschließend der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen zu beauftragen.

 

Trotz der Komplexität möchte ich versuchen zumindest eine grobe erste Einschätzung für sie vorzunehmen anhand ihrer Schilderung.


Als Geschäftsführer haften sie nicht auf jeden Fall für Schulden der Gesellschaft.

 

Für Schulden der Gesellschaft haften sie nur im Wege der so genannten Durchgriffshaftung, wenn ihnen eine gravierende Pflichtverletzung zulasten der Gesellschaft vorgeworfen werden kann und dieses auch nachgewiesen werden kann.

 

Ohne eine solche Pflichtverletzung (die beispielsweise zu der Insolvenz der Gesellschaft geführt hat) sehe ich keine hinreichenden Erfolgsaussichten, um die Ansprüche ihnen gegenüber erfolgreich durchzusetzen.

 

Hierbei kommt es weniger darauf an, ob sie im Handelsregister als Geschäftsführer eingetragen sind oder nicht.

 

Es kommt lediglich darauf an, ob sie zum vorgeworfenen Zeitpunkt (also wenn sie eine Pflichtverletzung gibt) Geschäftsführer gewesen sind oder nicht.

 

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass überdurchschnittliche Verteidigungsmöglichkeiten bestehen, sofern die Forderungen nicht nachgewiesen werden können beziehungsweise nicht nachgewiesen werden kann, dass ihnen Pflichtverletzungen zulasten der Gesellschaft angelastet werden können.

 

Eine andere Konstellation, in der sie Schadensersatz beziehungsweise Rückzahlung leisten müssen wäre dann noch denkbar, wenn sie von der Gesellschaft kurz vor der Insolvenz den Betrag in Höhe von 60.000 € erhalten haben.

 

Dann wäre diese Zahlung unter Umständen anfechtbar mit der Folge, dass Sie den Betrag an die Insolvenz Masse (also an den Insolvenzverwalter) zurückzahlen müssten.

 

Wie Sie sehen, ist die Sach- und Rechtslage hier sehr komplex,so dass ich Ihnen dringend anraten würde, wie bereits eingangs angedeutet,einen Kollegen vor Ort zu beauftragen.



Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagabend!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt




Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.