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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2918
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe am 23.04.2012 in einem BASE SHOP per Darlehensver

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe am 23.04.2012 in einem BASE SHOP per Darlehensvertrag ein Handy erworben ohne,das gebe ich zu, auf den eingetragenen Barzahlungspreis zu achten. Dieser soll lt. Filialleiter die Zinsen schon beinhalten, da diese im Vertrag nicht extra aufgelistet wurden. Das Handy ist mir aber nun eindeutig zu teuer, da ich es im Internet über BASE fast um die Hälfte günstiger erwerben könnte.
Meine Frage: kann ich vom Vertrag zurück treten und das Handy ( unbenutzt) wieder zurück geben?
Im Vertrag steht: Ich bestätige
- eine Ausfertigung dieser Urkunde
- und im Falle des Beitritts zur ...(RSV) zusätzlich die .........zur RSV (einschließlich der Belehrung über das Widerrufsrecht)......
erhalten zu haben.
(1.Rate fällig am 01.06.2012)
Der Filialleiter hat mir eine Rückgabe eindeutig verweigert!
Bitte helfen Sie mir!
Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Sylvia L.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

ein allgemeines Widerrufsrecht gibt es bei Vertragsschluss im Laden grundsätzlich nicht. Dies wurde bei einer Verbindung mit Darlehen zwar teilweise von Gerichten angenommen, ist bisher jedoch nach meiner Kenntnis noch keine gängige Rechtssprechung.

Siehe hierzu den Beitrag eines Kollegen:

http://www.internetrecht-rostock.de/widerrufsrecht-bei-handyvertrag-im-laden.htm

 

Ein Rücktritt wäre allenfalls denkbar, wenn Sie eine Falschberatung nachweisen können. Dazu zählt jedoch nicht, dass das Telefon möglicherweise woanders hätte billiger zu erwerben sein können, vorausgesetzt, es handelt sich um kein sittenwidriges Angebot (mehr als der doppelte Preis, wobei man beim vorliegenden Vertrag hiefür kaum alleine den fiktiven Preis des Handys zugrundelegen kann sondern den gesamten Handyvertrag wohl berücksichtigen muss.

 

Insofern bleibt in Ihrem Fall nur eine Einigung mit dem Laden unter Hinweis auf das Prozessrisiko wegen des teilweise angenommenen WiderrufsR.

 

Erklären Sie den Widerruf auf jeden Fall nachweisbar schriftlich, um keine Fristen zu verpassen, falls wider Erwarten korrekt belehrt worden sein sollte.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.


Bitte vergessen Sie nicht, die Antwort zu akzeptieren. Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland verboten.


Mit freundlichen Grüßen

Olaf Götz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Götz,
bei Einzugsermächtigung steht: Der Darlehensnehmer ermächtigt die Bank widerruflich, die zu entrichtenden Zahlungen .....einzuziehen.

Kann ich für den Darlehensvertrag im Laden Widerruf anmelden, da der Stempel der Filiale dabei sein muß oder kann mir das verwehrt werden?
Und ich habe keinen anderen Kaufvertrag in der Hand, muß ich dann das Handy behalten, außer der Laden weist mir einen Vertrag nach und wie lasse ich mir den Barpreis nachweisen, da ich auch dort kein Preisschild bzw. eine andere Auszeichnung gesehen habe?

Danke XXXXX XXXXX Antwort, habe die Nachricht auf dem AB falsch interpretiert, es bleibt bei der Absage des Filialleiters!
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Mit dem Widerruf der Einzugsermächtigung hat dies alles nichts zu tun. Wenn Sie diese widerrufen, werden Sie eine Rechnung bekommen.

 

Die 2. Frage abe ich bereits beantwortet: Sie können den Vertrag nicht widerrufen. Es gibt aber einzelne Gerichte, die ein Widerrufsrecht annehmen. Der Barpreis des Handy würde hier allenfalls dann eine Rolle spielen, wenn er so hoch wäre (aslo dem Wert des Handys enstpräche), dass das Handy nicht durch Darlehen finanziert wäre. Dann gäbe es auch sicher kein Widerrufsrecht.

 

Gruß