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ra-steininger
ra-steininger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 304
Erfahrung:  Rechtsanwalt seit 2002
57738891
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ra-steininger ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe Anfang des Monats

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Anfang des Monats auf einer bekannten Internet-Plattform im Rahmen einer Online-Auktion 2 Fussballkarten für ein gewichtiges Fussballspiel in Form einer "Sofort-Kauf-Option", verbunden mit der Option "Preis vorschlagen" zu einem höherwertigen Preis eingestellt.

Nachdem der Artikel in Verbindung enes rechtsgültig eingegangenen Kaufvertrages durch Betätigen der "Sofortkauf-Option" durch einen Bieter sogleich käuflich erworben wurde und ich dem Käufer per eMail eine Nachricht zukommen liess, in welchem die Bankdaten für die laut Artikelbeschreibung ausdrücklich binnen drei Werktagen zu tätigende Zahlung enthalten waren, sendete mir der Käufer zu meiner Verwunderung folgende Mitteilung zurück:

//"Hallo......,

vielen dank XXXXX XXXXX nachricht. sehr schön. bitte senden sie uns kurz eine
verbindliche bestätigung (ggf. versicherung an eidesstatt) dass sie die
karten bekommen bzw. haben und uns diese nach bezahlung der karten
zusenden. dazu benötgen wir eine erklärung, dass sie sich nicht in
privatinsolvenz o.ä. befinden und dementsprechend auch keine derartige
verfahren gegen sie anhängig sind. wir machen dies zu unserer eigenen
sicherheit, denn 2010 haben wir für das cl-finale bei ebay karten
ersteigert und bezahlt, die wir nie erhalten haben. der verkäufer aus
wuppertal ist zwar nun vorbestraft, unser geld ist aber trotzdem weg. also
nichts für ungut und vielen dank XXXXX XXXXX verständnis. mfg ........."//

Ich beantwortete diese seltsame eMail mit den Worten, dass das erlebte Ereignis zwar bedauerlich sei, ich aber im Zusammenhang mit dieser Transaktion gewiss nicht verpflichtet bin die dargelegten Forderungen zu erfüllen, mir eine solche Vorgehensweise mir in de3m Auktionshaus in 10 Jahren Zugehörigkeit nicht untergekommen ist und derartige Vorgehensweise auf dieser Plattform auch in keinster Weise üblich sind bei welchen man im Rahmen einer privaten Online-Auktion als Anbieter eines Artikels dem Käufer gegenüber eine Art "Schufa-Auskunft" abzuleisten und desweiteren etwaige Nachweise wie eidestattliche Versicherungen, Erklärungen bezüglich Nichtinsolvenz, etc....abzugeben hat, sondern dieses Auktionshaus auf Basis der Vorkasseverpflichtung bei einem Kauf aufgebaut ist in welchem der Grundsatz gilt, dass ein Käufer nach Erhalt des Zuschlages für einen Artikel diesen zunächst bezahlen muss worauf der Verkäufer diesen dem Käufer nach Zahlungseingang im Anschluss zusendet.

Nachdem ich den Käufer auf diesen Umstand hingewiesen habe, sowie auf die Tatsache, dass er mit der Zahlungsverweigerung in Verbindung mit der Forderung hanebüchener Darlegungen und Erklärungen, hinsichtlich des eingegangenen Kaufvertrages vertragliche Pflichten verletzt und ich ihm desweiteren zu verstehen gegeben habe, dass ich hingegen weder verpflichtet noch bereit bin dessen mehr als seltsamen Forderungen zu erfüllen, sendete mir dieser mehrere Antwortschreiben zu in welchen er in höhnischem Wortlaut äusserte, dass er gar nichts überweisen werde und "ich mir meine Karten doch sonst wo....hinschieben könne"...

Meine Frage zu vorliegendem Sachverhalt ist auf drei Bereiche aufgeteilt welche lauten:

a.) Gibt es eine derartige Klausel, respektive eine Rechtgrundlage, auf welche ein Käufer eines Artikels nach einem online zustandegekommenen Kaufvertrag von Seiten des Käufers auch nur annähernd etwas Derartiges einfordern kann wie es von ihm in diesem Falle abgehalten wird, z.B. eventuell begründet auf der Tatsache, dass es sich um einen höherwertigen Artikel handelt oder ähnlich zu Grunde liegenden Faktoren...?

b.) Sollte es etwas Derartiges nicht geben, wovon ich eigentlich ausgehe, kann ich die Eintrittskarten dann umgehend wieder anderweitig zum Verkauf anbieten oder muss ich die in einem derartigen Fall entsprechenden, vorliegenden Fristen hinsichtlich Kündigung, Mahnungszustellung, etc... einhalten, auch wenn man aufgrund dieses damit verbundenen Zeitaufwandes in die Situation gerät, dass bei Berücksichtigung der entsprechenden Fristen aufgrund eines hierdurch nicht erfolgten Verkaufs die Veranstaltung dann ohne Verwendung bzw. der Nutzung stattfindet in dessen Zusammenhang man aufgrund dieses undisziplinierten Käufers letztenendes dann sozusagen "auf den Karten gänzlich sitzen bleibt" und der Verlust durch das Zurückhalten der Karten und deren "Verfallen" hierdurch lediglich noch grösser gestaltet wird...

c.) Kann ich alleine aufgrund der seitens des Käufers abgehaltenen Weigerung den Artikel fristgerecht zu bezahlen wie in diesem Fall vorliegend, diesen schadensersatzpflichtig machen und stehen die Chancen auf einen erfolgreichen Ausgang in diesem geschilderten Falle gut oder ist dieser aufgrund gewisser bestehender juristischer und von mir nicht berücksichtigten Vertragsregelungen doch nicht allzusehr vielversprechend wie er sich mir als Laien als eigentlich völlig klarer Fall darstellt ?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Morgen,

einen entsprechenden Anspruch auf Information gibt es nicht. Der Kauf bliebe wirksam.

Sie könnten auf Zahlung klagen.

Einfacher erscheint, die angebotene Vertragsaufhebung (so kann man die letzte Mail wohl verstehen) zu akzeptieren und die Karten neu einzustellen.

Bekannt aus:

 
 
 
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