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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3660
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

(von Moderation entfernt)Sehr

Kundenfrage

(von Moderation entfernt) Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin Vorlesepate der Initiative „Düsseldorf liest vor“ und bin in der KITA der(von Moderation entfernt) aktiv. Darüber hinaus habe ich ein kleines Papierfigurentheater erbaut, mit dem ich mit noch 4 weiteren Vorlesepaten in verschiedenen Kindergärten, Grundschulen, in der Bergerkirche und auch schon im Kinderkrankenhaus viele Kinder mit insgesamt 4 Theaterstücken erfreuen konnten. Wir sind ehrenamtlich tätig und wollen auf diesem Wege zur Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung der Kinder beitragen. Für die Theaterstücke, auch deren Figuren verwende ich Bilder, Texte und die Musik ausgewählter Bilderbücher, wofür ich in den vergangenen Jahren die sogenannten „Verwertungshandlungen“ genehmigt bekam. Nun sind diese Genehmigungen offensichtlich nicht mehr über die Verlage sondern über eine sogen. „Verwertungsgesellschaft“ einzuholen und diese verweigert uns unbegründet nun die Genehmigung. Dies zur Schilderung meiner/unserer Situation, die auch aktuell wegen der beabsichtigten Aufführungen u.a. beim Düsseldorfer Bücherbummel 2012 für die Kinderbücherei der Zentralbibliothek der Stadt Düsseldorf bedeutend ist. In der im Internet unter "Welche Texte darf ein(e) VorleserIn vorlesen" zugängliche Text der Stiftung Lesen werden Bedingungen genannt, unter denen das Vorlesen unter Berücksichtigung der Urheberrechte erlaubt ist. Hieraus stellt sich nun uns die Frage, in wie weit wir rechtsgängig als „Jugendhilfe“ anerkannt werden können und ist ein in vorgenannter Form dargebotenes Bilderbuch als "Bühnenfassung" zu bewerten. Da wir als EhrenamtlerInnen keine Geldmittel zur Verfügung haben, fragen wir bei Ihnen höflich an, in wie weit Sie uns da, möglicherweise mittels der Vermittlung einer entsprechenden Rechtsberatung, weiterhelfen können? Für eine möglichst umgehende Rückäußerung wäre ich sehr dankbar und verbleibe mit freundlichen Grüßen (von Moderation entfernt)
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 5 Jahren.

Der Urheber hat das ausschließliche Recht, sein Werk in unkörperlicher Form öffentlich wiederzugeben § 15 Abs. 2 UrhG. Hierzu gehören auch das Vortrags-, Aufführungs. und Vorführungsrecht (§ 19 UrhG).

Falls Sie nicht die Genehmigung zur Nutzung der Texte, Bilder oder Musik haben, besteht die Gefahr, dass der Urheber, also der Autor oder Komponist, Sie auf Unterlassung und Schadenersatz in Anspruch nimmt, sofern er von Ihrer Tätigkeit Kenntnis erhält.

Ich sehe leider keine Anspruchsgrundlage, nach der der Urheber oder hier die Verwertungsgesellschaft eine Pflicht hat, Ihnen die entsprechenden Rechte einzuräumen.

Sie könnten sich direkt an den Urheber wenden und um eine Genehmigung bitten. Hierzu könnten Sie auf die soziale, nichtkommerzielle Komponente Ihres Projektes verweisen.

Ich bedauere, Ihnen keine konkretere Lösung darlegen zu können.
Rechtsanwalt Krüger und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Auf meine Fragen bezüglich "Jugendhilfe" und "Bühnenfassung" sind Sie nicht eingegangen, doch war dies mein besonderes Anliegen!
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 5 Jahren.

Jede Form der Wiedergabe urheberrechtlich geschützter Werke ist vom Aufführungsrecht des Urhebers gemäß § 19 Abs. 2 UrhG umfasst, auch eine Bühnefassung. Dort heißt es:

  • Das Aufführungsrecht ist das Recht, ein Werk der Musik durch persönliche Darbietung öffentlich zu Gehör zu bringen oder ein Werk öffentlich bühnenmäßig darzustellen.

Wenn Sie urheberrechtlich geschützteTexte, Bilder oder Musik verwenden, dann betrifft dies das Urheberrecht, selbst wenn Sie diese abwandeln. Das Urheberrecht darf auch nicht verletzt werden, wenn es der Jugendhilfe dient. Hierfür ist keine Grundlage ersichtlich. Allein der Urheber darf bestimmen, ob und wann sein Werk aufgeführt wird.

Ich kann leider nur nochmals darauf hinweisen, dass Sie auf Unterlassung und Schadenersatz in Anspruch genommen werden können, wenn sie die Werke verwenden, ohne vom Urheber dazu authorisiert zu sein.

Sie können mir gerne den Link zur Stiftung Lesen zum Urheberrecht hier posten, damit ich die dortigen Ausführen nachvollziehen kann. Mir war es nicht möglich, dies selbst zu googeln.