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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Guten Abend, meine Frage: Meine Mutter ist im Juli 2011 verstorben.

Kundenfrage

Guten Abend, meine Frage: Meine Mutter ist im Juli 2011 verstorben. Wir bekommen jetzt eine Rechnung über 1600,00 Euro Nachzahlung für Heizkosten 2010. Ist das rechtens?

Mit freundlichen Grüßen

W. Jessen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

hat Ihre Mutter zur Miete gewohnt? Wurde Ihnen jetzt eine Nebenkostenabrechnung des Vermieters zugesandt?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ja, hat sie. Die Abrechnung wurde mir zugesandt.

 

W. Jessen

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Information.

Gemäß § 556 Abs.3 S.2 BGB muss die Abrechnung dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitgeteilt werden. Die Nebenkostenabrechnung muss deshalb dem Mieter bis spätestens zum letzten Tag der Frist zugehen. Problematisch ist für den Vermieter vor allem der Beweis des Zugangs; gegebenenfalls könnte er sich den Empfang der Abrechnung vom Mieter quittieren lassen.

Wenn als Abrechnungszeitraum das Kalenderjahr vereinbart, so hätte die Abrechnung bis zum 31.12.2011 für das Kalenderjahr 2010 erfolgen müssen.

Überschreitet der Vermieter jedoch diese 12-Monatsfrist, kann er in der Regel gemäß § 556 Abs.3 S.3 BGB vom Mieter keine Nachzahlung mehr verlangen. Verweigert der Mieter nämlich die Nachzahlung müsste der Vermieter im Rahmen eines Prozess beweisen, dass er für die Fristversäumnis nichts kann, was häufig nicht gelingen wird.

Der Anspruch auf Nachzahlung des Betrages von 1.600 € ist daher verwirkt. Sie müssen keine Zahlungen mehr leisten.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

Sie haben meine Antwort inzwischen gelesen. Bestehen noch Fragen?

Wenn nicht bitte ich, meine Antwort zu akzeptieren, denn erst dadurch wird meine Beratung bezahlt. Dankeschön.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Danke für Ihre Antwort.

 

Das bedeutet aber, dass wir einen Prozess anstrengen müssen, und den können wir uns nicht leisten.

 

Eine Frage habe ich noch: Wir hatten immense Kosten nach dem Tod meiner Mutter. Ihr Sparbuch reichte bei weitem nicht aus, die Folgekosten zu bezahlen. ( Entrümpelung der Wohnung: 5000,- , Grabstättenkosten: 5000,- und all die anderen Rechnungen, die sich im Rahmen von 200,- bis 1000,- Euro bewegen. Ihr Sparbuch reichte für die Beisetzung, Finanzamt und Renovierungskosten selbiger Wohnung, von der ich vorhin sprach.

Inwiefern kann ich dies bei meiner Steuererklärung geltend machen?

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

Sie müssen deswegen doch keinen Prozess anstrengen. Teilen Sie dem Vermieter mit, dass die Nebenkostenabrechnung zu spät erteilt worden ist und Sie somit keine Nachzahlung leisten werden. Gleichzeitig sollten Sie gegenüber dem Vermieter die Dürftigkeit des Nachlasses einwenden und mitteilen, dass keine weiteren Mittel zur Verfügung stehen, weil die Nachlassverbindlichkeiten höher sind, als der Nachlass.

Die Kosten, die Sie selbst für die Nachlassverbindlichkeiten Ihrer Mutter erbracht haben, also die Kosten, die nicht vom Sparbuch mehr gedeckt waren, diese können Sie als außergewöhnliche Belastung im Rahmen der Einkommensteuererklärung 2011 geltend machen.
RA_UJSCHWERIN und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank, ich hoffe, dass meine Anweisung von 60,- durch PayPal erfolgt.

 

W. Jessen

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

ich habe Ihnen für die freundliche Akzeptierung zu danken. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

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