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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22870
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Welche versicherungstechnischen Sicherungen müssen bestehen,

Kundenfrage

Welche versicherungstechnischen Sicherungen müssen bestehen, wenn Mitarbeiter eines Konzernes Bargeld mit dem privaten Wagen zur Bank bringen sollen. Ist dies statthaft und wenn ja, wie müssen die versicherungstechnischen Absicherungen sein?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Es ist durchaus möglich, solche Werttransporte auch von einer Privatperson durchführen zu lassen.

Empfehelnswert ist der Abschluss einer gebündelten Firmenversicherung im Vorfeld, die aus zwei Komponenten bestehen sollte.

Diese sollte zunächst eine betriebliche Transportversicherung umfassen: Diese sichert das Unternehmen gegen das Risiko ab, dass das Transportgut unterwegs beschädigt oder gestohlen wird.

Darüber hinaus sollte eine Einbruchdiebstahlversicherung abgeschlossen werden. Mit dieser Police ist nicht nur das Risiko des Einbruchdiebstahls abgesichert, sondern es kann zusätzlich auch das Risiko das Beraubungsrisiko eingeschlossen werden. Der Versicherer tritt unter anderem auch dann ein, wenn sich ein Raub auf Transportwegen ereignen sollte.

In jedem Fall wird der Fahrer (Privatperson) aber verpflichtet sein, das gleiche Maß an Sorgfalt aufzuwenden wie ein gewerblicher Transporteur.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Nach einmaliger Akzeptierung können Sie jederzeit kostenfrei Folgefragen stellen. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Es ist durchaus möglich, solche Werttransporte auch von einer Privatperson durchführen zu lassen.

Empfehelnswert ist der Abschluss einer gebündelten Firmenversicherung im Vorfeld, die aus zwei Komponenten bestehen sollte.

Diese sollte zunächst eine betriebliche Transportversicherung umfassen: Diese sichert das Unternehmen gegen das Risiko ab, dass das Transportgut unterwegs beschädigt oder gestohlen wird.

Darüber hinaus sollte eine Einbruchdiebstahlversicherung abgeschlossen werden. Mit dieser Police ist nicht nur das Risiko des Einbruchdiebstahls abgesichert, sondern es kann zusätzlich auch das Risiko das Beraubungsrisiko eingeschlossen werden. Der Versicherer tritt unter anderem auch dann ein, wenn sich ein Raub auf Transportwegen ereignen sollte.

In jedem Fall wird der Fahrer (Privatperson) aber verpflichtet sein, das gleiche Maß an Sorgfalt aufzuwenden wie ein gewerblicher Transporteur.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Nach einmaliger Akzeptierung können Sie jederzeit kostenfrei Folgefragen stellen. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Herzlichen Dank für die prompte Beantwortung!

 

Doch habe ich noch folgende Nachfrage:

Sie schreiben "In jedem Fall wird der Fahrer (Privatperson) aber verpflichtet sein, das gleiche Maß an Sorgfalt aufzuwenden wie ein gewerblicher Transporteur." Bedeutet das, dass die Privatperson sich selber zusätzlich versichern sollte?

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Nein, ein zusätzlicher Versicherungsschutz ist nicht erforderlich.

Mit der Anmerkung ist gemeint, dass die Privatperson nach den zugrunde liegenden Versicherungsbedingungen für die jeweiligen Policen den gleichen Verhaltensanforderungen unterliegt wie ein professioneller Transportdienst und während des Transports das gleiche Maß an Aufmerksamkeit aufwenden muss wie dieser.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Herzlichen Dank für die prompte Beantwortung!

 

Doch habe ich noch folgende Nachfrage:

Gibt es einen rechtlichen Grund diese Aufgabe vor dem Arbeitsgeber zu verweigern?

Der Auftrag soll in Zukunft von mir nach Dienstschluss und mit dem Privatwagen auf dem Heimweg erledigt werden. Was ist wenn ein Überfall oder Unfall stattfindet? Wer haftet und tritt finanziell ein wenn ich dabei langzeitgeschädigt werde und meine Familie den Ernährer verliert?

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Grundsätzlich kann der AG auf der Grundlage seines Direktions- und Weisungsrecht Art, Inhalt und Zeitpunkt der zu erledigenden Arbeitsaufgabe näher bestimmen. Soweit die Zuweisung der Transportfahrten an Sie sich in den Grenzen billigen Ermessens hält, wäre dies von dem arbeitgeberseitigen Weisungsrecht auch gedeckt.

Sollte Ihnen im Rahmen der Ausübung dieser Transportfahrten etwas zustoßen, so wären Sie und auch Hinterbliebene durch die Bestimmungen der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert und geschützt, denn die Erledigung der Transporte wäre insoweit eine unfallversicherte Tätigkeit.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Aber es heißt doch immer, das der Weg von der Wohnung zum Arbeitsplatz und zurück nur versichert ist wenn dieser direkt und ohne Umwege erfolgt!

Wie verträgt sich das dann mit dem Umweg über die Bank?

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
In diesem besonderen Fall unter den gegebenen Umständen (denn Sie nehmen den Umweg auf Anweisung des AG) wäre auch der indirekte Weg - also einschließlich des Umwegs über die Bank - nach der Rechtsprechung unfallversichert:

http://www.monero.de/versicherung/unfallversicherung/unfallversicherung-wegeunfall-auch-bei-indirektem-weg-nach-hause.html

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Hüttemann,

 

ich danke XXXXX XXXXXür die schnelle Aufklärung. Ich bewerte Ihre Ausführungen mit "sehr gut" und wünsche Ihnen: "Bleiben Sie gesund!"

 

Ihr

M. Bormann

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Besten Dank.

Auch Ihnen alles Gute auf allen Wegen!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt