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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6158
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Ich bewohne eine gemeinsame Wohnung mit meinem Partner, welche

Kundenfrage

Ich bewohne eine gemeinsame Wohnung mit meinem Partner, welche jedoch zum Eigentumshaus seiner Eltern gehört. Es existiert ein Mietvertrag, in welchem ich jedoch nicht aufgeführt bin. Nun ist die Sachlage so, dass wir unsere Beziehung vor kurzem beendet haben. Aufgrund der Tatsache, dass schon in der Vergangenheit mehrmals Übergriffe auf mich von meinem Ex-Freund statt gefunden haben (z.B. Finger gebrochen etc.) ist es für mich unmöglich mein Eigentum aus dieser Wohnung unter seinem Beisein zu holen, da er ein sehr hohes Aggressionspotenzial hat (Vorbestraft!). Seine Eltern unterstützen traurigerweise sein Handeln und stellen sich ebenfalls gegen mich. Es werden arge Beschimpfinmgungen und Drohungen mir gegenüber geäußert. Sie sind der Auffassung das ich keinerlei Recht bzw. Anspruch auf mein Eigentum in ihrer Wohnung habe bzw. nicht allein (2. unabhängihge Person ist mit dabei) meine Sachen abholen darf - sie drohen mir sogar alle Schlüsser aus zuwechseln und mir den kompletzen Zugang zum grundstück zu verwähren WAS SOLL ICH TUN? Welche rechte habe ich in dieser Situation? Bitte um schnellstmögliche Rückmeldung und vielen Dank XXXXX XXXXX!

Frau S.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:

Zunächst einmal könnten Sie hier Schadensersatz und Schmerzensgeld gemäß §§ 823, 253 Abs. 2 BGB wegen der zugefügten körperlichen Schäden verlangen.

 

Sie könnten diesbezüglich auch Strafanzeige wegen Körperverletzung gemäß § 223 StGB erstatten.

 

Zusätzlich können sie auch Strafanzeige wegen Beleidigung, Verleumdung und übler Nachrede erstatten.

 

In zivilrechtlicher Hinsicht haben sie einen Herausgabeanspruch in Bezug auf ihr Eigentum aus § 985 BGB.

 

Sollte ihnen die Herausgabe verweigert werden könnten sie zusätzlich wegen Unterschlagung Strafanzeige erstatten.

 

Sie sollten nachweisbar (per Einschreiben) unter Setzung einer angemessenen Frist (etwa 10-14 Tage) die Gegenseite zur Herausgabe ihrer Gegenstände hilfsweise zur Ermöglichung der Abholung der Gegenstände (hiermit können sie auch eine oder mehrere dritte Personen beauftragen) auffordern.

 

Sollte er die Frist erfolglos ablaufen lassen oder die Herausgabe weiterhin verweigern, sollten sie Strafanzeige erstatten und einem Rechtsanwalt vor Ort mit der gerichtlichen Durchsetzung ihrer Herausgabeansprüche beauftragen.

 

Nach erfolglosem Fristablauf beziehungsweise Verweigerung hätte übrigens die Gegenseite ihre Anwaltskosten als Verzugsschaden gemäß §§ 280,286 BGB zu erstatten.

 

Bitte lassen Sie sich hier nicht einschüchtern, sie sind im Recht und haben durchaus Handlungsmöglichkeiten (siehe oben).



Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagabend!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt



Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen dank XXXXX XXXXX für Ihre rasche Antwort.

Wie ist es bei meiner Hauskatze die ebenfalls noch in dieser Wohnung wohnt, ich habe Angst, dass ihr ebenfalls Schaden zu gefügt wird. Ist da auch eine Forderung der Herausgabe unter einer Frist von 10-14 Tagen notwendig oder ist das dabei anders?

Wäre es von Vorteil die noch gemeinsamenin der Wohnung vorhandenen Dinge wie Möbel etc. fotografisch festzuhalten um den Zustand zu dokumnetieren falls da ebenfalls Sachschaden durch ihn entsteht?
Bzw. ganz wichtig wäre mir dieser Sachverhalt bei technischen Geräten und wie soll ich nachweisen welche Sachen zu meinem Eigentum zählen wenn ich keinerlei Beweis/Beleg dafür habe und alle anderen seiner Familie bezeugen werden, dass diese gegenstände ihm angeblich gehören?
Danke
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Antwort kam zu spät.
Dringend und kann nicht länger auf Rückmeldung warten da nicht mehr lange Internetzugang verfügbar.
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

zur Dokumentation des Zustandes ist es auf jeden Fall sinnvoll Lichtbilder anzufordern.

Der Eigentumsnachweis kann in Einzelfällen durchaus schwierig sein. Wenn kein Kaufbelegt mehr vorhanden ist (dieser ist nicht zwingend ein Eigentumsnachweis), können Sie nur über Zeugen (Geschwister, Freunde) den Nachweis führen, dass die Gegenstände Ihnen gehören und ggf. schon vor der Beziehung angeschafft wurden.

Da Tiere nach den Zivilrecht lediglich als Sachen gelten, gilt für diese nichts anderes, wie für die anderen Gegenstände. Sollte Ihrerseits aber eine Gefahr vorgetragen und ggf. nachgewiesen werden, so wäre durchaus auch die Durchführung eines gerichtlichen Schnellverfahrens möglich.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie bitten, sofern kein weiterer Klärungsbedarf besteht, die Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Mit freundlichen Grüssen
RA Grass
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Ungenaue Antwort.
Kann ich nachträglich noch eine Rechtsschutzversicherung für die mir bevorstehenden Verhandlungen abschließen?
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

zwar können Sie jederzeit eine Rechtsschutzversicherung abschließen, diese wird aber die Kosten in Ihren Fall nicht übernehmen. Maßgeblich für die Versicherung ist der Zeitpunkt des Eintritts des Rechtsfalls. Dieser muss nach Vertragsabschluss eingetreten sein.


Mit freundlichen Grüssen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Keine weiteren Fragen. Danke

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