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hsvrechtsanwaelte
hsvrechtsanwaelte, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1738
Erfahrung:  Mitglied der ARGE Verwaltungsrecht im DAV
61407990
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hsvrechtsanwaelte ist jetzt online.

Wir haben mit einem Anwalt einen Geschäftsbesorgungsvertrag

Kundenfrage

Wir haben mit einem Anwalt einen Geschäftsbesorgungsvertrag über ein Treuhand/Anderkonto geschlossen !
In diesem Vertrag ist klar geregelt dass er dass Geld nur auf Anweisung weiterleiten (an den
Lieferanten) darf. Leider hat er die Gelder ohne Zustimmung weitergeleitet und der Lieferant
ist mit den Geldern verschwunden. Unsere Geschäftspartner und wir haben vertrauensvoll
die Einzahlung direkt an das Konto des Anwaltes die Gelder überwiesen. Haftet der Anwalt
oder die Versicherung (Vermögensschadenhaftpflicht.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Sie müssten grundsätzlich den Anwalt auf Zahlung verklagen, aber möglicherweise können Sie hier direkt die Versicherung in Anspruch nehmen.

Nach § 108 Abs. 2 VVG kann der Rechtsanwalt den Freistellungsanspruch gegen den Versicherer an einen Mandanten abtreten, der sich in
dessen Person in einen Zahlungsanspruch umwandelt. Damit wird der
Mandant in die Lage versetzt, die Berufshaftpflichtversicherung direkt in Anspruch zu nehmen.

Möglicherweise ist dieses hier geschehen.

Ein begrenzter Direktanspruch besteht auch nach § 115 Abs.1 Nr. 2 VVG, der wie folgt lautet:

„Der Dritte kann seinen Anspruch auf Schadensersatz auch gegen
den Versicherer geltend machen,

2. wenn über das Vermögen des Versicherungsnehmers das Insolvenzverfahren eröffnet oder der Eröffnungsantrag mangels Masse
abgewiesen worden ist oder ein vorläufiger Insolvenzverwalter
bestellt worden ist.

Da die Versicherung eine ablehnende Haltung einnimmt, sollte Sie rechtlich diesen Anspruch unbedingt prüfen lassen, also ob z. B. ein Schaden entstanden ist, der ursächlich auf das Anwaltsverhalten unmittelbar zurückgeführt werden kann etc.

Da Sie wahrscheinlich wegen des Anwaltszwanges (Streitwert wahrscheinlich über 5.000,- €) sowieso ein Anwalt für einen Prozess benötigen, sollten Sie diesen zunächst mit einer weiteren Beratung betrauen.

Nur derart lässt sich abschließend die Erfolgsaussichten einschätzen und vorher sollte ohne umfangreiche Prüfung der Sach- und Rechtslage, der Beweissituation keine Klage erhoben werden.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Akzeptanz meiner Antwort; Rechtsrat darf hier nur gegen eine Vergütung erfolgen.
hsvrechtsanwaelte, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1738
Erfahrung: Mitglied der ARGE Verwaltungsrecht im DAV
hsvrechtsanwaelte und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Ungenaue Antwort.
Meine Frage ist wer haftet und muss die Versicherung wegen Fahrlässigkeit die Regulierung
vornehmen. Und wer macht die Klage.
Experte:  ra-fork hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:


Frage 1: "Wer haftet"

Es haftet der Anwalt. Und zwar dann, wenn er schuldhaft eine aus dem Anwaltsvertrag resultierende Pflichtverletzt hat und Ihnen dadurch ein Schaden entstanden ist.

Sie müssen im Anwaltshaftungsprozess alle anspruchsbegründenden Tatsachen voll beweisen können.

Frage 2: "Muss Versicherung die Regulierung übernehmen"

Grundsätzlich ja. Der Anwalt wird den Vorgang seiner Versicherung gemeldet haben. Diese prüft die Ersatzpflicht Ihres Versicherten. Kommt die Versicherung zu dem Ergebnis, dass eine Haftung Ihres Versicherten nicht besteht, lehnt Sie die Erstattung ab. Dies ist hier wohl nach Ihrer Schilderung bereits geschehen.

Frage 3:

"Wer macht die Klage"

Sie bzw. im Falle der Anwaltspflicht Ihr neuer Anwalt. Dieser wird zunächst anhand der Unterlagen die Ersatzpflicht des Kollegen prüfen und sich bejahendenfalls unter Fristsetzung an die Versicherung wenden. Diese hat dann zu entscheiden, ob sie die höheren Kosten durch einen Prozess zu tragen bereit ist.










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Raphael Fork


-Rechtsanwalt-



Experte:  ra-fork hat geantwortet vor 5 Jahren.
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