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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
61158677
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Guten Tag ich arbeite in einer Arztpraxis als Arzthelferin.

Kundenfrage

Guten Tag
ich arbeite in einer Arztpraxis als Arzthelferin. Mein Chef (Arzt) möchte das die Arzthelferinnen die Rezepte in seinem Namen unterschreiben. Wir Arzthelferinne mussten die Unterschrift unserer Chefs üben.
Mach ich mich schuldig der Unterschriftenfälschung.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:

Als Arzthelferin sind Sie nicht berechtigt, Rezepte zu unterschreiben. Dies würde eine Urkundenfälschung darstellen.

Dies stellt einen Straftatbestand nach § 267 StGB dar.

(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

1. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Betrug oder Urkundenfälschung verbunden hat,
2. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt,
3. durch eine große Zahl von unechten oder verfälschten Urkunden die Sicherheit des Rechtsverkehrs erheblich gefährdet oder
4. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger mißbraucht.
(4) Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer die Urkundenfälschung als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat, gewerbsmäßig begeht.

Sie sehen, es drohen empfindliche Strafen. Sie sollten daher die Anweisung des Arbeitgebers verweigern und darauf bestehen, dass er selbst die Rezepte unterschreibt. Verweisen Sie ihn darauf, dass er durch ein derartiges Vorgehen seine Berufszulassung riskiert.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ok habe deswegen schon gekündigt.
kann ich den Arzt anzeigen ohne selber dabei in Verantwortung gezogen zu werden.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

wenn diese Handhabung übliche Praxis in der Arztpraxis ist, können Sie den Arzt wegen Aufforderung zur Urkundenfälschung bzw. Nötigung anzeigen. Ebenso sollten Sie die örtliche Ärztekammer über die Verfahrensweise informieren.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

Sie haben meine Antwort inzwischen gelesen? Bestehen noch Fragen?

Wenn nicht akzeptieren Sie bitte meine Antwort, denn erst dadurch wird meine Beratung bezahlt. Dankeschön.