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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3728
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Hallo, mein Sohn wurde heute auf offener Strasse angehalten,

Kundenfrage

Hallo,
mein Sohn wurde heute auf offener Strasse angehalten, mitgenommen und festgehalten, weil er mit einem Freund unterwegs war, auf den wohl eine Personenbeschreibung gepasst hat. Die Jugendlichen kamen auf das Revier, wurden mit Handschellen (!) dorthingebracht, in Zellen gesperrt und Alkoholtests unterzogen. Ich wurde erst drei Stunden später benachrichtigt. Außerdem verhielten sich die Polizisten recht unpädagogisch, will sagen, provokativ gegenüber den Jugendlichen. Das habe ich mitbekommen, als ich schließlich kam. Darf die Ploizei das? Müßte ich nicht früher benachrichtig werden? Mein Sohn ist völlig fertig mit den Nerven.
Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen, N.H
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 5 Jahren.

Bei Verdacht einer Straftat darf die Polizei Verdächtige vorläufig festnehmen, auch Jugendliche und auch ohne zuvor die Erziehungsberechtigten einzuschalten. Eine Benachrichtigung nach drei Stunden ist dabei noch im Rahmen.

Es wäre sicherlich wünschenswert, wenn die Polizisten sich dem Alter des Verdächtigen entsprechend verhalten und pädagogisch vorgehen. Aber es widerspricht nicht direkt der StPO, wenn pädagogisches Geschick fehlt.

Eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Polisten ist aber durchaus denkbar, wenn das Verhalten der Polizisten gegenüber Ihrem Sohn unangemessen war, insbesondere weil Ihr Sohn überhaupt keinen Anlass zur Festnahme gegeben hat.

Rechtsanwalt Krüger und 5 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo und Danke vorerst.

Ich habe gestern nachgefragt und gehört, dass relativ schnell klar war, dass sie höchstens als Zeugen (sie wussten aber nicht von was!) dort sind. Dennoch haben die Polizisten meinen Sohn eingesperrt, weil er sich "schlecht benommen hat", das heißt, recht deutlich gemacht hat, dass er es nicht einsieht dass er festgenommen wurde etc.. Seine Sprachwahl war dabei nicht diplomatisch, er war sehr, sehr wütend und er ist 15 Jahre alt.

Deswegen, sagte mir der Polizist, habe man ihn eingesperrt. Zwei der fünf Jugendlichen wurden bald entlassen, mit einer Entschuldigung. wie mir die Eltern sagten. Mein Sohn und ein anderer wurden strengstens behandelt - der andere noch schlimmer, nackt ausgezogen, untersucht, gedemütigt. Ich habe mit den Eltern gesprochen, es ist erschütternd. Beide jungen Männer haben bitterlich geweint (!), als sie freikamen. Was mit dem letzten ist, den sie lange dabehalten haben, weiß ich noch nicht. Ich will mit den Eltern des Einen einen Dienstaufsichtsbeschwerde machen- wo gibt man die ab? Die Polizisten wollen meinen Sohn wegen Beamtenbeleidigung anzeigen, sie haben fein säuberlich notiert, was er alles gesagt hat. Dabei muss ich sagen, dass sie ihn, zumindest während ich vor Ort war, auch immer weiter gereizt haben, bis ich eingeschritten bin und um deeskalierendes Verhalten seitens der Polizei gebeten habe, immerhin sei offenbar, in welchem Zustand mein Sohn sei (da weinte er bereits und war sehr außer sich). Darufhin wurde ich auch noch aus der Polizeistation herausgeschmissen. Gibt es das? Meine Frage ist, was geschieht wegen besagter Anzeige, was muss in eine Dienstaufsichtsbeschwerde hinein, wo gibt man sie ab, ist es sinnvoll, sie mit den anderen zu verfassen/unterschreiben.

Mit freundlichem Gruss, N. H.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 5 Jahren.


Die Beschwerde sollte an die vorgesetzte Behörde gehen. Das könnte z.B. sein:


Po­li­zei­di­rek­ti­on Stadt-​XY
Abt.: Ver­wal­tung und Recht
Straße
Ort

Dienst­auf­sichts­be­schwer­de wegen Be­lei­di­gung und Freiheitsberaubung im Amt

 

Sehr ge­ehr­te Damen und Her­ren.

 

hier­mit stel­le ich Dienst­auf­sichts­be­schwer­de wegen Be­lei­di­gung und Freiheitsberaubung im Amt, gegen alle be­tei­lig­ten Po­li­zei­be­am­ten und deren Po­li­zei­füh­rung, die am Ein­satz Tag / Stra­ße / Ort / Uhr­zeit be­tei­ligt waren. Au­ßer­dem stel­le ich wegen aller in Be­tracht kom­men­den De­lik­te aus allen recht­li­chen Grün­den Dienst­auf­sichts­be­schwer­de. Ich bitte um Ein­gangs­be­stä­ti­gung und Mit­tei­lung des Ak­ten­zei­chens.


An dem angegebenen Tag hat sich bei einer unberechtigten Festnahme meines Sohnes folgendes ereignet.

(Hier Ausführungen zum Ablauf der Maßnahmen. Beschreiben Sie den Sachverhalt so, wie Sie es bei Ihren Fragen bereits getan haben.)

Mit freundlichen Grüßen


Sie könnten die anderen Eltern mit einbeziehen, indem Sie die Beschwerde gemeinsam aufsetzen und unterschreiben. Das kann der Sache mehr Druck verleihen.