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RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Hallo, meine nichteheliche Tochter Theresa ist jetzt 18

Kundenfrage

Hallo,

meine nichteheliche Tochter Theresa ist jetzt 18 Jahre geworden. Bislang habe ich 386 Euro mtl. gezahlt. Sie wird Ihr Abitur voraussichtlich im Juli abschließen und wahrscheinlich anschließend studieren.

Da Theresa leider den Kontakt mit mir abgelehnt hat habe ich nun überhaupt keine Lust noch weiterhin Unterhalt zu zahlen.

Ich bin selbständig als Einzelunternehmer / freiberuflicher Ingenieur und habe mit der mit mir lebenden Ehefrau noch 2 weitere Söhne. Mein Plan ist jetzt meine Betriebsausgaben so zu gestalten das ich unter den Selbstbehalt falle.
Konkret denke ich darüber nach meine Frau anzustellen sodass ich mit dem verbleibenden Gewinn unter dem Sebstbehalt liege.

1. Nun ist die Frage ob dies gnerell ziehlführend ist? Ich gehe davon aus das das Einkommen meiner Frau nicht in die Berechnung des Unterhalts von Theresa eingeht, bzw. bitte ggf. um Info was nötig ist dies zu vermeiden.

2. Können wir dann weiterhin gemeinsam veranlagt bleiben oder ist eine getrennte Veranlagung nötig?

3. Es sind gemeinsame Schulden mit meiner Frau für unser Haus vorhanden, mtl. Zinsbelastung ca. 600 Euro. Hat dies Einfluß auf den Selbstbehalt?

4. Wie hoch ist der Selbstbehalt?

Ich bitte um Ihre fachliche Rückmeldung.

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Mit freundlichen Grüßen
Markus
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:

Es ist fraglich, ob eine derart drastische Maßnahme überhaupt notwendig ist.

Erst einmal ist der Unterhalt mit Eintritt der Volljährigkeit Ihrer Tochter neu zu berechnen. Ab Volljährigkeit müssen beide Elternteile für den Unterhalt aufkommen und das auch dann, wenn Ihre Tochter im Haushalt der Mutter lebt.

Solange Ihre Tochter noch in der Schulausbildung ist, ist sie den minderjährigen Kindern gleichgestellt. Mit Aufnahme einer Ausbildung oder aber eines Studiums rutscht Ihre Tochter im Unterhaltsrang ganz nach hinten und zwar hinter die minderjährigen Kinder und auch hinter Ihre Ehefrau.

Darüber hinaus haben Sie dann einen Selbstbehalt von 1.150 € gegenüber der volljährigen Tochter.

Wenn Ihre Ehefrau kein eigenes Einkommen erzielt, wird der Mindestbedarf mit 770 € angesetzt. Ebenso wären die Kindesunterhaltsbeträge für die beiden minderjährigen Kinder vorab von Ihrem Einkommen in Abzug zu bringen.

Abgesehen davon wäre Ihre Tochter auch verpflichtet, vorrangig Bafög zu beantragen, was dann wiederum den Ausbildungsunterhalt verringern würde. Darüber hinaus wird das Kindergeld ab Volljährigkeit vollständig bedarfsdeckend angerechnet.

Wenn Sie mir Angaben zu Ihrem derzeitigen durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommen machen und darüber hinaus mitteile, wie alt Ihre weiteren Kinder sind und ob Ihre Ehefrau eigenes Einkommen derzeit erzielt, kann ich Ihnen berechnen, ob dann überhaupt noch eine Leistungsfähigkeit für den Unterhalt Ihrer Tochter gegeben ist.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Frau Schwerin,

 

meine Frau wird ab Mai in einem 400 Euro Job arbeiten.

Wenn ich richtig verstehe hat der Umstand ob meine Frau abeitet oder nicht nur Auswirkung auf den Mindestbedarfsatz? - oder hat die Höhe des Einkommens meiner Frau noch andere Auswirkungen auf den Unterhalt?

 

Gruß

Markus

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

Mit Abschluss der Schulausbildung Ihrer volljährigen Tochter haben Sie dann den erhöhten Selbstbehalt von 1.150 €.

Von Ihrem durchschnittlichen Einkommen werden dann vorrangige Unterhaltspflichten abgezogen.

Dies bedeutet, dass vom durchschnittlichen Einkommen zunächst die Unterhaltsbeträge, die Sie aus Ihrem Einkommen für die minderjährigen Kinder bezahlen müssten, abgezogen werden und sodann für Ihre Ehefrau, wenn Sie keine Erwerbstätigkeit hat, dann ein weiterer Unterhaltsbetrag von 770 € abgezogen werden.

Eine Leistungsfähigkeit für den Volljährigenunterhalt wäre bei dieser Konstellation also erst gegeben, wenn Sie über ein bereinigtes Nettoeinkommen von mindesten 2.500 € verfügen würden.

Von Ihrem durchschnittlichen Einkommen wären dann ja auch noch Vorsorgeaufwendungen in Form von privaten Krankenversicherungen, Altersvorsorgebeträgen, Einkommensteuervorauszahlungen etc. abzuziehen .

Und dann haften Sie ja auch nicht alleine für den Ausbildungsunterhalt, sondern die Mutter Ihrer Tochter muss ja ebenfalls Unterhalt bezahlen.

Ansonsten wird das Einkommen Ihrer Ehefrau aber nicht für den Unterhalt Ihrer volljährigen Tochter herangezogen werden.

RA_UJSCHWERIN und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für die schnellen und hilfreichen Informationen.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es freut mich sehr, ich stehe Ihnen gerne für Rückfragen zur Verfügung und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

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