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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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Andreas Scholz ist jetzt online.

Ich bin im Moment über eine Anwaltskanzlei (Fachbereich Insolvenzrecht)

Kundenfrage

Ich bin im Moment über eine Anwaltskanzlei (Fachbereich Insolvenzrecht) im Vergleichsverfahren mit anderen Gläubigern. Gleichzeitig besteht eine Baufinanzierung bei der Sparda Bank Hessen wobei eine Anschlußfinanzierung (bereits vertraglich unterzeichnet)in Höhe von 52.000,- € erst ab 1.11.2012 erfolgt. Die bisherige Finanzierung wurde bereits von der Sparda Bank von der Raiffeisenbank als Anschlußfinanzierung übernommen.
Da ich auf Vorschlag des Anwaltes ein zusätzliches Gehaltskonto bei einer anderen Bank eingerichtet habe, läuft das Gehalt auch seit 2 Monaten auf besagtes Konto. Im Zuge der bevorstehenden Anschlußfinanzierung und aufgrund des Gehaltskontowechsels verlangt die Sparda Bank nun eine Aufstellung der Verbindlichkeiten und neue Gehaltsnachweise von mir und meiner Frau. Ich bin Beamter und meine Frau Angestellte im Seniorenheim.
Meine Frage:
Da ich mit Negativeinträgen durch die Gläubiger in der Schufa rechnen muss und der Vergleichsversuch noch andauert ist die Angst in meiner Familie vorhanden, ob die Sparda Bank die gesamte Baufinanzierung kündigen wird. Die Baufinanzierungsraten wurden stets beglichen.
Eine weitere Frage wäre, ob evt. bei einem Insolvenzverfahren unser Eigenheim nicht doch zu retten ist.
Wir sind durch die gesamten Umstände nervlich fast am Ende und würden uns über ihre Antwort freuen!
Vielen Dank !
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ob die Bank wird kündigen können, ist Frage des Vertrages, den Sie unterschrieben haben.

Ihre Bonität bzw. Eintragsgeschichte bei Auskunfteien wird die Bank aller Wahrscheinlichkeit nach schon überprüft haben, von daher auch bereits bestehende Einträge kennen.

Die Gehaltsnachweise dienen der Bank dazu, Ihre aktuellen Einkommensverhältnisse zu erforschen und sich ein Bild darüber zu verschaffen, ob und wieviel Sie angesichts Ihrer Verbindlichkeiten an Abtrag zu leisten im Stande sind.

Wusste die Bank schon von den Gläubigerverhandlungen, als die Finanzierung abgeschlossen worden ist, halte ich es für unwahrscheinlich, dass nach Eingabe der Unterlagen die Kündigung erfolgen wird.

Wusste die Bank nichts von den außergerichtlichen Verhandlungen mit Gläubigern, kann die Kündigung möglich sein, wenn der Vertrag, der ja bereits besteht, dies zulässt.

Ich hoffe, weitergeholfen zu haben, bei Unklarheiten fragen Sie einfach nach.

Wenn Ihre Frage beantwortet ist, bitte ich, die Antwort gemäß den Vorgaben dieser Plattform zu akzeptieren. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt

Sehr geehrter Fragesteller,
Andreas Scholz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wenn die Bank kündigt, wäre doch eine Insolvenz nicht zu vermeiden oder gibt es noch einen anderen Weg ?. Da das Eigenheim noch sehr hoch und über dem Beleihungswert belastet ist müsste doch die Bank einen hohenVerlust in Kauf nehmen, oder sehe ich das falsch ?
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

es käme darauf an, ob die Bank eine Sicherheit am Grundstück hat und welchen Rang diese hat. Stehen andere Gläubiger im Rang nach, wäre es Frage der Kalkulation der Bank, wie sie handelt.

Wenn im Falle der Kündigung auch die Gläubigerverhandlungen sinnlos werden, bleibt kein anderer Weg als die Privatinsolvenz, um die Angelegenheit für Sie günstig abzuwickeln. Freilich wird die Bank wohl auch kalkulieren, was für ein Einkommen Sie haben und in welcher Höhe sie mit einer Quote rechnen könnte, wenn sie kündigte und die Privatinsolvenz durchgeführt werden müsste.

Ich hoffe, weitergeholfen zu haben, bei Unklarheiten fragen Sie nach.


Wenn Ihre Frage beantwortet ist, bitte ich, die Antwort gemäß den Vorgaben dieser Plattform zu akzeptieren. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt

Sehr geehrter Fragesteller,
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Eine letzte kurze Frage:

 

im Falle der Insolvenzbeantragung: Wie lange dauert dies in der Regel, bis das Gericht die Angelegenheit aufnehmen wird und gibt es eine Möglichkeit die Veröffentlichung des Verfahrens (Freunde, Bekannte usw/ Es wäre umso schlimmer für uns) zu verhindern.

Ich bedanke mich bei Ihnen und wünsche alles Gute!

Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die Privatinsolvenz kann nur beantragt werden, wenn die außgerichtliche Bereinigung fehlgeschlagen ist. Hierüber bedürften Sie eines Nachweises bei Antragstellung.

Von der Antragstellung bis zur Eröffnung kann es einige Wochen dauern, es kommt darauf an, wie viel das Gericht zu tun hat.

Eine direkte Ansprache von Dritten, die nicht Gläubiger sind, findet nicht statt, von daher ist nicht zu vermuten, dass Bekannte oder andere Dritte Kenntnis erlangen. Da Sie nicht zur Miete wohnen, gibt es auch keinen Vermieter, der benachrichtigt werden müsste. Die kontoführende Bank wird benachrichtigt.

Bei Unklarheiten fragen Sie nach.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz

Rechtsanwalt

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