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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17042
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo, ich habe mich von meinem Lebesgefährten getrennt und

Beantwortete Frage:

Hallo,
ich habe mich von meinem Lebesgefährten getrennt und werde am Wochenende mit unserer Tochter in eine neue Wohnung ziehen. Wir haben ein gemeinsames Sorgerecht, waren jedoch nicht verheiratet.
Wie ist hier nun die Unterhaltsregelung? Ich selber bin auch berufstätig (30-Std.-Woche). Er ist Selbständig. Als erstes muss er ja den Unterhalt für unsere Tochter (4 Jahre) zahlen. Habe ich selber auch einen Anspruch auf Unterhalt?
Er hat ein monatliches Nettoeinkommen i.H.v. ca. 2400 EURO
Mein Einkommen beträgt netto 1760 EURO
Die neue Wohnung kostet 800 EURO Warmmiete. Die bisherige gemeinsame Wohnung 900 EURO warm. Bisher habe ich monatlich 550 EURO für die Miete von ihm erhalten. Weiterhin habe ich bisher seine Buchhaltung gemacht und war über einen Minijob (400 EURO) bei ihm beschäftigt. Bisher hat er hier auch nicht gesagt, dass ich das nicht mehr machen soll, aber ich gehe davon aus, dass er das nicht mehr möchte. Der Kindergarten unserer Tochter kostet monatlich 270 EURO.
Er ist bereit monatlich 400 EURO Unterhalt für unsere Tochter zu zahlen. (nach der Düsseldorfer Tabelle wären es 365 EURO). Habe ich auch anspruch auf eine Unterhaltszahlung? Wir haben seit 12 Jahren eine gemeinsame Wohnung, auch wenn wir in der zwischenzeit öfter umgezogen sind. Vor drei Jahren haben wir ein neues Auto gekauft, welches er bezahlt hat, aber dafür hab ich mein Auto weggegeben und in die damals neue Wohnung investiert. Kann er einfach das Auto verkaufen?

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen
S.Szczepanski
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Leider ist es nach dem Gesetz so,dass wenn Sie nicht verheiratet waren, der Anspruch auf Unterhalt mit vollendetem dritten Lebensjahr des Kindes endet.

Eine Ausnahme wären Härtefälle wie zB kranke Kinder.

Da der Unterhalt so berechnet wird, dass von seinem Einkommen vorab, das abgezogen wird, was für das Kind bezahlt wird, würde für Sie allerdings kaum etwas übrig bleiben.

Sie haben auch einen Anspruch auf anteilige Übernahme der Kindergartenkosten als Mehrbedarf.

Hierbei müssen Sie allerdings das Essen , dass das Kind in dem Kindergarten bekommt herausrechnen.

Der übrige Betrag wird je nach Ihrem Einkommen zwischen Ihnen aufgeteilt.


Schwierig ist es mit dem Auto.

Eigentümer ist normalerweise der, der eine Sache gekauft und bezahlt hat.


Sie haben aber dafür Ihr Auto weggegeben und das neue Auto sollte das alte ersetzen.


Er kann also das Auto nicht einfach verkaufen, denn es könnte hier Miteigentum begründet worden sein.

Ob dies der Fall war hängt von den näheren Umständen ab, unter denen der Kauf des Autos erfolgte.



Wenn Sie in die Wohnung dergestalt investiert haben, dass dies ein größerer Betrag war und die Investition noch vorhanden ist, haben Sie einen Anspruch darauf, diese mitzunehmen oder aber hier einen finanziellen Ausgleich zu erhalten



Leistungen zu laufenden Lebensunterhalt können allerdings nicht ausgeglichen werden.



Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte

Gerne können Sie nachfragen











Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung

danke
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für die schnelle und ausführlich Antwort. Diese hat mir auch schon weiter geholfen. Zu dem Auto kann ich noch folgendes sagen. Der Kauf erfolgte, da das alte Auto nicht mehr so toll war und wir unsere Tochter Sicher durch den Straßenverkehr fahren wollen. Seit dem Kauf zahle ich die Versicherung und fahre auch regelmäßig zum Tanken. Weiterhin benutze ich täglich das Auto um meine Tochter zum Kindergarten zu fahren und auch wieder abzuholen. Leider habe ich keine Ahnung, was unter Miteigentum zu verstehen ist.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


sehr gerne.


Miteigentum wäre dann gegeben, wenn der Kauf unter dem Aspekt erfolgte, dass das Auto Ihr altes Auto ersetzen sollte und Sie dieses durch Einsatz Ihres alten Autos zumindest anteilig mitbezahlt hätten.


Das ist natürlich immer schwierig, aber ich denke, dass Sie die Versicherung bezahlen ist ein Indiz dafür, dass Sie an dem Auto hälftiges Eigentum erlangen sollten, so dass dieses nicht einfach ohne Ihre Zustimmung verkauft werden konnte.




Ich würde Ihnen raten sich zumindest einen Teilbetrag geben zu lassen, damit Sie auch ein neues Auto anschaffen, dass Sie mit Kind ja auch dringend brauchen.



Ich hoffe, sehr, dass ich Ihnen helfen konnte

Gerne können Sie nachfragen




Wenn ich Ihnen weiterhelfen konnte bitte ich um Akzeptierung und stehe Ihnen auch danach sehr gerne zur Verfügung.


Vielen Dank
Claudia Schiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.