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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17039
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Frage zum Trennungsgeld. Ich bin mit

Beantwortete Frage:

Hallo,
ich habe eine Frage zum Trennungsgeld.
Ich bin mit meiner Frau seit 35 Jahren zusammen und 29 Jahre verheiratet.
2 Kinder, Sohn 17 und Tochter 21. Wohnen in meinem elterlichen Haus mit symbolische Miete von 100 Euro.
Alles sowit gut und keine Anzeichen einer Krise.
Nun ist meine Frau 50 geworden und hat angefangen mit einer Freundin, die Single ist, auf Tour zu gehen. Immer versprochen, keine fremde Beziehung einzugehen.
Nun ist es doch passiert und ich bin dahinter gekommen. Sie hatte über ca. 2 Monate eine enge , auch intime Beziehung zu einem anderen Mann.
Für mich stellt das einen Vertrauensbruch dar , den ich nicht akzeptieren kann zumal sie sich so verhält, als ihr das zugestanden hätte.
Sie hat während der Ehe nie gearbeitet, hat aber seit ca. einem halben Jahr stundenweise einen Job in einer Boutique a´las Verkäuferin, ca 300-400 Euro im Monat, was sie aber doppelt für Kleidung ausgiebt.
Meine Frage nun, wenn ich mich von ihr trenne und sie ausziehen muss, steht ihr im konkreten Fall ein Trennungsgeld zu ?
Vielen Dank XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Zunächst einmal besteht der Grundsatz dass, wenn eine Einkommendifferenz gegeben ist Trennungsunterhalt auch geschuldet ist.

Der Gesetzgeber will , dass sich bis zu einem jahr nach erfolgter Trennung nichts ändert, so dass die Eheleute wieder zueinander zurückfinden können.

Daher muss die Frau auch erst bei Ablauf des Trennungsjahres Vollzeit arbeiten.



Ob Sie ihr den Trennungsunterhalt schulden ist hier eine Frage der Verwirkung.

Dass die Frau außereheliche Beziehungen hatte ist grundsätzlich nach dem Gesetz ein Verwirkungsgrund und geeignet, den Trennungsunterhalt zu versagen.

Bei außehelichen Beziehungen ist es aber so, dass die Rechtsprechung der Gerichte hier völlig unberechenbar ist und Einzelfallentscheidungen getroffen werden.


Es ist also je nachdem was vorgetragen wird und je nach dem was das Gericht von der Sache hält völlig offen, ob eine Verwirkung hier angenommen wird oder nicht.


Es ist hier möglich in der ersten Instanz zu gewinnen und in der zweiten Instanz zu verlieren und umgekehrt.

Da es aber beim Unterhalt um einige Summen geht muss dieses Argument auf jeden Fall gebracht werden , weil eine Verwirkung möglich ist und der Unterhalt auf diese Weise auch heruntergehandelt werden kann.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.Sehr gerne können Sie nachfragen.


Mit freundlichen Güßen


Claudia Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht




Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank XXXXX XXXXX

ich habe dazu noch eine Anmerkung und weiss nicht ob diese relevant sein kann:

Diese Freundin, mit der meine Frau durch die Gegend zieht ist sehr einflussreich auf meine Frau. Ich möchte die Trennung eigentlich nicht aber will meiner Frau die chance geben, sich von dieser Person loszusagen. Falls sie sich nicht dazu bereit erklärt, werde ich die Trennung verlangen weil ich damit rechnen muss, dass dieses wieder passiert.

Hat dieses Verhalten weitere Auswirkungen auf die Verwirkung ?

Danke schön und Grüße

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


wenn Sie der Frau ihr Verhalten verziehen haben, ist es natürlich schwer, eine Verwirkung dann noch geltend zu machen.

Sie sollten auf gar keinen Fall irgendetwas von Verzeihung formulieren, sondern einfach Ihre Frau bitten, wieder zu Ihnen zurück zu kommen.



Wenn Sie sich weigert sollten Sie schon wegen der finanziellen Auswirkungen, die die bestehende Ehe weiterhin hat, die Trennung verlangen.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin
Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.