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Anja Merkel
Anja Merkel, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2243
Erfahrung:  Staatsexamen, Internationaler Titel LL.M.Eur, Zulassung als Rechtsanwältin
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Anja Merkel ist jetzt online.

Hatte am 5.8.2010 einen Unfall. Dank Arztepfusch blieb mir

Kundenfrage

Hatte am 5.8.2010 einen Unfall. Dank Arztepfusch blieb mir danach eine Lähmung des Pereonäusnervs, die ich teilweise auch heute noch merke. Meiner Unfallversicherung hatte ich den Unfall gleich gemeldet. Sie schrieb mir daraufhin zurück, dass ich Ansprüche erst nach Ablauf eines Jahres geltend machen könne.
Also hab ich im August 2011 per Anruf um gebeten mir das notwendige Formular zuzusenden. Als im September noch nichts da war, rief ich abermals an, daraufhin erhielt ich Ende September das notwendige Formular.
Dieses gab ich Anfang -Mitte Oktober an meinen Arzt weiter, mit der Bitte es auszufüllen (habe den Arzt aber nichts von einer Frist gesagt).
Anfang November musste ich wegen eines anderen Leidens den Arzt wieder aufsuchen und fragte dann grad nach, wegen des Unfallbogens. Mir wurde gesagt, dass er noch nicht dazu gekommen sei, aber sobald möglich daran gehe. Am 28. November 2011 wurde das Schreiben vom Arzt direkt zur Versicherung gesandt.
Anfang Februar rief ich bei der Versicherung an um nach dem Stand der Dinge zu fragen, da sagte man mir, dass im Computer etwas von 10.000 € stehen würde aber es noch in Bearbeitung wäre.
Mitte März erhielt ich dann ein Schreiben mit einer Absage. Ich war ziemlich verärgert und rief bei der Versicherung direkt an, wo mir der Sachbearbeiter sagte, dass 2 Punkte zu der Absage geführt hätten, erstens dass die Frist um 23 Tage überschritten wäre, worauf ich sagte, dass ich bereits im September gegenüber der Versicherung Ansprüche mit der Bitte um den Unfallbogen geltend gemacht hätte, er aber meinte erst wenn der Unfallbogen vom Arzt ausgefüllt zurück bei der Versicherung sei, wäre erst ein Anspruch geltend gemacht. Zweitens hatte der Arzt nicht klar und deutlich geschrieben, dass ein Dauerschaden vorläge. Daraufhin sagte ich, dass ich wieder mit dem Arzt reden würde und er das, da auf jeden Fall ein Dauerschaden entstanden sei, sicher auch deutlicher bestätigen würde (was der Arzt nach Rücksprache dann auch getan hat).
Nach erneutem Anruf bei der Versicherung, bei dem ich dem Sachbearbeiter erklärte dass er noch am gleichen Tag die Bestätigung des Arztes auf dem Tisch hätte (E-mail), versicherte er den Fall erneut zu prüfen.
Am 03.04.2012 erhielt ich dann erneut ein Schreiben, datiert vom 23.03.2012. der Versicherung, die mir 2000 € anbot mit einem Anhang dass ich mich damit einverstanden erkläre, dass mit Zahlung der 2000 € alle Ansprüche abgegolten wären (mit dem Hinweis dass ich 1 Monat Zeit hätte zur Antwort).
Nun meine Frage, da ich der Ansicht bin hier einfach nur billig abgespeist zu werden, hab ich eine Chance gegen die Versicherung anzugehen und bei Klage doch einen höheren Betrag zu erhalten?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Anja Merkel hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sehr geehrte Ratsuchende,


ich beantworte Ihre Frage aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben folgendermaßen.


Die regelmäßige Verjährungsfrist von Schadensersatzansprüchen beläift sich auf 3 Jahre, vgl. § 195 BGB. Während der Prüfung von Ansprüchen ist die Verjährung gehemmt, d.b. die Verjährungsfrist läuft in diesem Fall nicht weiter.

Die Absage der Unfallversicherung wegen Fristüberschreitung von 23 Tagen ist daher nicht nachvollziehbar.

Auch die Absage hinsichtlich der nicht richtigen Darstellung eines Dauerschadens ist nicht nachvollziehbar. Der Schadensersatz ist so zu bemessen, als wäre der Schaden nicht entstanden. Die Versicherung kann ihren Anspruch also nicht mit der Begründung mindern, der Dauerschaden wäre nicht deutlich vorgetragen, wenn dies nunmehr eindeutig ärztlich bestätigt wurde.


Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen muss ich Sie noch darauf hinweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist. Ich gehe davon aus, dass Sie die AGB's des Portalbetreibers gelesen haben und die Antwort durch akzeptieren entsprechend vergüten.

Sie akzeptieren einfach durch klicken auf den grünen AKZEPTIEREN Button.


Mit besten Grüssen

Anja Merkel, LL.M.

Rechtsanwältin

Anja Merkel und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Unfallversicherung beruft sich darauf, dass Schadensersatzansprüche bis 15 Monate nach dem Unfall geltend gemacht sein müssen. So ist die überschreitung von 23 Tagen zu verstehen.

Wie ist dieser Satz ihrer Antwort zu verstehen?Auch die Absage hinsichtlich der nicht richtigen Darstellung eines Dauerschadens ist nicht nachvollziehbar. Der Schadensersatz ist so zu bemessen, als wäre der Schaden nicht entstanden.
Experte:  Anja Merkel hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Hinsichtlich der 15 Monatsfrist sollten Sie sich die Grundlage hierfür nennen lassen. Das Gesetz gewährt Ihnen 3 Jahre und eine Verkürzung dieser Frist ist nicht ohne weiteres möglich. Selbst wenn die Verkürzung der Frist rechtmäßig wäre, dann wäre die Frist ebenfalls nicht überschritten, da Sie den Unfall unverzüglich gemeldet haben. Wann der ausgefüllte Arztbogen vorliegt, ist irrelevant, da nur Sie als Versicherungsnehmer und Geschädigter die Meldepflicht haben.

Dies bedeutet, dass Sie aureichend zu entschädigen sind. Insbesondere, da Sie praktisch nicht wieder so geheilt werden können wie vor dem Unfall. liegt ein bleibender Dauerschaden vor, so ist dies dann bei der Höhe des Ersatzes entsprechend zu berücksichtigen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich habe nun einen Rechtsanwalt hinzugeschaltet und hoffe dort die richtigen Antworten zu bekommen.

Experte:  Anja Merkel hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

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