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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Mein Vater 83 mit Herzklappe seit 11 Jahren und privater Basisversicherung

Kundenfrage

Mein Vater 83 mit Herzklappe seit 11 Jahren und privater Basisversicherung (seit 2009) ist nach einer Endokarditis Pflegefall geworden. Nach 2 Wochen in einem Pflegeheim 06-20.03.12 musste er erneut bis heute in ein Krankenhaus verlegt werden. Prognose negativ. Statt mir für die PKVabrechnung verwertbare Rechnungen für den März zu senden, liegt mir eine Märzrechnung für den 06-31.03.12, deren Daten natürlich nicht zutreffen (z.B Verpflegung für den Gesamtzeitraum) und eine Aprilrechnung für den gesamten Monat zur Vorkasse vor. Vertraglich ist Vorkasse vereinbart. Wir haben aber bereits den 9 des Monats. Vorkasse für einen evtl. Toten bzw. inopperablen Menschen? Meines Wissens muss das Heim nach mehr als 3 Tagen Abwesenheit aktualisierte Rechnungen stellen. Mein Bruder und ich haben zwar Vollmachten, sind aber nicht Betreuer im juristischen Sinne. Wie soll das ein PKV Versicherter ohne Angehörige eigentlich schaffen? Ein Wahnsinn die Pflege juristisch und medizinisch!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist ein Hauptproblem, dass die Rechnung aus ihrer Sicht objektiv nicht nachvollziehbar ist,also vor allem Positionen abgerechnet werden, die so nicht in Anspruch genommen worden sind.



In diesem Fall ist ihr Vater berechtigt, die Rechnung zurückzuweisen.



Zahlen muss er grundsätzlich erst dann, wenn ihm eine ordnungsgemäße korrekte Rechnung vorliegt.



Das Problem ist natürlich dann, wenn er faktisch nicht mehr in der Lage ist, seine finanziellen Angelegenheiten selber zu regeln (zum Beispiel die Rechnung zu bezahlen).

 

In diesem Fall sollte schnellstmöglich einen Betreuer für Ihren Vater bestellt werden.

 

Es empfiehlt sich, dass diese Aufgabe ein ihrem Vater nahestehendes Familienmitglied (zum Beispiel Sie) ausführt.

 

Hierzu müsste beim zuständigen Betreuungsgericht (=Amtsgericht in dessen Bezirk ihr Vater seinen Wohnsitz beziehungsweise gewöhnlichen Aufenthaltsort hat) ein entsprechender Antrag gestellt werden.

 

Sollte kein Angehöriger vorhanden sein, wäre das Pflegeheim grundsätzlich verpflichtet alles erforderliche einzuleiten, damit über das zuständige Gericht ein rechtlicher Betreuer für die betreffende Person bestellt werden kann.



Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Ostermontag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt






Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie haben nur meine Anfrage rezitiert. Die Frage war: Muss ich Vorkasse leisten obgleich mein Vater voraussichtlich nicht mehr in das Pflegeheim zurückkehren wird? Ist die vertragliche Vorkassenregelung nicht insgesamt unwirksam, da sie bzw. die zugrundeliegende Rechnungslegung wie in meinem Fall in den wenigsten Fällen den realen Verbrauch des heimbewohners wirklich wiedergeben kann bzw. gibt. Dieses insbes. vor dem Hintergrund, dass wir für meinen Vater mit der Kasse abrechnen müssen um überhaupt eine Erstattung zu bekommen. War mein Vater mehr als 3 Tage (März) abwesend, allein im April 9 Tage, so dass meines Wissens ohnehin eine Neuerstellung der Rechnung laut Gerichtsurteil notwendig wird? Die Rechnung erstellt Dana Hannover, mein Vater wird von einem Dana- Heim in Quickborn versorgt.
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Um hier eine abschliessende Antwort geben zu können, müsste der Heimvertrag geprüft werden.

Eine Erstberatung aus der Ferne kann dieses leider nicht gewährleisten.

Vor diesem Hintergrund würde ich Ihnen empfehlen, einen im Sozialrecht/Soziaversicherungsrecht erfahrenen Kollegen vor Ort unter Vorlage des Heimvertrages mit der abschliessenden Klärung der Sach- und Rechtslage zu beauftragen.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt