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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22899
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine Frage oder auch mein

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frage oder auch mein Problem bezieht sich auf eine Vorfälligkeitsentschädigung durch Verkauf einer Immobilie.
Mir ist klar dass Restlaufzeit, Zinssatz, Höhe des Restdarlehens usw. von Bedeutung sind.
Ich will es verkürzen - meine Bank fordert ziemlich genau den Betrag als Entschädigung, den ich auch über die Restlaufzeit von 66 Monaten als Zinsanteil zahlen würde.
Das ist nach meinem Verständnis nur Schritt eins; die Ermittlung des tatsächlichen Zinsverlustes für die Bank.
Müßte nicht auch Schritt zwei in die Berechnung einfließen?!
Üblich ist nach meiner Kenntnis die Berechnung bei Wertanlage oder Wiedervergabe als Kredit - das natürlich zu den aktuell möglichen Geldmarktkonditionen.
Aus beiden Ermittlungen ergibt sich nach meinem Verständnis eine realistische Größe.
Aber habe ich damit Recht...oder was kann ich tun wenn ja?
Wie ist die Rechtslage? Gibt es einen Maximalen Prozentsatz?

im Voraus dankend verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Andreas Braunert ( [email protected] )
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Die Vorfälligkeitsentschädigung ist ein Ausgleich für die vertraglich vereinbarten Zinseinnahmen der Bank als Kreditgeber, die ihr als Folge der vorzeitigen Kündigung

nun entgehen.

 

Die Rechtsprechung hat klare und orientierungsfähige Vorgaben für die Berechnung einer Vorfälligkeitsentschädigung entwickelt. Nicht selten berechnen Banken die Vorfälligkeitsentschädigung dennoch zu Ihren Gunsten und setzen diese im Ergebnis zu hoch an.

 

Ich kann Ihnen vor dem Hintergrund dieser bankenüblichen Praxis nur dazu anraten, Ihre Vertragsunterlagen sowie die von Ihrer Bank vorgenommene Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung auf Plausibilität und Korrektheit überprüfen zu lassen.

 

Dies nicht zuletzt deshalb, weil die Banken oftmals eigene Kalkulationsprogramme zur Anwendung bringen, die wenig Transparenz bieten und kaum prüffähige Ergebnisse zu Tage bringen.

 

Sie sollten die Abrechnung vort diesem Hintergrund sachverständig überprüfen lassen. Eine sehr kostengünstige Möglichkeit (etwa 50 Euro) hierzu bietet Ihnen die auf die Kontrolle entsprechender Vorfälligkeitsentschädigungsbrechungen spezialisierte Verbraucherzentrale Bremen, die für Sie die Abrechnung auf inhaltliche Richtigkeit berechnet:

 

http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/themen/bauen/vorfaelligkeitsentschaedigung/


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Der reine Hinweis auf die Verbraucherzentrale als einzig konkretes ist mir doch recht wenig an Konkretem; trotzdem Dank.

 

Ansonsten finde ich mehr Allgemeines was mir für den Moment nicht wirklich hilft, auch kaum über meinen Kenntnisstand hinausgeht.

Ich hatte eine Frage ja recht konkret formuliert.

Hier nochmal: Forderung Vorfälligkeitzins in gleicher Höhe wie der Zins, den ich über 66 verbleibende Raten entrichten würde!

 

Entspricht das der von ihnen genannten klachen Rechtsvorgabe oder nicht?

 

 

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ja, der Vorfälligkeitszins würde dem festgeschriebenen Vertragszins entsprechen müssen.

Ich kann Ihnen zudem leider nur mitteilen, dass es wohl kaum so unterschiedliche Berechnungsmethoden bei der Geltendmachung des entgangenen Zinsgewinnes gibt wie gerade im Bereich der VFE. Banken arbeiten hier mit unterschiedlichster Software, und dies nicht immer zum Vorteil des Kunden.

Daher kann ich meine Empfehlung nur erneuern, die Dienste der Verbraucherzentrale in Anspruch zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Besteht hierzu noch Klärungsbedarf? Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um Akzeptierung bitten. Der Sachverhalt ist mit einem für Sie positiven Resultat rechtlich maximal ausgeschöpft. Kostenlose Rechtsberatung ist zudem nach zwingendem Recht nicht erlaubt.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Qualität der Antwort.
Ich hatte diesen Pool so verstanden, dass sich verschiedene EXPERTEN für verschiedene Sachgebiete der Frage bzw. dem jeweiligen Problem widmen.
Auch für meine konkrete Frage sollte es diesen geben! Die erhaltenen Antworten sind lediglich Allgemeinplätze, diese vergrößern meinen Kenntnisstand nicht im geringsten.
Das es sich in meinem Fall nicht um den EXPERTEN für meine konkreten Fragen handelt sehen wir wohl schon darin, dass ich als Lösung den Tip erhalte mich an die Verbraucherzentrale zu wenden.
Die nächste Antwort sollte von einem tatsächlichen Spezialisten kommen.
Das bisherige nenne ich NICHT Rechtsberatung!

Andreas Braunert