So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe eine Frage zum Thema Ehevertrag/Erbrecht/Testament.

Kundenfrage

Guten Tag,

ich habe eine Frage zum Thema Ehevertrag/Erbrecht/Testament. Ich werde dieses Jahr ein zweites Mal heiraten. Aus meiner ersten Ehe habe ich zwei Kinder. Mein zukünftiger Mann hat kein Vermögen, lediglich kleinere Schulden. Ich hingegen besitze eine Eigentumswohnung, die Hälfte eines Hauses sowie ein wenig Vermögen. Ich möchte mich nun absichern, da ich kein Geld im Falle der Trennung oder gar Tod verlieren möchte. Ich möchte dies alles für meine Kinder bereithalten. Von Seiten meiner Mutter steht mir wohl in den nächsten Jahren auch noch eine größere Erbschaft an.
Mein zukünftiger Mann versichert mir, dass er von meinem Geld im Falle Trennung/Tod nichts haben will. Jedoch bin ich leider schon einmal auf Versprechen in meiner ersten Ehe hereingefallen. Ich würde gerne die gesetzliche Zugewinngemeinschaft auswählen, jedoch möchte ich nicht, dass mein Mann etwas von meinem bisherigen Vermögen (Haus, Eigentums-Wohnung) und auch nicht von der Erbschaft meiner Mutter in oben erwähntem Fall bekommt.
Was raten Sie mir? Einen Ehevertrag oder ein Testament? Oder ist durch eine Zugewinngemeinschaft dies automatisch ausgeschlossen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Ich rate Ihnen zu einem Ehevertrag nebst Erbvertrag.

Nur so können Sie zu 100 % garantieren, dass Ihr Vermögen weder im Wege der Scheidung noch im Erbfall Ihrem künftigen Ehemann zufällt.

Es wäre empfehlenswert Gütertrennung zu vereinbaren. Damit bleibt Ihr Vermögen bei Ihnen auch im Fall der Scheidung und ein Ausgleichsanspruch besteht nicht.

Erbrechtlich sollte ein Erb- und Pflichtteilsverzicht von Ihrem Ehemann abgegeben werden, damit sind Ihre Kinder automatisch Alleinerben, ohne dass Ihr künftiger Ehemann Ansprüche stellen könnte.

Sie können ja dann noch ein Testament errichten, in dem Sie Ihrem Ehemann soweit Sie dies wollen, ein Vermächtnis zukommen lassen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

 

Ist es nicht so, dass bei Zugewinngemeinschaft automatisch mein Vermögen vor der Ehe und Schenkungen bzw. Erbe während der Ehe im Fall einer Trennung bzw. Tod nicht dazugerechnet werden?

 

Alles weitere, wie der Zugewinn durch Verdienst durch Arbeit etc. könnte natürlich meinem Mann anteilsmäßig zukommen. Gibt es auch eine Zugewinngemeinschaft mit Ausschlüssen?! Eine Gütertrennung fände ich zu hart. Lediglich mein bisheriges Vermögen und das Erbe möchte ich nur für meine Kinder zurückhalten.Jegliches weitere Einkommen möchte ich gerne auch ihm zukommen lassen, würde ich sterben.

 

Mein Mann sagt, er würde im Falle einer Scheidung auf alles verzichten, glaube ich ihm auch - nur - was ist wenn ich gestorben bin, da kann ich dies nicht mehr lenken.....

 

Kann ich die ganzen Verträge auch erst nach der Hochzeit machen? Oder muss es im Vorfeld geschehen?

 

Welche Kosten kommen auf mich zu für einen Ehevertrag? Ist der Abschluß einer Gütertrennung auch schon ein Ehevertrag? Was kostet ein Testament? Für beides könnte ich auch zu einem Notar gehen?

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

nein, es ist nicht so, dass das Vermögen, welches Sie in die Ehe einbringen dazugerechnet wird. Es ist vielmehr so, dass dieses als Anfangsvermögen gewertet wird und damit nicht dem Zugewinnausgleich zugänglich ist.

Das gilt auch für eine Erbschaft, egal ob vor oder während der Ehe erlangt. Eine solche ist ebenfalls Anfangsvermögen.

Dies ergibt aus § 1374 BGB.

Dem Zugewinn unterliegt also nur die Vermögensmehrung während der Ehe, die aus gemeinsamen Einkommen erwirtschaftet wird.

Für den Fall der Scheidung muss daher keine Gütertrennung vereinbart werden, wenn es Ihnen nur darauf ankommt, dass das Anfangsvermögen außen vor bleibt.

Schwieriger wird es im Todesfall. Ihr Mann erbt von Gesetzes wegen die Hälfte Ihres Vermögens und die andere Hälfte erhalten die Kinder.

Wenn dies so nicht sein soll, müssten Sie testamentarisch eine anderweitige Verteilung vornehmen.

Zu den Kosten etwaige Verträge läßt sich nur bedingt etwas sagen, da es auf den Regelungsumfang ankommt und auf die Vermögenswerte, die geregelt werden müssen.

Sowohl Ehevertrag als auch Testament kosten im Durchschnitt je 1000 - 2000 €.

Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank!

 

Super Beratung - Sie haben mir sehr geholfen! Meine Fragen wurden nun zu 100% beantwortet.

Einen schönen Sonntag!

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es freut mich, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.

Alles Gute und viel Glück.