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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7690
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
33364821
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RA Schröter ist jetzt online.

Flughafenexpress befördert Fahrgast nicht

Kundenfrage

Im Januar wollte ich mit dem Flughafenexpress von Berlin nach Flughafen Schönefeld fahren. Ich hatte mit Gepäck auf dem Bahnsteig gewartet. Als der Zug einfuhr wollte ich in den naheliegendsten Wagen einsteigen. Dort stand ein Schaffner am Eingang. Dies sei ein erster Klasse Wagen, ich solle in einen weiter vorner liegenden zweite Klasse Wagen einsteigen. Ich ging zwei Abteile weiter, da sich das nächste Abteil nicht öffnen liess. Als ich versuchte, die Tür des übernächsten Wagens zu öffnen fuhr der Zug ab. Der Schaffner unternahm nichts. Meinen Flug habe ich daraufhin verpasst. Ich habe einen Zeugen, der mich auf dem Bahnsteig ansprach und mir seine Email Adresse und Telefonnummer gab, und seine Hilfe anbot anbetrachts des "unglaublichen Vorfalls". Die Bahn hat mir nun einen Gutschein ueber 80 Euro geschickt. Ich hatte in einem Schreiben Ersatz für die Flugumbuchung von 150 Euro gefordert und Ersatz für einen Urlaubstag, da ich am nächsten Tag nicht bei der Arbeit erscheinen konnte. Hat eine Klage auf vollen Schadensersatz Aussicht auf Erfolg? Ich hatte in einer Email an dieDeutsche Bahn am gleichen Abend des Vorfalls geschildert, ich hätte eine Viertel Stunde auf den Zug gewartet gehabt. - Dies war jedoch untertrieben, denn der vorausgehende Zug war gerade weg gewesen. Dh ich hatte 30 Minuten auf den Zug gewartet.  Die Bahn nimmt dies nun als Argument, meine Planung hätte nicht ausreichend Zeit veranschlagt. Dies ist aber nicht richtig. Die Zeit war ausreichend, wahrscheinlich hätte ich sogar noch auf die SBahn umsteigen können, nachdem ich von dem Zug nicht befördert wurde. Jedoch war ich anbetrachts des Vorfalls nicht reaktionsschnell genug und hatte auch etliches Gepäck, welches mich an einer raschen Umdisponierung hinderte. Zudem hatte ich direkt im Anschluss an die Situation noch eine Meldung an einer SOS Säule über den Vorfall durchgegeben. Ich wartete also 40 Minuten am gleichen Bahnsteig auf den darauffolgenden Flughafenexpress. Als ich dann am Flughafen eintraf war der Checkin gerade abgeschlossen.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Die Bahn ist hier Ihren Verpflichtungen aus dem Beförderungsvertrag nicht nachgekommen. Die Verweigerung der Beförderung erfolgte aus nicht nachvollziebaren Gründen. So ist ein Zugang zu den Abteilen der zweiten Klasse auch über die erste Klasse möglich. Auch die technischen Mängel bei den Bahntüren hat die Bahn AG zu vertreten.

Dies Diskussion mit dem zeitlichen Puffer halte ich für abwegig. Maßgeblich ist die Beweisbarkeit eines solchen Anspruches. Neben dem verwehrten Zugang zu den Bahnwagons müssen Sie auch die Höhe des Schadensersatzanspruches mit der Flugrechnung belegen. Sollte dies gelingen, erachte ich die Durchsetzung des Anspruches als aussichtsreich.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Die Tickets habe ich bereits übersandt. Wert 150 EUR und geschrieben, dass ich den Wert ersetzt haben möchte. Die Bahn sieht den Fall mit 80 EUR Schadensersatz abgegolten. Ich konnte am nächsten Tag darüberhinaus nicht zur Arbeit erscheinen. Dies hat mich einen Tag Urlaub gekostet und dazu habe ich meinen Vorgesetzten verärgert. Ich arbeite im Ausland und habe nur 20 Tage Urlaub im Jahr. Auch dies ist ein mir in der Folge entstandener Schaden. Kann ich auch diesbezüglich auf Schadensausgleich bestehen?
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 4 Jahren.
Schadensersatz wegen vertaner Urlaubszeit, die als "nutzlos aufgewendete Urlaubszeit" bezeichnet wird, wird nur in bestimmten Fällen als immateriellen Schadensersatzanspruch ersetzt.

Ein entsprechender Anspruch findet sich in § 651f Absatz 2 BGB.

Die Voraussetzungen sind:

  • Pauschalreise (Flug und Hotel)
  • Vereiteln oder erhebliche Beeinträchtigung der Reise
  • Mangelanzeige oder Abhilfeverlangen gegenüber dem Reiseveranstalter
  • Verschulden des Reiseveranstalters (wird gesetzlich vermutet

Handelt es sich hier nicht um eine Pauschalreise wird diese Vorschrift analog angewendet. Sie müssen daher berechnen, welchen finanziellen Wert der Urlaubstag hat und diesen bei der Bahn einfordern.

 

Viele Grüße

 

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Da die Bahn die Angelegenheit ja als erledigt betrachtet, bleibt es an mir zu reagieren.
Ich würde nun direkt einen Mahnbescheid versenden. Oder muss ich zuvor noch einmal anmahnen? - Dies ist nun meine letzte Frage hierzu . Danke !
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 4 Jahren.
In der Tat wird die Bahn versuchen dies auszusitzen. Sie sollten vor Versendung eines Mahnbescheides noch einen etwaigen Schadensersatz wegen des vertanenen Urlaubstages mit einer Fristsetzung anfordern. Verstreicht diese Frist können Sie einen Mahnbescheid über den dann fälligen Schadensersatzanspruch beantragen.

Die Bahn wird voraussichtlich hier Einspruch einlegen, so dass das Verfahren an das zuständige Amtsgericht am Sitz der Deutschen Bahn AG abgegeben wird. Im Nachgang müssen Sie dann Ihren Anspruch in einer Klageschrit innerhallb von zwei Wochen begründen. Sie können hier eine Fristverlängerung beantragen.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Eine letzte Nachfrage. In ihrem Antwortschreiben führt die Bahn den Namen des Schaffners auf und dass gegen diesen disziplinarische Schritte eingeleitet worden seien. Dies war nun ganz und gar nicht meine Absicht und ich halte die Antwort für unprofessionell. Denn mein Vertragspartner war doch nicht der Schaffner, sondern die DB als Organisation? Sollte sich die Bahn nicht hinter den Schaffner stellen, - ist es zulässig den Namen des Mitarbeiters in diesem Zusammenhang bekanntzugeben?
Experte:  hat geantwortet vor 4 Jahren.
Das Antwortschreiben und die disziplinarischen Maßnahmen gegen das eigene Personal belegt Ihren Vorwurf und macht die Beweisführung fuer Sie jedenfalls leichter. Den Namen des Schaffners müssen Sie aktuell nicht nennen, das schreiben reicht zunächst vollkommen aus, um Ihren Anspruch schluessig darzulegen.

Viele Gruesse
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
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