So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Rösemeier, hat ein manuelles Testament,

Kundenfrage

Sehr geehrter Herr Rösemeier,
hat ein manuelles Testament, das der Schwiegervater meines verstorbenen Bruders gesehen haben will, vor einem Amtsgericht Gültigkeit? Dieses Testament ist ebenso wie angeblich ein vorher maschinell erstelltes Testament niemals beim Notar angekommen. Nun stellt die Ehefrau (ohne Ehevertrag und ohne gültiges Testament) Antrag auf Alleinerbe, aufgrund eines maschinellen Testaments und der bezeugten Willensbekundung. Reicht das aus?
Danke + mfG
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Ein Testament muss nicht zwingend beim Notar oder Nachlassgericht hinterlegt werden.

Ein Testament muss aber unverzüglich dem Nachlassgericht zur Eröffnung vorgelegt werden, wenn es aufgefunden wird.

Ein maschinell gefertigtes Testament, welches nicht von einem Notar beurkundet wurde, ist unwirksam. Nur handschriftliche Verfügungen des Erblasser sind wirksam.

Die Ehefrau kann zwar einen Antrag auf Erteilung eines Erbscheines als Alleinerbin stellen. Das Nachlassgericht wird solchen aber unter Vorlage des maschinellen Testamentes nicht erteilen, weil das Testament nicht den Formerfordernissen entspricht. Alle anderen Erben könnten den Erbschein und auch das Testament aufgrund der mangelnden Form anfechten.

Soweit es ein weiteres Testament in handschriftlicher Form gibt, so müsste dieses vorgelegt werden. Es reicht nicht aus, dass der Schwiegervater des verstorbenen Bruders ein solches gesehen hat. Selbst wenn es eines gegeben hätte, so könnte der Erblasser dieses wieder vernichtet haben.

Es kann nur ein Testament eröffnet werden, welches auch tatsächlich dem Nachlassgericht vorgelegt werden kann.
Tobias Rösemeier und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
HERZLICHEN DANK für Ihre umgehende und klare Antwort. Das Amtsgericht scheint bislang alle unsere RA-Schreiben mit Einwänden und belegbaren Beweisen aussen vorzulassen und stützt sich auf den einzigen Zeugen der Gegenseite, den Schwiegervater, der gesehen haben will, dass mein Bruder "ihren" Willen festgelegt hat. Ich bin ebenso sicher, dass er dieses Testament danach wieder vernichtet hat - ebenso wenig hat er das erste maschinelle Testament abgeschickt, das in dieser Form bei keinem Notar durchgegangen wäre. Drei Monate nach dem angeblich manuellen Testament war mein Bruder tot. - Ganz komische Sache.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
noch eine Nachfrage: Kann das Amtsgericht so etwas einfach übergehen?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nein.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
DANKE
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
sehr gerne, ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz