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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2899
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, > > ich hatte vor Wochen eine

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
>
> ich hatte vor Wochen eine E-Zigarette bei dem Hersteller Clever Smart
> aufgrund einer Fernsewerbung bestellt. Nach Öffnen der Packung stellte ich
> fest, dass die Liquids mit Alkohol versetzt sind. Dies wurde weder in der
> Werbung ersichtlich noch VOR dem Öffnen des Paketes. Daraufhin habe ich
> die komplette Ware innerhalb von 14 Tagen wieder zurückgeschickt.
> Nun verlangt die Firma von mir anstatt 100 Euro, 64 Euro Beteiligung, da
> die Ware aufgrund von evtl. hygienischer Verunreinigung nicht mehr
> weiterverkauft werden kann (ich hatte die Zigarette nicht im Mund).
>
> Ich habe dieser Firma geschrieben, dass ich die Ware gar nicht bestellt
> hätte, wäre in der Werbung auch nur ein Wort davon gesprochen worden, dass
> die Liquids mit Alkohol angereichert sind. Ausserdem kann ich heutzutage
> sogar Unterwäsche zurückschicken, ohne dass ich hierfür einen Anteil
> zahlen müsste.
> Die Firma beharrt auf dieser Teilzahlung und hat mir nun mit einem
> Inkassounternehmen gedroht.
>
> Können Sie mir bitte mitteilen, ob dies rechtlich haltbar ist?
>
> Besten Dank
> Mit freundlichen Grüßen
> Marlene Artmeier
> --
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

stellen Sie per Einwurfeinschreiben (inkl. Zeugen, der den Inhalt des Schreibens direkt bei Versand gesehen hat) klar, dass Sie mit dem damaligen Schreiben das Widerrufsrecht ausgeübt haben. Das Problem in Ihrem Fall ist, dass Sie das nach Ihren Angaben nämlich eigentlich nicht getan haben, sondern geleugnet haben, dass ein Vertrag zustandegekommen ist. Sollte der Gegenseite im Streitfall der Nachweis gelingen, dass Sie den Vertrag doch abgeschlossen haben, könnte das vor Gericht zu Problemen führen. Allerdings bin ich der Meinung, dass für die Ausübung des Widerrufsrechts keine großen Anforderungen an die Erklärung des Kunden gestellt werden darf, solange er die Ware rechtzeitig zurücksendet.

 

Im Rahmen des gesetzlichen Widerrufsrechts ist jedenfalls kein Raum für die vom Verkäufer angedachte Kostenbeteiligung.

 

Rechnen Sie damit, dass Sie noch eine Reihe weiterer Inkassoschreiben erhalten. Heften Sie alle Unetrlagen zu dem Vorgang inkl. dem Einlieferungsbeleg des Einschreibens gut ab. Reagieren müssen Sie erst, wenn Sie Post von einem deutschen Gericht bekommen.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.


Bitte vergessen Sie nicht, die Antwort zu akzeptieren. Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland verboten.


Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Götz, danke XXXXX XXXXX Antwort, ich habe der Firma per Mail geantwortet, dass ich die Ware zurückgesandt habe, weil eben in der Werbung oder im Schreiben keinerlei Hinweis auf die mit Alkohol versetzten Liquids gegeben war, das hätte man angeben müssen, meines Erachtens. Danach kam eben das Schreiben, wegen der hygienischen Gründe. Ich habe das Erwiderungsschreiben per Einschreiben versandt und habe auch alle Unterlagen hierzu. Ich werde Ihren Rat befolgen und erst reagieren, wenn Post von einem deutschen Gericht kommt.
Dankeschön
Mit freundlichen Grüßen
Marlene Artmeier
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sie sollten sichergehen, dass Siedas Widerrufsrecht auch wirklich ausdrücklich ausgeübt haben, um spätere Diskussionen zu vermeiden, da Sie ja auch den von Ihnen genannten Alkohol bemängelt haben.

 

Gruß

Olaf Götz und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja das denke ich schon, dass ich das habe. Na mal schauen, was noch kommt, die Firma sitzt in Österreich, ich müsste dann so und so einen Anwalt konsultieren.
Besten Dank
Marlene Artmeier
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Auch hier wäre deutsches Recht anwendbar, wenn Sie als Verbraucher in D sitzen.

 

http://dejure.org/gesetze/Rom-I-VO/6.html

 

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