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RA Ingo Driftmeyer
RA Ingo Driftmeyer, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 451
Erfahrung:  Als Rechtsanwalt tätig seit 2008.
62729977
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RA Ingo Driftmeyer ist jetzt online.

Guten Tag! Ich hätte eine frage zum Thema Unterhalt/Unterhaltsvorschuß. und

Kundenfrage

Guten Tag!
Ich hätte eine frage zum Thema Unterhalt/Unterhaltsvorschuß.

und zwar habe ich mit meiner ex-partnerin einen gemeinsamen Sohn,zwecks dem Thema Unterhalt lief alles über das Jugendamt in Forst(Lausitz)...

und zwar hat das Amt über mich eine Lohnbescheinigung bekommen, welches ich mir von meinem Arbeitgeber ausstellen lassen habe, wo leider nur dinge wie urlaubs und weihnachtsgeld ersichtlich waren...
Zusätzlich habe ich meine Lohnbescheinigungen(Kopie) für den entsprechenden Zeitraum beigefügt, womit das Amt nochmal genaueren einblick nehmen konnte für dinge wie z.B. Fahrtgeld, für den täglichen arbeitsweg, sowie zulagen wie überstundenzuschlag usw.

Das Amt hatte jedoch zur berechnung des Unterhaltes nur den Betrag genommen den ich jeden monat ausgezahlt bekommen habe, also sachen wie fahrtkosten wurden ÜBERHAUPTNICHT berücksichtigt.

Meine Frage ist dürfen die den ausgezahlten betrag zur berechnung der höhe des Unterhaltes verwenden oder müssen Sie dinge wie Fahrtkosten für den Arbeitsweg abziehen.

und was müsste von meinem Monatlichen Lohn abgezugen werden, damit das Jugendamt den Unterhalt berechnen kann, ich habe folgende posten erhalten:

- Fahrtgeld (pro tag und kilometer 0,15 €)
- Stunden Lohn
- überstundenzuschlag
- 5% Gesundheitsprämie (Falls man den entsprechenden Monat keinen krankheitstag hatte)
- Urlaubsgeld
- Weihnachtsgeld
- Einmalige prämie von 100€ weil die Firma gute umsätze gemacht hatte
- Schichtzuschlag
- Nachtzuschlag (bei arbeiten zwischen 22.00uhr und 6.00uhr)
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Ingo Driftmeyer hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage!

1. Zutreffend ist, dass für die Unterhaltsberechnung nicht vom monatlichen Nettoeinkommen auszugehen ist, sondern vom unterhaltsrechtlich relevanten Nettoeinkommen. Dieses umfasst bestimmte Lohnzuschläge, sieht aber auch Kürzungen wie folgt vor.

2. Unterhaltsrechtlich relevant sind grundsätzlich alle nachhaltig erzielten Einkünfte, d.h. solche die regelmäßig anfallen.

Dies gilt auch für das Urlaubs und Weihnachtsgeld, wenn es im Arbeitsvertrag geregelt ist. Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld ist dabei mit 1/12 für das monatliche Einkommen zu berücksichtigen.

Überstundenzuschlag wird dann für das unterhaltsrelevante Einkommen berücksichtigt, wenn Überstunden branchenüblich sind.

Ebenfalls ein Nachtzuschlag im Schichtdienst wäre zu berücksichtigen, da es sich um regelmäßiges Einkommen handelt

Bei der Gesundheitsprämie bin ich eher der Meinung, dass diese zu berücksichtigen ist, weil Sie regelmäßig gezahlt wird. Hier handelt es sich jedoch um einen ungewöhnlichen Lohnbestandteil, dessen Behandlung in der Rechtsprechung nicht bekannt ist.

Nicht zu berücksichtigen wäre die Einmalprämie, zumal es sich um eine einmalige Leistung handelt.

2. Zur Ermittlung des bereinigten relevanten Einkommens vom Lohn können jedoch abgezogen werden

- Beiträge für eine zusätzliche Altersvorsorge
- Berufsbedingte Aufwendungen mit einer pauschale von 5 % des Nettoeinkommens (bei höheren berufsbedingten Aufwendungen müssen diese konkret nachgewiesen werden)
- Fahrtkosten für die Strecke zur Arbeit mit 30 cent/km
- ggf. auch Abtragung bestehender Kredite

Das Jugendamt ist verpflichtet diese Punkte bei der Berechnung des Unterhalts zu berücksichtigen, wenn sie ihm mitgeteilt wurden.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!




Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt
RA Ingo Driftmeyer und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

ja, vielen dank für Ihre Auskunft. Sie haben mir ein ganzes stück weiter geholfen.

 

Mit freundlichen grüßen Felix Escher

Experte:  RA Ingo Driftmeyer hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gerne !

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

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