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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21617
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe folgende dringende Frage an Sie: Letzte

Kundenfrage

Guten Tag,

ich habe folgende dringende Frage an Sie:
Letzte Woche hat meine Mutter einen Mietvertrag für eine Wohnung unterschrieben. Die Wohnung wurde besichtigt und für ok befunden. Der Keller wurde meiner Mutter allerdings nicht gezeigt. Der Makler sagte lediglich, dass er von den Maßen her üblich sei und trocken. Am nächsten Tag war der Hausmeister so nett, uns die Wohnung erneut zu zeigen und dann auch den Keller. Dieser steht nahezu unter Wasser, "das Haus schwitzt" sagte man uns. Für die Mieterin ist der Keller als Abstellmöglichkeit sehr wichtig und für das Mieter der Wohnung ausschlaggebend. Dann haben wir ebenso erfahren, dass nebenan ein Alkoholiker wohnt, die der Hausmeister sagte: "ein Schwein".
Unter diesen Umständen hätte meine Mutter die Wohnung auf keinen Fall gemietet. Es fällt auch eine Courtage an von 2 MM.
Gibt es eine Möglichkeit, diesen Vertrag für nichtig zu erklären? Müssen wir in dem Fall die Maklercourtage trotzdem zahlen obwohl der Herr unvollständige Angaben, sogar falsche Angaben gemacht hat? Sollten wir uns einen Anwalt nehmen?
Der Makler / Vermieter lässt nicht mit sich reden. Er belächelt das ganze, wird laut und unterbricht die Telefonate durch Auflegen. Ein unmögliches Verhalten!

Für eine Antwort bzw. kurze Einschätzung der Situation wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Vielen Dank XXXXX XXXXX!

C. Barth
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Der Mietvertrag ist nach § 123 BGB anfechtbar, denn Ihre Vertragserklärung ist durch eine arglistige Täuschung herbeigeführt worden.

Über vertragswesentliche Umstände muss vor Vertragsschluss ungefragt aufgeklärt werden. Das Unterlassen einer solchen gebotenen Aufklärung, begründet den Vorwurf einer arglistigen Täuschung. Das ist hier der Fall, wenn - wovon ich ausgehe - der Makler anlässlich der Begehung/Vorgespräche hätte erkennen müssen, dass es Ihrer Mutter insbesondere auf den Keller ankam. Dann hätte er auch ungefragt dessen tatsächlichen Zustand offenbaren müssen.

Diese Täsuchung des Maklers in Form eines arglistigen Verschweigens muss sich der Vermieter zurechnen lassen. Der Mietvertrag ist daher anfechtbar.

Ebenfalls nicht zahlen müssen Sie die Courtage an den Makler, denn diese würden Sie nur dann schulden, wenn der Mietvertrag tatsächlich und endgültig zustande kommt. Das ist hier aber gerade nicht der Fall.

In Anbetracht des Widerstandes des Vermieters rate ich Ihnen allerdings an, sich in anwaltliche Beratung zu begeben und die Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen in die Hände eines Rechtsanwalts vor Ort zu legen.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und 5 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Hüttemann,

 

vielen Dank für die schnelle Antwort.

 

Wie sollten wir jetzt aktuell vorgehen. Das zweite unterschriebene Exemplar des MV ist noch im Besitz des Vermieters. Das muss er uns doch trotzallem aushändigen, wenn wir weiteren Maßnahmen ergreifen wollen, oder?

 

Mit freundlichen Grüßen

C. Barth

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ich rate Ihnen an, unverzüglich einen Rechtsanwalt vor Ort aufzusuchen, denn nach Ihrer Schilderung zeigt sich der Vermieter nicht gesprächsbereit. Erfahrungsgemäß kommen Sie in einer solchen Situation ohne Rechtsbeistand nicht weiter.

Der Anwalt wird für Sie die weitere Kommunikation mit Vermieter und Makler übernehmen, den Vertrag anfechten und auch etwaige Provisionsansprüche des Maklers zurückweisen.

Wenn Sie dies wünschen, kann ich Ihnen gerne einen geeigneten Kollegen vor Ort empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Haben Sie vielen Dank!

 

Für den Moment haben Sie uns sehr geholfen.

 

Mit freundlichen Grüßen!

 

C. Barth

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gern geschehen.

Alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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