So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Sabrina Krumsch...
Sabrina Krumscheid
Sabrina Krumscheid, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 88
Erfahrung:  1. und 2. Staatsexamen, Diplom Juristin, zugelassene, selbstständige Rechtsanwältin
59099472
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Sabrina Krumscheid ist jetzt online.

Hallo, bin 67 Jahre und lebe seit 15 Jahren getrennt von meiner

Kundenfrage

Hallo, bin 67 Jahre und lebe seit 15 Jahren getrennt von meiner Frau. Es besteht gesetzliche Gütertrennung. Ab dem 60. LJ bekomme ich eine Altersrente für schwehrbehinderte Menschen von z.Zt. 1.070,-€. Meine Frau bekommt demnächst Altersrente und das hiesige Sozialamt bat mich um Auskunft zur Prüfung der Unterhaltsfähigkeit. Ich werde wahrheitsgemäß Auskunft erteilen, da meinerseits keine weitere Einkünfte vorliegen. Wäre eine längst überfällige Scheidung ratsam, schon wegen der Gütertrennung? Vielen Dank XXXXX XXXXX Rat. KM
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Sabrina Krumscheid hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Nach den gesetzlichen Vorschriften ist es so, dass solange die Ehe andauert, eine gegenseitige Verpflichtung besteht, u.a. auch gerade in finanzieller Hinsicht.

Da Sie für den Fall einer Scheidung die Gütertrennung wohl vertraglich vereinbart haben und Sie bereits seit 15 Jahren getrennt leben, kann ich Ihnen hier nur zu einer Scheidung raten. Mit dem Scheidungsbeschluss würden sämtliche Verpflichtungen wegfallen. Es würde dann die Gütertrennung eintreten. Nach 15 Jahren Trennung kann hier wohl von einer endgültigen Zerrüttung der Ehe ausgegangen werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit dieser ersten Einschätzung behilflich sein konnte. Sie können ansonsten gerne Nachfragen stellen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen,

S. Krumscheid
Rechtsanwältin
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Da die Scheidung ja einige Zeit in Anspruch nimmt interessiert mich natürlich was mich seitens des Sozialamtes evtl. böse erwartet. Mit meinem Scheidungswillen geben die sich doch nicht zufrieden. Die wollen doch nur an meine Rente, oder? Danke, XXXXX XXXXX
Experte:  Sabrina Krumscheid hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Reaktion des Sozialamtes ist "normal", wenn jemand der verheiratet ist, wie Ihre Ehefrau Sozialleistungen fordert, dann wird erst immer nach Unterhaltspflichtigen gesucht. Als Ehemann wären Sie Ihrer Frau zum Unterhalt verpflichtet. Allerdings haben Sie auch einen Selbstbehalt der nicht unterschritten werden darf, dieser liegt bei 1050 €. Damit wird das Sozialamt Sie nicht zu Leistungen heranziehen können, maximal zu 20 € da Ihr Einkommen bei 1070 € liegt. Dies wäre auch dann nicht der Fall, wenn Sie besondere Ausgaben geltend machen können (Medikamentkosten etc.)
Sabrina Krumscheid und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Da die Scheidung ja einige Zeit - Monate- in Anspruch nimmt interessiert mich natürlich die alsbaldige Reaktion seitens des Amtes in finanzieller Hinsicht. Kann ich in der jetzigen Situation auch schon meinen Vorort-Anwalt mit dieser Angelegenheit beauftragen oder werden meine 60% SB nicht berücksichtigt? Vielen Dank, mfG. KM
Experte:  Sabrina Krumscheid hat geantwortet vor 5 Jahren.
Um einen Scheidungsantrag zu stellen, müssen Sie nach § 114 FamFG sowieso einen Anwalt beauftragen. Daher würde ich Ihnen raten dies in naher Zukunft mit einem Anwalt abzusprechen und dort auch die Forderungen des Sozialamtes vorzutragen.

In dem Formular, dass Ihnen vom Sozialamt zugestellt wurde, müssen die 60 % angegeben werden, insbesondere weil Sie so nahe an der Grenze des Selbstbehaltes liegen, so dass Ihnen keine (auch nicht 20 €) abgezogen werden.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz