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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26356
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich habe auf wunsch des Empfängers, Geld per Post versendet,

Kundenfrage

Ich habe auf wunsch des Empfängers, Geld per Post versendet, als normalen Brief. Nun behauptet der Empfänger es wäre nicht angekommen und droht mir mit einem Anwalt.
Muss ich nun doppelt zahlen? Obwohl es doch sein wunsch war, das ich es normal versende und er mit dem Risiko, das es verloren geht, rechnen musste.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ich fürchte Sie müssen leider doppelt zahlen.

Eine Geldschuld ist eine qualifizierte Schickschuld.

Das bedeutet, dass Sie als Schuldner nach § 244 BGB mit dem Risiko belastet sind, dass das Geld beim Empfänger eingeht.

Wenn Sie das Geld durch einfachen Brief verschicken tragen Sie also das Risiko, dass der Brief beim Gläubiger nicht ankommt.

Beim einfachen Brief ist nach Ansicht der Rechtsprechung, allein das Absenden des Briefes keinerlei Beweis dafür, dass der Brief auch beim Empfänger angekommen ist.

Sie können daher leider nicht beweisen, dass der Gegner das Geld erhalten hat. Demzufolge müssen Sie leider nochmals zahlen.

Daran ändert sich auch nichts, weil der Gegner diese Übermittlungsart gewünscht hat.

Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn der Gegner gleichzeitig mit diesem Wunsch auch das Transportrisiko ausdrücklich übernommen hat.

Ich bedaure Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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